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Der Meister schlägt Bremen

Gelungener Start: Borussia Dortmund ist mit einem 2:1-Sieg gegen Bremen in die neue Saison gestartet - die Tore erzielten Marco Reus und Mario Götze.

  Neuer Mann, erstes Tor: Marco Reus (m.) erfüllt die Erwartungen sofort und erzielt die Führung gegen Bremen.

Neuer Mann, erstes Tor: Marco Reus (m.) erfüllt die Erwartungen sofort und erzielt die Führung gegen Bremen.

Mario Götze hat den wankenden deutschen Meister Borussia Dortmund vor einem Fehlstart in das Unternehmen Titelverteidigung bewahrt. Nur drei Minuten nach seiner Einwechslung führte der Jung-Nationalspieler den BVB am Freitagabend mit seinem Treffer (81. Minute) zum glücklichen 2:1 (1:0)-Erfolg über Werder Bremen. Vor 80 645 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park erzielte Neuzugang Marco Reus (11.) die frühe Führung der Borussen, Theodor Gebre Selassie (75.) ließ die Bremer zwischenzeitlich auf einen erfolgreichen Auftakt in die 50. Bundesliga-Saison hoffen.

Dortmund spielte zwar längst nicht so begeisternd wie im Double-Jahr, dafür gegen einen unbequemen Gegner aber umso effektiver. Die einzige BVB-Chance der ersten Halbzeit verwertete Reus und knüpfte damit sofort an seine berauschende Leistungen der Vorsaison für Borussia Mönchengladbach an, die ihm den Titel als Deutschlands Fußballer des Jahres eingebracht hatten. Trotz der insgesamt fehlenden Kreativität in den Offensivbemühungen schraubten die Dortmunder ihre Bilanz auf 29 Ligapartien ohne Niederlage hintereinander.

Bremer mit offensiver Ausrichtung

Zudem baute der Titelverteidiger eine weitere Serie aus: auch im elften Eröffnungsspiel blieb der deutsche Meister ungeschlagen. Vor dem ersten Anpfiff und einer kleinen Eröffnungsfeier trugen der frühere BVB-Torwart Hans Tilkowski und Bremens Arnold "Pico" Schütz als Männer der ersten Bundesliga-Stunde die Meisterschale auf den Rasen. 1963 hatte Werder zum Auftakt mit 3:2 gewonnen.

Und auch ein halbes Jahrhundert später begannen die Bremer trotz der peinlichen Pokalpleite bei Preußen Münster in der Vorwoche mutig und überraschten mit einer offensiven Ausrichtung. Der von Chelsea ausgeliehene Mittelfeldspieler Kevin de Bruyne stürmte flankiert von Neuzugang Eljero Elia und Marko Arnautovic. Als dritte Sommer- Verpflichtung startete Gebre Selassie auf der rechten Abwehrseite. Nils Petersen, Leihgabe des FC Bayern München, blieb wegen Rückenproblemen zunächst nur der Platz auf der Bank.

Nach einer ersten Drangphase der Gäste nutzte jedoch die Borussia die altbekannten Bremer Abwehrschwächen eiskalt aus. Jakub Blaszczykowski überraschte den hüftsteifen Außenverteidiger Aleksandar Ignjovski mit einem Pass in die Spitze, Reus erwischte Werder-Torwart Sebastian Mielitz aus halbrechter Position auf dem falschen Fuß.

Dortmund hat das Spiel nie komplett im Griff

Bei Dortmund hatten sich alle Hoffnungen auf einen Starteinsatz von Lukasz Piszczek wegen muskulärer Problemen im Oberschenkel zerschlagen. Stattdessen lief der aus Kaiserslautern geholte Oliver Kirch auf der rechten Abwehrseite auf. "Er hatte letzte Woche seine mit Abstand beste Woche, deshalb darf er ran", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp.

Doch der Neuzugang ebnete den Weg für die erste Bremer Großchance. Nach einem Fehler von Kirch tauchte Elia alleine vor Roman Weidenfeller auf, der BVB-Schlussmann blockte den Schuss des früheren Hamburgers (18.) geschickt ab. Nur sechs Minuten später donnerte Arnautovic eine Direktabnahme an den Pfosten. "Im Konter sind sie sehr gut", attestierte Bundestrainer Joachim Löw in der Pause, "wenn Dortmund jetzt früh stört, macht Bremen aber vielleicht Fehler."

Auch ohne eklatante Werder-Patzer zeigte sich der BVB in der zweiten Halbzeit dominanter, bekam das Spiel aber nie komplett in den Griff. Der Weitschuss von Zlatko Junuzovic (63.) strich nur knapp am Tor von Weidenfeller vorbei. Gut zehn Minuten später war der Keeper geschlagen, als sich der Kopfball von Gebre Selassie nach Arnautovic-Flanke unhaltbar hinter ihm ins Netz senkte. Doch der eingewechselte Götze ließ die Heimfans nach Doppelpass mit Robert Lewandowski wieder jubeln.

Heinz Büse/DPA/DPA

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