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4. September 2008, 11:17 Uhr

Podolski bietet Hoeneß die Stirn

Der Stürmer-Streit bei den Bayern schwelt weiter: Lukas Podolski hat sich jetzt gegen die öffentliche Schelte von Uli Hoeneß zur Wehr gesetzt - "jammern" lasse er sich nicht nachsagen. Der unzufriedene Stürmer hält es mittlerweile für einen Fehler, zu den Bayern gegangen zu sein.

Zoff in München: Lukas Podolski hält seine Entscheidung für die Bayern mittlerweile für einen Fehler© Oliver Lang/DDP

Bayern-Manager Uli Hoeneß hatte Podolski anfang der Woche im bayerischen Fernsehen vorgeworfen, er solle "sich jetzt auf seinen Job konzentrieren und aufhören, in der Ecke zu jammern, schlecht gelaunt zu sein und über seine so schwierige Situation zu lamentieren".

Podolski holte jetzt zum verbalen Gegenschlag aus. "Jammern" lasse er sich nicht nachsagen, sagte er der "Süddeutschen Zeitung." Noch harscher fiel seine Antwort auf die Frage der "Bild"-Zeitung aus, ob er noch einmal bei den Bayern unterschreiben würde. "Wenn ich wüsste, dass es dann wieder so läuft wie jetzt gerade, dann nicht. Nein, noch mal würde ich dann nicht unterschreiben". Da glaubt einer offensichtlich nicht mehr an seine Chance, Stammspieler zu werden.

Podolski denkt über Wechsel im Winter nach

Nachdem in den vergangenen Wochen ein Wechsel zu seinem alten Club 1. FC Köln immer wieder ein Thema gewesen ist, will sich Podolski die Möglichkeit offen halten, im Winter den Rekordmeister zu verlassen: "Wenn es so weiter geht, dann muss ich mir im Winter Gedanken machen."

Der 23-Jährige ist offentsichtlich nicht mehr bereit, das Reservisten-Dasein auf der Bayern-Bank hinzunehmen. Vor zwei Jahren war Podolski für eine Ablösesumme von rund zehn Millionen Euro vom 1. FC Köln zum FC Bayern München gewechselt, konnte sich bisher aber nicht durchsetzen. Mittlerweile macht er aus seinem Frust keinen Hehl mehr und fordert mehr Einsätze. Trainer Jürgen Klinsmann hat allerdings klar gemacht, dass er Podolski in der Herausforderer-Rolle sieht. Luca Toni ist gesetzt, und an Klose hält Klinsmann trotzt dessen mäßiger Leistungen fest.

Beschwichtigend schaltete sich Franz Beckenbauer in den Streit ein. Der Bayern-Präsident äußerte Verständnis für die Kritik von Hoeneß. Gleichzeitig betonte er, dass er von den Fähigkeiten und dem Potenzial des jungen Nationalstürmers überzeugt sei. "Ich glaube an Lukas Podolski und weiß, dass er absolut das Zeug dazu hat, sich hier auch gegen Klose und Toni durchzusetzen".

SID/tis
 
 
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