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Wie sich Rummenigge mit skurrilen Aussagen lächerlich macht

Sportlich gab es am Bundesliga-Wochenende wenig überraschendes. Dafür aber ein tragisches Ereignis beim Heimspiel des BVB und skurrile Aussagen vom Bayern-Boss.

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge: "In meinem Verständnis sind Richter neutrale Organe. Das DFB-Sportgericht sollte nicht auf Grundlage eines einzelnen Falls mögliche Schlüsse zum Nachteil eines unbeteiligten Dritten andeuten."

So liefen die Spiele

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Aufreger des Tages

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge griff am Rande des 5:0-Sieges des FC Bayern über Bremen den zuständigen DFB-Sportrichter an, der die beiden Bremer Gelbschummler Junuzovic und Fritz mit Geldstrafen belegt hatte - und das ohne erkennbaren Grund. Ihm habe es "missfallen", dass der Richter den Rekordmeister mit der Aktion in einen Zusammenhang gezogen habe. Wie man es nicht mit dem FC Bayern in Zusammenhang bringt, wenn sich zwei Spieler absichtlich gelbe Karten holen, um gegen eben jenen Verein nicht zu spielen, bleibt wohl sein Geheimnis. Auf der Vereinshomepage warf Rummenigge dem Richter vor, den FC Bayern diskreditiert zu haben und unterstellte ihm, nicht neutral zu sein. Er solle "vorsichtig sein", drohte Rummenigge.

Der Richter aber hatte den FC Bayern nie kritisiert oder angegriffen, sondern nur gesagt: "Wenn das alle (...) so machen und gegen Bayern München aussetzen, dann führt das automatisch dazu, dass Bayern München in der Bundesliga regelmäßig gegen schwächere Mannschaften zu spielen hat. Das kann nicht im Sinne des Wettbewerbs sein." Für den Bayern-Boss waren in diesem Statement wohl die Worte "Bayern München" und "nicht im Sinne des Wettbewerbs" zu dicht beieinander. Da kann man den restlichen Inhalt schon mal vernachlässigen und sich ein bisschen aufregen.

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Raffael wird nach dem Treffer von seinen Mitspielern gefeiert

Raffael wird nach dem Treffer von seinen Mitspielern gefeiert


Das 2:0 von Borussia Mönchengladbach gelang Stürmer Raffael mit einem Kunstschuss. Nach einer missglückten Abwehr des herauseilenden Frankfurter Schlussmannes Wiedwald schaltete der Brasilianer am schnellsten und schlenzte das Spielgerät aus rund 40 Metern gefühlvoll ins verwaiste Tor der Gäste.

Gewinner des Tages

Der Videobeweis. Mit jeder weiteren haarsträubenden Fehlentscheidung der Saison werden die Forderung nach ihm lauter - und irgendwann wird er kommen. Probeweise könnte die Bundesliga bereits ab der nächsten oder übernächsten Spielzeit die Technik testen. Über eine entsprechende Bewerbung wird noch entschieden. Beim Spiel Darmstadt gegen Augsburg hatte der Referee erst ein Tor für die Gäste ohne erkennbaren Grund nicht gegeben und danach eine wahnwitzigen Foulelfmeter gegen die Hausherren gepfiffen.

Verlierer des Tages

Für Kevin Großkreutz ist die Saison gelaufen. Der Stuttgarter Flügelverteidiger zog sich beim sehenswerten 3:3 gegen Ingolstadt einen Muskelbündelriss im rechten Oberschenkel zu. Nachdem Großkreutz bei seinem Herzensklub BVB aufs Abstellgleis gestellt, inklusive Transferpanne nach Istanbul verkauft und dort nicht glücklich geworden war, hatte er sich beim VfB sehr gut eingefunden, war auf Anhieb zur Stammkraft avanciert. Nun wird er der dem immer noch abstiegsbedrohten Klub in der wichtigen Saisonschlussphase fehlen.

Bild des Tages

Die Anhänger des BVB auf der Südtribüne halten ihre Schals hoch und schmettern das Lied "You´ll never walk alone"

Die Anhänger des BVB auf der Südtribüne halten ihre Schals hoch und schmettern das Lied "You´ll never walk alone". Die Zuschauer gedenken so eines während des Spiels verstorbenen Fans. Der Tod des 80-Jährigen durch einen Herzinfarkt hatte den 2:0-Heimsieg des BVB gegen Mainz 05 überschattet. Bereits während des Spiels hatte sich der Fall herumgesprochen. Fans beider Lager reagierten mit Zurückhaltung und respektvoller Stille.


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