Die Ermittlungen der Bochumer Staatsanwalt führen nach einem Medienbericht jetzt sogar in die erste Fußball-Bundesliga. Ein ehemaliger Profi soll demnach unter Verdacht stehen.
Schlecht gespielt und trotzdem gewonnen: Der FC Bayern München ist nach einem glücklichen 2:1-Erfolg über Borussia Mönchengladbach endgültig zurück in der Spitzengruppe der Bundesliga. Eine Standardsituation entschied die Partie.
Also doch: Der frühere Osnabrücker Fußballprofi Marcel Schuon hat in einer Aussage bei der Bochumer Staatsanwaltschaft die Absicht zu Spielmanipulationen in zwei Partien der Zweiten Bundesliga eingeräumt. Konkret verschoben haben will er die Spiele aber nicht.
Während der FC Bayern sich dank eines 3:0-Sieges bei Hannover 96 allmählich gewohnten Tabellenregionen der Fußball-Bundesliga näherte, unternahmen die Niedersachsen am ersten Advent einen großen Schritt zurück in den Alltag. Doch so leicht lässt sich die Betroffenheit über den Tod von Robert Enke zwei Wochen nach der Trauerfeier im Stadion nicht verdrängen. Von Frank Hellmann, Hannover
Die Bayern halten Anschluss an die Spitze: Mit einem ungefährdeten 3:0-Sieg gegen Hannover kletterte das Team von Trainer Louis van Gaal auf den vierten Tabellenplatz. Tabellenführer ist wieder Bayer Leverkusen, die mit einem überragenden Stefan Kießling desolate Stuttgarter abschossen.
Werder Bremen hat durch einen Treffer in der Nachspielzeit ein Remis gegen Wolfsburg erkämpft und ist vorerst Tabellenerster. Der HSV gab eine Führung gegen Mainz aus der Hand und verlor einen weiteren Spieler durch eine schwere Verletzung. Schalke unterlag Mönchengladbach.
Fußball ist offenbar nicht die einzige Sportart, die vom Wettskandal betroffen ist. Nach einem Medienbericht soll die Bochumer Staatsanwaltschaft auch Spiele im Basketball und im Tennis untersuchen. Beim SSV Ulm sollen Partien der aktuellen Saison manipuliert worden sein.
Er polarisiert wie kein Zweiter und pendelt zwischen den Extremen. Hier Choleriker mit rotem Kopf, dort Analytiker mit festem Blick. Am Abend beendet Uli Hoeneß seine 30-jährige Dienstzeit als Manager des FC Bayern München. Von Patrick Strasser, München
Nach Luca Tonis öffentlicher Klage über sein mieses Verhältnis zu Louis van Gaal hat der Bayern-Coach den Stürmer suspendiert. Somit fehlt der Italiener im Champions-League-Spiel der Münchener am Abend gegen Haifa für das auch Miro Klose passen muss. Unterdessen hat Sportdirektor Nerlinger den Druck auf van Gaal massiv erhöht.
Tief im Ruhrgebiet soll über Jahre hinweg ein Ring aus Erpressern und Wettbetrügern deutsche Fußballspiele manipuliert haben. Ein Ortstermin im Epizentrum des deutschen Wettskandals. Von Frank Gerstenberg und Christian Parth, Herten
Luca Toni möchte sofort weg aus München. Der Grund: sein zerrüttetes Verhältnis zum Trainer. Im italienischen Fernsehen hat der Stürmer jetzt gegen Louis van Gaal nachgelegt. Alles habe seine Grenzen, sagte Toni. Uli Hoeneß sprach dem Coach unterdessen eine halbe Jobgarantie aus.
Zwei Teams in der Krise: Nach dem Remis im Spitzenspiel gegen Bayer Leverkusen verabschiedeten die Bayern-Fans ihre Mannschaft mit einem gellenden Pfeifkonzert. Schlimmer lief es für den HSV. Die stark ersatzgeschwächten Norddeutschen verloren gegen Bochum - und bekamen ebenfalls Pfiffe zu hören.
Werder Bremen hat mit einem Kantersieg gegen Freiburg vorerst die Tabellenspitze erobert. Schalke gewann gegen Hannover und liegt nur einen Punkt dahinter. Hoffenheim nahm desolate Kölner auseinander. Dortmund und Mainz lieferten eine schwache Nullnummer ab.
Uli Hoeneß redet sich manchmal in Rage. So tat er es auch in einem Interview, in dem er gegen den Spielerberater Roman Grill loslederte und dessen Klienten Piotr Trochowski schwer beleidigte. Jetzt hat sich Hoeneß bei dem HSV-Spieler entschuldigt.
Nach der Schelte vom Wochenende hat Karl-Heinz Rummenigge Philipp Lahm nun Rückendeckung gegeben. Er sei überzeugt davon, dass Lahm in Zukunft das Kapitänsamt beim Rekordmeister übernehmen werde, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bayern.
Die 36 Vertreter der deutschen Bundesliga-Vereine haben sich mehrheitlich für den Erhalt der "50+1 Regel" ausgesprochen. Investoren dürfen somit keine Mehrheitseigner von Bundesligaclubs werden.
Heute entscheidet die DFL-Mitgliederversammlung über die Aufhebung der 50+1 Regel. Hannovers Präsident Martin Kind hatte die Abstimmung beantragt. Er muss allerdings mit einer Niederlage rechnen. Die meisten Vereine der Bundesliga sind gegen eine Mehrheitsbeteiligung von Investoren.
Philipp Lahm hat sich mit dem Vorstand des FC Bayern München ausgesprochen und sich für sein Vorgehen entschuldigt. Die Unstimmigkeiten seien beigelegt worden, verkündete der Verein. Die Probleme aber bleiben.
Michael Ballack hat sich zur massiven Kritik von Philipp Lahm an den Bayern-Bossen geäußert. Der Kapitiän der Nationalmannschaft hat Verständnis für die Äußerungen, hält sie aber für gefährlich. Franz Beckenbauer geht mit Lahm hart ins Gericht.
Nach seiner öffentlichen Kritik an Verein und Mitspielern sieht stern.de-Kolumnist Stefan Effenberg harte Zeiten auf Bayerns Philipp Lahm zukommen. Dabei gibt Effe dem Verteidiger in manchen Punkten sogar recht.
Und wieder auf der Suche: Bundesligist Hamburger SV muss erneut Ausschau nach einem Sportlichen Leiter halten. Urs Siegenthaler sagte kurzfristig ab - dem Deutschen Fußball-Bund zuliebe mehr...
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