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Tüv lässt Freistoß-Spray durchfallen

Eigentlich sollte der Rasenschaum am achten Spieltag seine Bundesliga-Premiere feiern. Laut "Bild"-Zeitung wird daraus aber nichts. Grund: Der Tüv Rheinland hat etwas dagegen.

  Bitte bleiben sie zurück: Das Freistoß-Spray soll möglichst bald auch in der Bundesliga eingesetzt werden

Bitte bleiben sie zurück: Das Freistoß-Spray soll möglichst bald auch in der Bundesliga eingesetzt werden

Am Anfang wurde es verlacht, doch überraschend schnell eroberte das Freistoß-Spray während der Fußball-Weltmeisterschaft die Herzen von Spielern und Schiedsrichtern. Mitte Oktober, am achten Spieltag, sollte der Rasenschaum auch in die Bundesliga einziehen. Laut "Bild-Zeitung" (Inhalt ist kostenpflichtig) wird daraus aber nichts. Zumindest nicht so schnell. Wie das Blatt berichtet, hätte der Tüv Rheinland etwas gegen den Einsatz. Die "Bild" selbst gab das Gutachten beim Tüv in Auftrag.

Das Spray sei schlicht nicht zugelassen, sagte eine Wissenschaftlerin des Instituts. "Bild" hat das für die Bundesliga vorgesehene Produkt "9-15 fair play limit" nach eigenen Angaben vom Tüv Rheinland untersuchen lassen. Ergebnis: Die enthaltenen Parabene seien "hormonell wirksam", die Konzentration von Treibhausgasen sei höher als erlaubt, zudem fehle die Kennzeichnung "Brennbar".

DFB reagiert gelassen

In den europäischen Wettbewerben ist das Spray bereits zum Einsatz gekommen, sollte dies auch der DFB auf deutschen Plätzen tun, drohe laut des Tüv Rheinland eine Geldbuße.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) reagierte gelassen. "Wir sind zuversichtlich eine Lösung ohne Mängel zu finden", sagte Lutz Michael Fröhlich. Er ist der zuständige DFB-Abteilungsleiter für die Schiedsrichter. Der Sachverhalt sei neu und werde nun geprüft, sagte Fröhlich weiter. Er verriet allerdings, "dass wir unabhängig davon bereits seit Wochen mit anderen Anbietern in Gesprächen sind, um nach Alternativen zu dem kostenintensiven Import aus Argentinien zu schauen".

nik/feh

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