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St. Pauli schießt sich aus der Abstiegszone

Der FC St. Pauli kämpft sich mit einem 3:2 gegen Regensburg aus der Gefahrenzone. FSV Frankfurt feiert ein Schützenfest gegen Aalen. Und 1860 darf weiter vom Aufstieg träumen.

  Akaki Gogia (rechts) feiert mit seinen Pauli-Kollegen ein 3:2-Sieg am Hamburger Millerntor.

Akaki Gogia (rechts) feiert mit seinen Pauli-Kollegen ein 3:2-Sieg am Hamburger Millerntor.

Der FC St. Pauli hat sich im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga der größten Sorgen entledigt. Durch das 3:2 (1:1) gegen Schlusslicht Jahn Regensburg feierte der Kiezclub am Freitag den dritten Sieg in Serie und kommt allmählich aus der Gefahrenzone heraus. Vor 27 074 Zuschauern am Millerntor erzielten Akaki Gogia (18.), Daniel Ginczek (66.) und Florian Bruns (89.) die Tore für die Hanseaten, die erstmals seit August 2011 drei Dreier nacheinander holten. Allerdings verloren sie Ginczek (87./grobes Foulspiel) durch die Rote Karte. Für den Tabellenletzten Regensburg trafen Sergio Koke (42.) und Wilson Kamavuaka (87.).

Bei unangenehm kaltem Wind und Nieselregen hätte Dennis Daube St. Pauli schon nach elf Sekunden in Führung bringen können, verzog aber. Gogia holte dies dann mit einem abgefälschten Schuss nach. Die Gäste hielten dagegen und kamen gegen zögerliche Paulianer zum 1:1. Es war nach 290 Minuten das erste Gegentor für Philipp Tschauner.

Nach dem Wechsel wurde es hektisch. Ginczek brachte St. Pauli durch seinen zwölften Saisontreffer in Führung, schwächte sein Team aber durch überharten Einsatz. Nach dem Regensburger Ausgleich war dann der eingewechselte Bruns zum Siegtor zur Stelle. Die Gastgeber hatten aber Glück, dass Referee Unger zuvor ein Foulspiel übersah.

FSV Frankfurt feiert Schützenfest gegen Aalen

Der FSV Frankfurt hat mit einem 6:1 (3:0)-Schützenfest gegen den VfR Aalen den höchsten Zweitligasieg seiner Geschichte gefeiert und bleibt ein ernstzunehmender Kandidat im Kampf um Relegationsplatz drei. Dank des mühelosen Erfolges überholten die Hessen zumindest vorübergehend den 1. FC Köln und liegen als Tabellenvierter nur noch drei Punkte hinter dem 1. FC Kaiserslautern.

Die Partie am Bornheimer Hang war am Freitagabend vor 4187 Zuschauern nach Toren von John Verhoek (24. Minute), Mathew Leckie (35.) und Björn Schlicke (39.) bereits zur Halbzeit entschieden. Moise Bambara (54.) und Zafer Yelen (69., 86./Foulelfmeter) besiegelten nach der Pause das Debakel für die Schwaben, die durch Marco Haller (88.) zumindest noch zum Ehrentreffer kamen. Der überforderte Aufsteiger hatte über eine Stunde in Unterzahl spielen müssen, nachdem Jürgen Mössmer (26.) wegen eines rüden Fouls an Verhoek vom Platz geflogen war.

1:0 in Sandhausen: 1860 darf weiter vom Aufstieg träumen

1860 München hat sich von den erneuten Turbulenzen auf Führungsebene nicht verunsichern lassen und sich die Hoffnung auf die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga erhalten. Der Zweitligist feierte am Freitag mit dem verdienten 1:0 (0:0) beim schwachen Vorletzten SV Sandhausen den dritten Auswärtssieg in Serie. Am Donnerstag hatte 1860-Präsident Dieter Schneider seinen Rückzug angekündigt.

Dank des zweiten Saisontores von Marin Tomasov (54. Minute) verkürzten die Löwen den Rückstand auf den Relegationsplatz und den 1. FC Kaiserslautern zunächst auf drei Punkte. Für Sandhausen wird die Luft im Abstiegskampf nach der fünften Heimniederlage vor 6200 Zuschauern im Hardtwald-Stadion immer dünner.

Eine Woche nach dem Sieg bei Schlusslicht Jahn Regensburg stand der Aufsteiger zunächst sehr defensiv gegen die Gäste, war aber mit Kontern gefährlich. Doch Tomasov sorgte kurz nach der Pause aus kurzer Distanz für die Münchner Führung. Zwar hielt Sandhausen kämpferisch dagegen, war spielerisch aber klar unterlegen.

Der scheidende 1860-Präsident Schneider hatte angekündigt, dass er nicht für eine weitere Amtszeit kandidieren werde. Der Aufsichtsrat will kommende Woche einen Nachfolger präsentieren.

kmi/DPA/DPA

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