Hertha wieder erstklassig

21. April 2013, 15:46 Uhr

Hertha BSC feiert Pierre-Michel Lasogga. Mit seinem Tor hat der Berliner Stürmer seinen Verein zurück in die Fußball Bundesliga geschossen.

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Weiß-blaue Jubelwand: Hertha-Stürmer Pierre-Michel Lasogga bejubelt mit den Berliner Anhängern den Aufstieg in die Bundesliga©

Mit seinem späten Tor hat Pierre-Michel Lasogga die Aufstiegsparty bei Hertha BSC gestartet. Die Berliner gehören ein Jahr nach dem Abstiegs-Trauma wieder zur Eliteklasse des deutschen Fußballs. Mit einem 1:0 (0:0) gegen den designierten Absteiger SV Sandhausen machte der Hauptstadtclub schon am 30. Zweitliga-Spieltag den sechsten Sprung in die Bundesliga perfekt - so früh wie nie zuvor. Mit 66 Punkten kann Tabellenführer Hertha in den ausstehenden drei Runden nicht mehr von einem direkten Aufstiegsrang verdrängt werden. "Das ist die Krönung einer überragenden Saison", sagte Manager Michael Preetz.

Vor 52.135 Fans im heimischen Olympiastadion, wo Hertha in der laufenden Saison noch nicht verlor, bestimmten die Berliner zwar klar das Geschehen, taten sich gegen den Vorletzten (23 Punkte) aber schwer. Mit eine Fünfer-Abwehrkette und einem Vierer-Abwehrriegel verteidigte Sandhausen das eigene Gehäuse. Die Chancen der Hausherren hielten sich bei bestem Fußballwetter zunächst in Grenzen. Sandro Wagner, den Trainer Jos Luhukay schon nach 25 Minuten als zweiten Stürmer brachte, scheiterte ebenso an SV-Torwart Michael Langer (25.) wie Änis Ben-Hatira (81.). Ronny donnerte einen Freistoß neben das Tor (66.). Als Adrian Ramos an den Pfosten köpfte, staubte Einwechselspieler Lasogga zur Entscheidung ab (85.).

Braunschweig muss warten

Trotz einer Enttäuschung ist auch Eintracht Braunschweig der Rückkehr in die Fußball-Bundesliga einen kleinen Schritt näher gekommen. Das Team von Trainer Torsten Lieberknecht musste sich im Zweitliga-Heimspiel gegen Erzgebirge Aue mit einem 1:1 (1:0) zufriedengeben. Vor 20.500 Zuschauern reichte das Tor von Mirko Boland (39.) am Sonntag nicht zum Sieg. Aue glich durch Oliver Schröder (80.) aus und hatte sogar Chancen für drei Punkte. Jan Hochscheidt (64.) scheiterte mit einem Handelfmeter an Eintracht-Keeper Marjan Petkovic. Boland und Aues Verteidiger Tobias Nickenig sahen jeweils wegen Handspiels die Rote Karte.

Das Unentschieden verdarb etwas die Partystimmung auf den Rängen. Die Niedersachsen können dennoch bereits am kommenden Freitag mit einem Sieg in Ingolstadt den ersehnten Aufstieg nach 28 Jahren endgültig perfekt machen. Die ersatzgeschwächten Gäste, bei denen Kapitän Rene Klingbeil, Thomas Paulus und Kevin Pezzoni gesperrt waren, verdienten sich mit einer taktisch starken Leistung einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf. Vor allem im zweiten Durchgang war Aue stärker als der Aufstiegsanwärter, der deutlich abbaute.

Dresden macht Druck

Dynamo Dresden hat im Endspurt um den Klassenverbleib einen wichtigen Heimsieg gefeiert. Die Sachsen bezwangen am Sonntag im Ost-Duell den FC Energie Cottbus mit 1:0 (0:0) und festigten mit 31 Punkten Relegationsplatz 16. Vor 29.153 Zuschauern im ausverkauften "Glücksgas-Stadion" machte der nach der Halbzeit eingewechselte Pavel Fort (53.) mit seinem ersten Saisontor den siebten Saisonerfolg der Dresdner perfekt. Der Cottbuser Julian Börner (32.) sah nach einem groben Foulspiel an Filip Trojan die Rote Karte. Energie wartet damit seit fünf Spielen auf einen Sieg.

Dresden hatte schnell Vorteile, konnte diese aber zunächst nicht nutzen. Denn beim entscheidenden Zuspiel und im Torabschluss fehlte die letzte Präzision. Trotz der Dezimierung kämpfte Energie verbissen weiter. Doch auch nach der Pause war Dresden am Drücker. Nach einer Flanke von Trojan und Kopfballverlängerung von Tobias Müller setzte sich Fort gekonnt durch. Dresden spielte nun kombinationssicherer als in Hälfte eins, die Durchschlagskraft fehlte aber nach wie vor. In der 88. Minute scheiterte Sebastian Schuppan zudem mit einem umstrittenen Foulelfmeter an Energie-Keeper Thorsten Kirschbaum.

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