Huub Stevens kann aufatmen

25. Oktober 2003, 18:54 Uhr

Luizao hat Trainer Huub Stevens von Hertha BSC Berlin noch einmal vor der drohenden Arbeitslosigkeit gerettet. Der Brasilianer schaffte den 1:0-Treffer in Rostock. Stuttgart kam gegen Wolfsburg zu einem späten 1:0-Erfolg.

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Der Rostocker Gabriel Melkam und die Berliner Spieler Arne Friedrich (Mitte vorn) und Luizao (M. hinten) im Kampf um den Ball, der Berliner Fredi Bobic (l.) verfolgt die Szene.©

Ein fast schon ausgemusterter Weltmeister hat Huub Stevens vorerst den Trainer-Job bei Hertha BSC gerettet. Der Brasilianer Luizao schoss die Berliner vor 20 000 Zuschauern im Rostocker Ostseestadion in der 31. Minute mit dem 1:0 (1:0) bei Hansa Rostock im zehnten Anlauf zum ersten Saisonsieg, der den Niederlander vorerst im Amt belässt. "Wir hoffen, dass der Bann mit dem ersten Sieg gebrochen ist. Wir haben gewonnen, nicht ich habe gewonnen. Es geht um Hertha BSC", betonte der 49-jährige Fußball-Lehrer. Stevens muss mit seiner Mannschaft allerdings auch am Dienstag beim erneuten Aufeinandertreffen im DFB-Pokal im Ostseestadion gewinnen, um das Ultimatum der Vereinsführung zu erfüllen und weiter arbeiten zu dürfen.

Stuttgart wieder an der Spitze

Der VfB Stuttgart hat in der Fußball-Bundesliga zumindest für 24 Stunden die Tabellenführung erobert. Am Samstag gelang der Mannschaft von Trainer Felix Magath ein 1:0 (0:0) über den VfL Wolfsburg. Die Stuttgarter führen die Tabelle nach 10 Spieltagen mit 24 Punkten vor Bayer 04 Leverkusen (22) und dem SV Werder Bremen (22) an, der mit dem 4:2 (3:0) beim SC Freiburg punktete. Während der bisherige Spitzenreiter aus Leverkusen gegen Borussia Mönchengladbach und auch Borussia Dortmund (19) beim VfL Bochum erst am Sonntag in das Geschehen eingreifen, rettete Hertha-Trainer Huub Stevens mit dem geforderten Auswärtssieg in Rostock (1:0) vorerst seinen Posten.

Der VfB Stuttgart benötigte drei Tage nach dem 2:0-Erfolg in der Champions League über Panathinaikos Athen lange, um die "Wölfe" knapp zu bezwingen. Der erst neun Minuten zuvor von Magath eingewechselte Joker Amanatidis rettete den Schwaben mit seinem Treffer in der 74. Minute den siebten Saisonsieg. Torhüter Timo Hildebrand blieb dabei bereits zum neunten Mal in dieser Spielzeit ohne Gegentreffer.

Bremen weiterhin auswärtsstark

Der SV Werder Bremen stellte seine Auswärtsstärke einmal mehr unter Beweis und kam im fünften Gastspiel schon zum vierten Erfolg. Der Brasilianer Ailton (14./28.) brachte die Hanseaten mit seinen Saisontreffern acht und neun auf die Siegerstraße und übernahm die alleinige Führung in der Torjägerliste. Micoud (37.) machte bereits vor der Pause alles klar für die konterstarken Norddeutschen. Zwar schaffte Iashwili (60./90.) nach der Pause noch zwei SCF-Ehrentore, doch Klasnic (65.) hatte vorher schon den Gäste-Sieg sichergestellt.

Bayern mit sicherem Heimsieg

Der FC Bayern ließ beim 4:1 (2:0) über den 1. FC Kaiserslautern nie Zweifel am vierten Heimsieg aufkommen. Nationalspieler Deisler traf schon nach 50 Sekunden per Freistoß, der an Freund und Feind vorbei ins gegnerische Netz ging. 26 Minuten später sorgte Roy Makaay mit seinem fünften Saisontor für die Vorentscheidung. Nach dem Wechsel hatte zwar der FCK mehr vom Spiel, doch Deisler (69.) brach mit dem dritten Bayern-Tor den Widerstand der Pfälzer. Zudem hielt Kahn einen Foulelfmeter von Klose (76.), der aber zwei Minuten später doch noch das 1:3 erzielte. Makaay (80.) traf noch zum Endstand.

HSV nur unentschieden

Im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Klaus Toppmöller kam der Hamburger SV trotz 2:0-Führung nur zu einem 2:2 (1:0) gegen den FC Schalke 04. Der vom Jara-Nachfolger reaktivierte Torjäger Romeo (31./68.) brachte den HSV zwar vermeintlich sich in Führung. Nach Matellans (73.) Anschlusstor begann wieder das große Zittern beim HSV, der in der 90. Minute von Glieder noch den Ausgleich kassierte.

Hannover stoppt den Abwärtstrend

Hannover 96 stoppte nach zuletzt drei Niederlagen den Abwärtstrend ein wenig durch das 1:1 (1:1) gegen 1860 München. Idrissou (34.) schoss die Gastgeber in Front, im Gegenzug konnte Weissenberger (35.) mit dem 999. Bundesliga-Treffer der «Löwen» egalisieren. Nach Platzverweisen für Gäste-Spieler Meyer (71.) und Christiansen (74.) jeweils nach Tätlichkeiten beendeten beide Teams die Partie zu zehnt.

Keller-Duell

In der Abstiegszone erkämpfte Eintracht Frankfurt mit dem 2:0 (0:0) gegen den 1. FC Köln den ersten Heimsieg und holte drei ganz wichtige Zähler. Frommer (63.) und Dragusha (80.) trafen für die Frankfurter, die das etwas bessere von zwei schwachen Mannschaften waren und in der Tabelle als 14. (8) wichtigen Boden gut machten.

 
 
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