Mobile Ansicht
Wechseln Sie für eine bessere
Darstellung auf die mobile Ansicht
Weiterlesen Mobile Ansicht
HOME

Twitter-Attacke auf Bayern-Bosse

Der Brasilianer Breno soll sich angeblich via Twitter über den FC Bayern beklagt haben. Der Rekordmeister prüft den Vorfall - er wäre bei Echtheit ein erstaunliches Zeichen von Undank des Brasilianers.

  Muss sich zunächst über die zweite Mannschaft wieder herankämpfen: Bayerns Breno

Muss sich zunächst über die zweite Mannschaft wieder herankämpfen: Bayerns Breno

Eine angebliche Unmutsäußerung von Fußball-Profi Breno über seine Situation beim FC Bayern München sorgt für Wirbel. Der 22 Jahre alte Abwehrspieler soll sich beim Internetdienst Twitter heftig über den Tabellenführer der Bundesliga beklagt haben. "Was für eine Phase ich durchmache. Bayern macht eine Sauerei mit mir", heißt es in der Übersetzung der Kurznachricht aus dem Portugiesischen, die unter dem Account "Breno Borges@Breshow02" verbreitet wurde.

Der deutsche Rekordmeister reagierte sehr zurückhaltend und auch mit einer gewissen Skepsis auf die erstaunliche Twitter-Botschaft. Man wolle zunächst prüfen, ob der betreffende Account tatsächlich Breno gehöre und der Brasilianer für diesen Fall die Nachricht auch selbst verfasst habe, erklärte Mediendirektor Markus Hörwick am Montag. Der Verein hat den nach wie vor unter dem Verdacht der schweren Brandstiftung stehenden Südamerikaner schließlich zuletzt bei seinen privaten Problemen erheblich unterstützt. Er sorgte unter anderem dafür, dass Breno aus der Untersuchungshaft entlassen wurde und auch mit ins Winter-Trainingslager nach Katar reisen durfte.

Breno gehörte am Sonntag nicht zum Kader des Herbstmeisters beim letzten Testspiel vor dem Rückrundenstart beim Drittligisten Rot-Weiß Erfurt (4:0). Stattdessen kam er tags zuvor in der zweiten Mannschaft beim 1:1 im Testspiel bei Wacker Burghausen über 90 Minuten zum Einsatz. Das soll ihm angeblich missfallen haben. "Ich möchte nichts Schlechtes über Bayerns B-Mannschaft sagen, aber ich bin auf dem Weg zu einem Freundschaftsspiel mit dem B-Team", zwitscherte Breno. Der Einsatz in der zweiten Mannschaft sei jedoch zwischen Trainer Jupp Heynckes und dem Spieler abgestimmt gewesen, berichtete Hörwick.

Vertrag läuft aus

Der vor vier Jahren für zwölf Millionen Euro verpflichtete Innenverteidiger Breno hat in dieser Saison noch kein Pflichtspiel für den FC Bayern bestritten. Nach einer langwierigen Knieverletzung hat er erst zu Jahresbeginn wieder Anschluss gefunden. Ansprüche kann er darum kaum stellen. Trainer Jupp Heynckes hatte Breno bescheinigt, im Trainingslager "gut gearbeitet" zu haben. "Er ist wieder voll in der Gruppe", sagte Heynckes.

Brenos Vertrag läuft am Saisonende aus. Seine sportliche Zukunft ist offen, auch der Ausgang im Fall seines Hausbrandes Ende letzten Jahres. Eine Vertragsverlängerung sei aktuell "nicht das Thema", hatte Sportdirektor Christian Nerlinger in Katar gesagt: "Breno muss jetzt sportlich die nächsten Schritte machen."

Heynckes hatte betont, dass Breno erst einmal wieder "in den täglichen Trainingsprozess integriert" worden sei: "Nach seiner langen Verletzungspause braucht er Wettkampfpraxis." Breno hat in den deutschen Nationalspielern Holger Badstuber und Jérome Boateng sowie dem Belgier Daniel van Buyten starke Konkurrenz im Abwehrzentrum vor sich.

kbe/DPA/DPA
täglich & kostenlos
Täglich & kostenlos

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Partner-Tools