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Guardiolas Einlauf für Joshua Kimmich - und wie er ihn rechtfertigte

Fast die ganze Liga hatte auf einen Dortmunder Sieg über die Bayern gehofft - leider vergebens. Zwei Spieler waren besonders ehrlich - ernteten aber unterschiedliche Reaktionen. Der 25. Bundesliga-Spieltag im stern-Check.

Nach dem Bundesliga-Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund nahm sich Pep Guardiola Youngster Joshua Kimmich vor

Nach dem Bundesliga-Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund nahm sich Pep Guardiola Bayern-Youngster Joshua Kimmich vor

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Dass der alte Mann sowas noch kann! Claudio Pizarro von Werder Bremen nahm den Ball mit der Brust an, drehte sich im Hannoveraner Strafraum zum Tor und drosch den Ball an 96-Torhüter Ron-Robert Zieler vorbei zum 2:0 ins Tor. Es war Pizarros 100. Tor für Werder - damit könnte er bald Rekordtorschütze der Bremer werden. Noch hält Marco Bode mit 101 Treffern den Rekord. Doch der hat schon mit knapp 33 Jahren seine Karriere beendet. Pizarro dagegen ist inzwischen 37  - und hängt womöglich noch ein weiteres Jahr dran.

Gewinner des Tages

Sogar der gegnerische Trainer Dieter Hecking war voll des Lobes für den Gladbacher Patrick Herrmann: "Das war Fairplay, wie man es sich wünscht". Herrmann war beim Spiel gegen den VfL Wolfsburg mit Torwart Koen Casteels zusammengerasselt und im Wolfsburger Strafraum liegengeblieben. Sein Mitspieler Thorgan Hazard kam an den Ball, schoss aufs Tor - und traf Herrmanns Hacke. Von dort prallte der Ball ins Toraus.

Schiedsrichter Daniel Siebert entschied auf Ecke für Gladbach, fragte aber wegen heftiger Proteste bei Herrmann nach. Und der antwortete offenbar wahrheitsgemäß, den Ball berührt zu haben. Und so gab es keinen Elfmeter und keinen Eckstoß, sondern Abstoß vom Wolfsburger Tor. Herrmanns Antwort ist bei dem in der Bundesliga längst üblichen Reklamieren, Schauspielern und Lamentieren aller Ehren wert.

Aufreger des Tages

Ist Zlatko Junuzovic nun ehrlich oder dreist? Der Spieler von Werder Bremen kassierte im Spiel gegen Hannover 96 seine fünfte Gelbe Karte und fehlt damit im nächsten Spiel. So weit, so gewöhnlich. Dass er sich allerdings hinstellt und sagt, die Karte habe er sich absichtlich und entsprechend einer Absprache geholt, ist ein Novum. Offensichtlich will Junuzovic bei der zu erwartenden Niederlage gegen Bayern München nicht auf dem Platz stehen. Auch sein Teamkollege Clemens Fritz handelte sich eine überflüssige Gelbe Karte ein - seine zehnte. Auf die Frage, ob das der Darmstadt-Trick sei, sagte er grinsend: "Natürlich nicht. Die Allianz-Arena ist immer toll." Zuletzt hatten fünf Spieler von Darmstadt 98 ihr Spiel in München wegen Gelber Karten verpasst.

Werder-Trainer Viktor Skripnik war gar nicht zum Grinsen zumute. "Ich weiß nicht, was die Spieler untereinander absprechen, aber wenn sie für sich entscheiden, sich eine Sperre zu holen, halte ich das für falsch", sagte der Coach. "Ich habe in der Kabine schon ein paar kritische Worte für Zladdi gefunden." Er sei "echt sauer", sagte der Coach. Mit seiner Kritik steht Skripnik nicht alleine: Junuzovic und Fritz droht nach den wohl absichtlich eingehandelten Gelbsperren eine Strafe des Deutschen Fußball-Bundes. Der DFB-Kontrollausschuss werde am Montag Ermittlungen gegen die beiden Werder-Spieler wegen unsportlichen Verhaltens aufnehmen, bestätigte der Verband am Sonntag.

Verlierer des Tages

Wohl alle deutschen Fußballfans - mit Ausnahme der Bayern und der Schalker - haben im Spitzenspiel Borussia Dortmund die Daumen gedrückt. Vielleicht, ganz vielleicht, würde im Titelrennen ja doch noch einmal Spannung aufkommen. Denn mit einem Sieg wäre der BVB bis auf zwei Punkte an die Münchener herangekommen. Doch am Ende hielten die Bayern die Dortmunder auf Abstand und zerschlugen alle Hoffnungen der meisten Fußball-Fans. Aber machen wir uns auch nichts vor: Als Tabellenzweiter hat der BVB inzwischen 15 Punkte Vorsprung auf Tabellenplatz drei. Echte Spannung kommt in dieser Saison eh nicht mehr auf.

Bild des Tages

Kurz nach dem Abpfiff des Spitzenspiels gegen Borussia Dortmund schnappte sich Bayern-Trainer Pep Guardiola seinen jungen Abwehrspieler Joshua Kimmich und redete - Gesicht an Gesicht -auf ihn ein. Was aussah, als würde Guardiola mit dem Talent schimpfen, muss wohl eher eine Art Liebeserklärung gewesen sein. Jedenfall schwärmte Guardiola später von dem 21-Jährigen: "Ich habe ihm gesagt, dass er einer der besten
Innenverteidiger der Welt ist. Aber nicht nur das, er kann überall
spielen", klärte Guardiola später schmunzelnd auf. "Er hat Herz, er hat Leidenschaft, er hat alles." Kimmich selbst gestand, nicht jedes Wort von Giardiolas Redeschwall verstanden zu haben. Und irgendwie klang es bei Kimmich auch nicht so, als sei er auf dem Platz überschwänglich gelobt worden: "Er kritisiert öfter. Er ist einfach nie zufrieden, will immer das Maximale herausholen", sagte der 21-Jährige. Das sei auch gut, "damit man sich immer weiter verbessert".

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