4. Januar 2013, 17:41 Uhr

Holtby sucht sein Glück im Vaterland

Das hat sich angedeutet: Schalke-Profi Lewis Holtby verlässt die Königsblauen und wechselt im Sommer in die englische Premier League. Tottenham Hotspur bestätigte am Nachmittag den Transfer.

Holtby, Schalke, Tottenham

Lewis Holtby verlässt im Sommer den FC Schalke 04©

Lewis Holtby sucht das neue Glück im Land seines Vaters. Der 22 Jahre junge Fußball-Profi verdient sein Geld ab kommenden Sommer in England bei Tottenham Hotspur. Wie der Premier-League-Club auf seiner Homepage bekanntgab, habe man sich mit Holtby auf ein Engagement geeinigt. Vertragsdetails wurden zunächst nicht bekannt, die medizinischen Tests auf der Insel stehen ebenfalls noch aus.

Holtby schwärmt für Premier League

Schon seit Tagen wurde kräftig über den neuen Arbeitgeber für den dreimaligen deutschen Nationalspieler spekuliert, nachdem der zunächst ein Verlängerungsangebot seines aktuellen Clubs Schalke 04 ausgeschlagen und seinen Abschied aus Gelsenkirchen angekündigt hatte. Die "Spurs" rangieren derzeit in der englischen Liga auf dem dritten Tabellenrang.

"Es ist ja bekannt, dass ich für die Premier League schwärme und es mein Traum ist, dort einmal zu spielen", hatte Holtby schon mehrmals verkündet. Sein Vater Chris ist Engländer, der als Soldat in Deutschland stationiert war. Auch der FC Liverpool und der FC Arsenal waren als neue Clubs für den Sohn und Everton-Fan im Gespräch.

Neuigkeit in Doha

Die Schalker Kollegen erfuhren im Trainingscamp in Doha von Holtbys Plänen. "So wie ich ihn kenne, wird er sich bis zum Ende aufopfern für die Mannschaft", hatte Nationalmannschafts-Mitspieler Benedikt Höwedes erklärte, bevor die "Spurs" das Geheimnis lüfteten. "Wir haben uns gewünscht, dass Lewis seine Zukunft auch über die Spielzeit hinaus beim FC Schalke 04 sieht", hatte Schalkes Sportvorstand Horst Heldt schon vor Katar den ablösefreien Abgang kommentiert. Offenbar lockte Tottenham mit einem lukrativeren Paket.

Holtby war 2011 zum Revierclub zurückgekehrt und zum Stammspieler gereift. Bei der U 21-Nationalmannschaft, die sich für die EM-Endrunde 2013 in Israel qualifiziert hat, zeigte er überragende Leistungen. Heldt glaubt nicht, dass die Entscheidung Einfluss auf Holtbys Leistung haben wird. "Wir sind uns sicher, dass er bis zum letzten Spieltag der Saison alles dafür geben wird, zum sportlichen Erfolg unserer Mannschaft seinen Beitrag zu leisten", hatte der Manager schon vor Holtbys Ja zu Tottenham erklärt.

Holtby, der vor seiner zweiten Schalker Zeit für den FSV Mainz 05, den VfL Bochum und Alemannia Aachen gespielt hatte, absolvierte bislang 97 Bundesligaspiele und erzielte dabei 15 Tore. In der U 21 ist er mit elf Treffern bester Torschütze.

DPA
 
 
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