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BVB will offenbar Mario Götze zurückholen

Das wäre tatsächlich ein "Hammer-Transfer": Laut einem Medienbericht arbeitet Borussia Dortmund an der Rückkehr des verlorenen Sohnes Mario Götze. Ob der Coup gelingt, ist unklar. Für Götze wäre es aber das Beste, die Bayern zu verlassen.

Mario Götze soll angeblich zum BVB zurückkehren

Quo vadis, Mario Götze? Angeblich will ihn Borussia Dortmund zurückholen. Ein Verbleib beim FC Bayern ist aller Voraussicht nach wenig sinnvoll.

Wenn es nicht läuft, erinnert man sich gerne an die guten alten Zeiten. Das ist in der Fußball-Bundesliga nicht anders. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, gibt es bei Borussia Dortmund offenbar die konkrete Absicht, den verlorenen Sohn Mario Götze zurück an den Borsigplatz zu holen. Noch bezeichneten die BVB-Bosse den spektakulären Wechsel zwar als "unrealistisch", schreibt das Blatt, doch angeblich habe es schon erste Sondierungen mit den Verantwortlichen des FC Bayern gegeben. Wird der "Transfer-Hammer" wahr?

Zumindest spräche einiges dafür - und für Götze wäre es ohnehin das Beste, dem FC Bayern "Servus" zu sagen. Der 23-Jährige wurde vor nicht allzu langer Zeit als das größte Talent im deutschen Fußball gefeiert. Damals war er die zentrale Figur im BVB-Team und glänzte in der Nationalmannschaft mit Spielkunst und Toren gegen Brasilien. Noch ein Teenager, aber auf dem Weg ein ganz Großer zu werden. Da gab es keinen Zweifel. Das ist nur vier Jahre her - und Götze hat mit seinen 23 Jahren eigentlich seine besten Fußballjahre noch vor sich. Doch der Wechsel nach München hat ihm nicht gut getan. Zwar sammelte er mit dem deutschen Rekordmeister Titel, doch war er längst nicht eine so zentrale Figur wie beim BVB. Zwar schoss er im Finale von Rio Deutschland 2014 zum Weltmeister, doch tat er das nur noch als Einwechselspieler.

Zwei Optionen: Klopp oder Tuchel?

Inzwischen versauert einer der besten Fußballer des Landes bei den Bayern auf der Bank. Zuletzt brachte ihn Bayern-Coach Pep Guardiola nicht einmal, als er in der Bundesliga seine Erstbesetzung nach dem anstrengenden Champions-League-Krimi gegen Juventus Turin (4:2 nach Verlängerung) schonte. Kein Wunder, dass über einen Wechsel nicht erst seit gestern spekuliert wird.

Zwei Optionen scheinen dabei logisch: Götze geht zu seinem einstigen Mentor Jürgen Klopp und hilft ihm, beim FC Liverpool ein Team aufzubauen, dass sich in die glorreiche Historie der "Reds" fügt. Über das nötige Kleingeld dürfte der Traditionsclub vom Mersey-River verfügen. Die Möglichkeiten, die die neuen TV-Gelder den Premier-League-Clubs verschaffen, sind schon jetzt legendär. Götzes Marktwert wird derzeit auf rund 40 Millionen Euro beziffert.

Zweite Möglichkeit: Dorthin zurück, wo einst sein Stern aufging. Trainer Thomas Tuchel pflegt in Dortmund einen Fußball-Stil, den ein Mario Götze in seiner besten Form zusätzlich beleben könnte. Den Schwarz-Gelben würde dies möglicherweise jenen letzten Kick verschaffen, den der BVB braucht, um wieder ganz auf Augenhöhe mit den derzeit dominanten Bayern zu sein. Hier dürfte das Geld allerdings eine entscheidende Rolle spielen: Laut "Bild" wollen die Dortmunder nicht mehr als 20 Millionen Euro Ablöse zahlen. Einst kassierten sie vom FC Bayern 37 Millionen - allerdings würden sie auch nicht jenen Götze zurück bekommen, den sie einst abgaben.

Gründe, die gegen Rückkehr sprechen

Neben der Ablöse-Summe gibt es allerdings weitere Punkte, die gegen eine Rückkehr Götzes zum BVB sprechen. Bisher hatten die Dortmunder wenig Glück mit ihren Rückkhol-Aktionen. Weder Nuri Sahin noch Shinji Kagawa haben ihre überragende Form aus ihren besten BVB-Zeiten wiedererlangt.

Außerdem: Die treuen Fans der Schwarz-Gelben haben Götze den Wechsel zum "Erz-Feind" aus München im Jahr 2013 übel genommen. So übel, dass Götze sich bei seiner ersten Rückkehr ins Westfalenstadion im Kabinengang warm machen musste, um nicht minutenlangen Schmähungen ausgesetzt zu sein. Angeblich überlegen die BVB-Verantwortlichen aber schon, wie sie den Anhängern die Rückkehr schmackhaft machen können. Chef-Borusse Hans-Joachim Watzke machte daher öffentlichkeitswirksam in der "Bild" schon deutlich: "Auf Mario lasse ich nichts kommen." Götzes Situation beim FC Bayern tue ihm "schon ein bisschen leid". Es ist an Watzke, daran etwas zu ändern. Am Mittwoch hieß es von BVB-Seite lediglich: "Wir äußern uns grundsätzlich nicht zu Transfergerüchten".

Ob Dortmund oder Liverpool: Ein Mario Götze in Bestform wäre eine Freude für jeden Fußballfan. Und natürlich auch ein Gewinn für die Nationalelf. Coach Jogi Löw hält seit jeher an Götze fest, obwohl er weiß, dass viel mehr in ihm steckt als er zuletzt zeigte. Nach eigener Aussage schickte er seinen Edel-Joker im WM-Finale mit den Worten aufs Feld: "Zeige der Welt, dass du besser bist als Messi! Zeige, dass du ein Spiel entscheiden kannst." Der Rest ist Fußball-Geschichte. Einen Götze, der besser spielt als Messi, wird es allerdings beim FC Bayern wohl nicht geben.

dho
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