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13. März 2007, 07:18 Uhr

Doll soll Dortmund retten

Zumindest Kummer ist er ja gewöhnt: Der erst kürzlich in Hamburg geschasste Trainer Thomas Doll soll nun offenbar Borussia Dortmund vor dem Abstieg bewahren. Medienberichten zufolge soll Doll am Morgen offiziell als neuer Coach des Traditionsclubs vorgestellt werden.

Von Hamburg nach Dortmund? Thomas Doll© Roland Magunia/DDP

Borussia Dortmund hat die Suche nach einem neuen Trainer abgeschlossen. Der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist lud am späten Montagabend zu einer außerplanmäßigen Pressekonferenz am Dienstag im Signal-Iduna-Park ein. Nach Informationen der "Ruhr Nachrichten" tritt Thomas Doll die Nachfolge des am Montag zurückgetretenen Jürgen Röber an. Doll war am 1. Februar beim Hamburger SV entlassen worden. Der 40-Jährige nahm nach Informationen der Zeitung eine bis 2008 datierte Millionen-Offerte des BVB an. Am Montagabend habe sich der Verein mit Doll und dessen Berater Wolfgang Vöge auf eine Zusammenarbeit geeinigt.

Co-Trainer des Mecklenburgers Doll soll Ralf Zumdick werden. Zumdick hatte Doll bereits beim HSV assistiert und war am Samstag bereits Zeuge der Dortmunder.0:2-Niederlage in Bochum. Zuvor hatte der frühere Bayern-Coach Felix Magath der Borussia eine Absage erteilt. Der Weltpokalsieger von 1997 hat als Tabellen-13. nur noch einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegsränge.

Röber wurde nicht der erhoffte Retter

Übergangscoach Jürgen Röber, ohnehin nur bis zum Saisonende engagiert, hatte aus Frust über die fehlende Leidenschaft seiner Bundesliga-Profis im Abstiegskampf am Montag sein Amt zur Verfügung gestellt. "In dieser schwierigen Situation geht es nicht um Personen, sondern einzig und allein um die Zukunft des BVB. Deshalb habe ich meinen Rücktritt angeboten", sagte der erst vor knapp drei Monaten am 19. Dezember als Nachfolger des Niederländers Bert van Marwijk vorgestellte Trainer.

Mit seinem Rückzug kam Röber der Vereinsführung entgegen. Denn Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportmanager Michael Zorc hatten ihre Suche nach einem vermeintlichen Retter, der den nur noch einen Punkt von der Abstiegszone entfernten Branchenriesen von einem folgenschweren Absturz in die Zweitklassigkeit bewahren soll, längst intensiviert.

Schon acht Trainer gingen vorzeitig

Die Zeit drängt nun für den neuen Trainer. Denn das Konzept der mit Uefa-Cup-Ambitionen in die Saison gestarteten Borussia, auf einen Übergangstrainer zu setzen, ist grandios gescheitert. "Spätestens nach der Niederlage in Bochum bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass in dieser Mannschaft längst nicht alle den Ernst der Lage begriffen haben", klagte Röber.

Er ist bereits der achte Erstliga-Trainer, der in dieser Saison vorzeitig seinen Stuhl räumte. In einem Interview der "Ruhr Nachrichten" machte er aus seiner Verärgerung keinen Hehl. "Ich hatte beim Training häufig ein blödes Gefühl im Magen. Und das sagte mir, schicke den einen oder anderen Spieler in die Kabine, wenn er keine Lust hat zu arbeiten. Darüber habe ich oft nachgedacht."

DPA
 
 
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