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Zoff beim FC Bayern: Stefan Effenberg geht auf Robert Lewandowski los

Beim FC Bayern rumort es, und das nicht nur wegen der ersten Saisonniederlage. Stürmer Robert Lewandowski kritisiert die Transferpolitik des Vereins - und wird dafür von Stefan Effenberg scharf attackiert.

Robert Lewandowski und Stefan Effenberg

Stefan Effenberg übt scharfe Kritik an Bayern-Stürmer Robert Lewandowski

Es gab Zeiten, da sorgte der für mehr Schlagzeilen jenseits des Platzes als mit sportlichen Glanzleistungen. FC Hollywood nannte man den Club in jener Zeit. Spieler wie Lothar Matthäus, Mario Basler oder Oliver Kahn sorgten mit ihren Eskapaden dafür, dass der Boulevardpresse der Stoff nicht ausging.

In den letzten Jahren war es still geworden um den , der Verein schaffte es, sich komplett aufs Sportliche zu konzentrieren. Das Resultat waren fünf Meisterschaften in Folge. 

Robert Lewandowski ist enttäuscht

Doch in dieser Saison scheint die Unruhe zurückgekehrt zu sein. Vor allem Stürmerstar machte seiner Unzufriedenheit mehrfach Luft. Er brachte in der Sommerpause die Enttäuschung zum Ausdruck, in der vergangenen Spielzeit nicht Torschützenkönig geworden zu sein - und führte dies auf mangelnde Unterstützung seiner Mitspieler zurück. 

Doch den Polen bedrücken auch andere Dinge. Im Interview mit dem "Spiegel" übte er scharfe Kritik an der Transferpolitik seines Vereins: "Bayern muss sich etwas einfallen lassen und kreativ sein, wenn der Verein weiter Weltklassespieler nach München lotsen will", sagte er in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins. "Und wenn man ganz vorn mitspielen will, braucht man die Qualität dieser Spieler." 

Lewandowski passt die finanzielle Zurückhaltung der Vereinsführung nicht: "Bis heute hat Bayern München nie mehr als rund 40 Millionen an Ablösesummen für einen Spieler bezahlt. Im internationalen Fußball ist das schon längst eine Summe, die eher Durchschnitt als Spitzenwert ist."

Stefan Effenberg schaltet sich ein

Mit diesen Worten hat er Stefan Effenberg auf den Plan gerufen, der seinerzeit selbst einer der Hauptakteure des FC Hollywood war: "Ich finde, das ist ein Hammer!", schrieb Effenberg in seiner Kolumne bei dem Newsportal "T-Online". Der Ex-Profi wirft Lewandowski vor, die Philosophie des Vereins anzugreifen. "Er greift auch seine Kollegen an, die dann seiner Meinung nach offenbar nicht die Qualität haben, um das zu gewinnen", so Effenberg. "Lewandowski ist Spieler - in dieser Rolle sollte er sich solche Äußerungen gut überlegen und intern äußern."

Dem Polen legt er nahe, sich einen neuen Verein zu suchen: "Der könnte nach Paris gehen, wo ja diese Summen bezahlt werden. Oder Barcelona. Dann hat er auch einen Verein, der das macht, was er möchte."

Beim FC Bayern herrscht aktuell eine Unruhe wie schon lange nicht mehr. Ganz so arg wie zu Zeiten des FC Hollywood ist es noch nicht. Allerdings haben die Münchner gerade ihre erste Saisonniederlage kassiert - schon am dritten Spieltag. Das könnte weitere Kritiker auf den Plan rufen. Die nächsten Wochen könnten unruhig werden.


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