Florenz-Spiel entscheidet über Ribérys Vertrag

23. Februar 2010, 17:28 Uhr

Uli Hoeneß sieht das Achtelfinal-Rückspiel des FC Bayern in der Champions League gegen den AC Florenz als Knackpunkt für die Vertragsverlängerung von Superstar Franck Ribéry an. "Wenn wir da weiterkommen, und Franck gut spielt - dann haben wir gute Chancen", sagte der Bayern-Präsident.

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Bleibt er, oder geht er? Superstar Franck Ribéry (l) zusammen mit Bayern-Präsident Uli Hoeneß©

Der Einzug ins Viertelfinale der Champions League soll dem FC Bayern München im Vertrags-Poker um Franck Ribéry in die Karten spielen. "Wenn wir da weiterkommen, ein souveränes Spiel machen, Franck gut spielt und er das Gefühl hat, dass es eine Perspektive gibt - dann haben wir gute Chancen", sagte Bayern- Präsident Uli Hoeneß mit Blick auf das Achtelfinal-Rückspiel am 9. März beim AC Florenz, "wenn wir aber 0:3 verlieren, glaube ich nicht, dass er bleibt". Das Hinspiel gegen Florenz hatte der deutsche Fußball-Rekordmeister mit 2:1 gewonnen.

Die Verhandlungen mit Ribéry über eine vorzeitige Verlängerung seines noch bis Saisonende 2011 gültigen Vertrag wollen die Bayern erst nach der Partie in Florenz führen. "Danach wissen wir mehr", sagte Hoeneß am Montagabend auf dem Sportbusiness-Kongress in München, wo er für sein Lebenswerk mit dem Ehrenpreis des Fachmagazins "Sponsors" ausgezeichnet wurde. Ein Ausscheiden in der Champions League fürchtet Hoeneß nicht. Florenz habe im Hinspiel zwar "taktisch stark gespielt, aber vom Hocker haben sie mich nicht gerissen. Warum sollten wir Angst haben? Wir haben doch gewonnen".

Im Titelrennen mit Bundesliga-Spitzenreiter Bayer Leverkusen sieht der Bayern-Präsident seine Mannschaft deutlich im Vorteil. "Wir müssen nur geduldig bleiben", sagte Hoeneß, "ich bin zuversichtlich, dass wir deutlich deutscher Meister werden. Wann wir Erster werden, ist mir nicht so wichtig. Wichtig ist, dass wir es nach dem 34. Spieltag sind". Obwohl die Bayern nicht mehr so spektakulär gespielt hätten, herrsche keine Unruhe, so Hoeneß, "es konnte ja nicht so weiter gehen, dass wir immer noch einen draufsetzen".

Der Wutausbruch von Trainer Louis van Gaal nach dem 1:1 im Derby beim 1. FC Nürnberg am vergangenen Samstag fand bei Hoeneß Beifall: "Es hat mir sehr gefallen, wie er die Mannschaft verteidigt hat, das hat mich ein bisschen an mich erinnert. Nach dem Spiel ist natürlich das Adrenalin da. Der erste Reflex ist, die Spieler zu schützen. Und über weite Strecken hatte Louis ja auch recht, was ich so am Fernseher mitbekommen habe." Wegen eines leichten Gichtanfalls hatte Hoeneß auf den Stadionbesuch in Nürnberg verzichten müssen.

DPA/feh

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