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Union Berlin schlägt St. Pauli

Durch einen Sieg gegen St. Pauli ist Union Berlin vorerst auf den zweiten Tabellenplatz geklettert. Bochum gelang gegen Paderborn ein Befreiungsschlag.

  Unions Torschütze zum 1:2, Torsten Mattuschka (l.), freut sich mit dem späteren Siegtorschützen, Simon Terrode.

Unions Torschütze zum 1:2, Torsten Mattuschka (l.), freut sich mit dem späteren Siegtorschützen, Simon Terrode.

Der 1. FC Union Berlin hat nach einem 0:2-Rückstand noch die Partie gegen den FC St. Pauli gedreht und mit 3:2 (1:2) gewonnen. Die Treffer der Gastgeber erzielten am Samstag Torsten Mattuschka (36./Foulelfmeter), Adam Nemec (58.) und Simon Terodde (86.). John Verhoek (1.) und Fin Bartels (6.) hatten die Norddeutschen zunächst früh in Führung gebracht. Union ist nunmehr seit sechs Pflichtspielen ungeschlagen und vorerst auf den 2. Tabellenplatz geklettert.

Gerade 27 Sekunden waren gespielt, da jubelten bereits die Hamburger. Nach einem Fehler des Berliner Verteidigers Christian Stuff traf Verhoek für die Hanseaten. Es war bereits der dritte Saisontreffer des Niederländers. Und es kam noch besser für die Norddeutschen: In der sechsten Minute zirkelte Bartels aus 14 Metern den Ball in den Winkel.

Die Gastgeber zeigten sich trotz des frühen Rückstands nicht geschockt. In der Folgezeit dominierten sie die Partie und kamen noch vor der Pause durch Mattuschkas verwandelten Foulelfmeter zum Anschluss. Nach der Pause legten die Gastgeber weiter nach. Mehrmals parierte Hamburgs Torhüter Philipp Tschauner glänzend, gegen Nemec' Kopfball hatte aber auch der beste Pauli-Spieler keine Chance. In einem sehr guten Zweitliga-Spiel setzte Terodde mit seinem Kopfball-Treffer kurz vor dem Ende den Schlusspunkt.

Mit einer fulminanten Aufholjagd hat der VfL Bochum seine Serie von vier sieglosen Spielen gestoppt. Beim 4:2 (0:2)-Heimerfolg gegen den SC Paderborn im zweiten Samstagsspiel lag der Revierclub zur Pause allerdings noch deutlich zurück. Rick ten Voorde mit einem Foulelfmeter (43. Minute) und Thomas Bertels per Kopf (45.+1) bescherten Paderborn ein Zwei-Tore-Polster. Doch 20 Sekunden nach Wiederanpfiff gelang Mirkan Aydin der Anschlusstreffer (46.). In der Schlussphase traf Patrick Fabian (71.) zum Ausgleich, ehe der eingewechselte Ken Ilsö (78.) sowie Marcel Maltritz (84.) noch für die Entscheidung zugunsten der Hausherren sorgten.

Allerdings taten sich die Bochumer vor 13.797 Zuschauern lange Zeit schwer. Das von ihrem Trainer Peter Neururer angekündigte "Offensiv-Spektakel" setzten sie erst spät um. In der ersten Hälfte ließen die Paderborner die Angriffsbemühungen des Gegners immer wieder an sich abprallen und setzten selbst auf Konter. Bis zum Tor von Aydin war von der VfL-Offensive nichts zu sehen. Doch in der Schlussphase ging es Schlag auf Schlag: Mit drei Toren in nur 13 Minuten drehte Bochum die zur Pause verlorene geglaubte Partie.

tis/DPA/DPA
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