Doll schmeißt hin

19. Mai 2008, 15:56 Uhr

In Dortmund überschlagen sich die Ereignisse. Trainer Thomas Doll hat BVB-Geschäftsführer Watzke und Sportdirektor Zorc seinen Rücktritt angeboten. Die Clubführung nahm sein Angebot an. Der BVB landete am Ende dieser Saison nur auf Platz 13. Ein Nachfolger wird auch schon gehandelt.

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Thomas Doll will nicht mehr, der Trainer hat beim BVB hingeworfen©

Zwei Tage nach dem letzten Saisonspiel in der Fußball-Bundesliga haben sich Borussia Dortmund und Trainer Thomas Doll getrennt. Wie der Verein offiziell erklärte, hat der 42-Jährige nach eingehender Saison-Analyse im Gespräch mit BVB-Geschäftsführer Hanz-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc am Montag selbst seinen Rücktritt angeboten. Dieses Angebot habe man angenommen, so der BVB. "Von seiner Arbeit bleibt, dass Thomas Doll dem BVB im letzten Jahr souverän den Klassenerhalt gesichert hat und dass er durch das Erreichen des DFB-Pokalfinales dem Club für die kommende Saison die Teilnahme am UEFA-Cup ermöglicht hat", sagte Watzke.

Doll war seit dem 13. März 2007 Cheftrainer beim BVB war und besaß noch einen Vertrag bis 2010. Wer in der kommenden Saison Trainer beim BVB wird, ist nicht bekannt. In der vorigen Spielzeit 2006/2007 hatte Doll als Nachfolger von Jürgen Röber, der in der Winterpause Bert van Marwijk abgelöst hatte, vor dem Abstieg gerettet. In dieser Bundesliga-Saison aber blieben die Borussen, die mit 62 Gegentoren die meistem aller Erstligisten kassierten, weit hinter den Erwartungen zurück und kamen am Ende nur auf den 13. Platz.

Den Angaben zufolge soll Doll eine Abfindung von rund 500.000 Euro erhalten. Der ehemalige Trainer des Hamburger SV ist nach Petrik Sander (Energie Cottbus), Ernst Middendorp (Arminia Bielefeld), Hans Meyer (1. FC Nürnberg) und Mirko Slomka (Schalke.04) der fünfte Trainer, der in dieser Saison seinen Stuhl räumte.

In Dortmund verdichten sich unterdessen die Anzeichen, dass möglicherweise Jürgen Klopp das frei gewordene Traineramt übernehmen könnte. Klopp hatte im Fall des Mainzer Nichtaufstiegs angekündigt, den Zweitliga-Club zu verlassen. Die 05-er verpassten am Wochenende trotz eines 5:1-Erfolges über St. Pauli die sofortige Rückkehr ins Oberhaus. DPA/kbe

 
 
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KOMMENTARE (3 von 3)
 
Perof (19.05.2008, 21:14 Uhr)
Schade
Schade das Doll schon gegangen ist.
Ich glaube, er hat eine Mission.
Er muß einen renommierten Club in die zweite Liga führen. In Dortmund und Hamburg ist er damit ganz knapp gescheitert.
Talente wie Sebastian Tyrala werden jetzt sicherlich aufatmen. Unter einem neuen Übungsleiter "Kloppo" beispielsweise, wird der Junge sicherlich wieder eine Chance erhalten.
Schnurmel (19.05.2008, 17:39 Uhr)
Raus !!!!!
Jetzt ist er endlich weg!!!
Der BVB hat bei der Trainerwahl im Frühjahr 2007 die dritte Wahl genommen, nachdem die favorisierten Lehrer abgesagt hatten. MIT DRITTER WAHL KANN MAN AUCH NUR IM LETZTEN DRITTEL LANDEN!!!
Hoffentlich berücksichtigt die Vereinsführung den hundertsten Geburtstag des BVB im nächsten Jahr bei der Verpflichtung eines nicht drittklassigen Trainers. Sonst steht im nächsten Jahr Niemandem der Sinn nach feiern.
Zur Sicherheit sollte Herr Zorc auch das Handtuch werfen. Er hat dem Verein als Spieler besser gedient.
albundy69 (19.05.2008, 17:08 Uhr)
Wo hat was geschafft ?????
Kann mir irgendjemand aus dieser illusteren Runde mal sagen was diese weinerliche Typ bislang als Trainer fertiggebracht hat. Im Hamburg ging es besser.....als er weg war. In Dortmund wird sich das Blatt auch jetzt wenden. Ihm den UEFA-Cup-Einzug gutgute zu halten ist wohl etwas arg geschmeichelt. Das war bloss Zugabe.
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