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Alarmstimmung auf Schalke

Eine bittere Heimniederlage gegen Freiburg hat die Krise beim FC Schalke weiter verschärft. Bayer Leverkusen fertigte den HSV ab und Frankfurt gewann gegen Wolfsburg.

  Nationalspieler Benedikt Höwedes zeigt, wie im Moment die Gemütsverfassung auf Schalke ist.

Nationalspieler Benedikt Höwedes zeigt, wie im Moment die Gemütsverfassung auf Schalke ist.

Die Krise von Schalke 04 hat sich massiv verschärft. Nach der 1:3-Heimniederlage gegen den SC Freiburg ist das Team von Huub Stevens auf den siebten Tabellenplatz abgerutscht. Bayer Leverkusen feiert hingegen den Abschluss einer erfolgreichen Hinrunde. Das Werksteam geht als Tabellenzweiter hinter dem fast schon enteilten Rekordmeister Bayern München in die Winterpause der Fußball-Bundesliga. Die Leverkusener gewannen gegen den Hamburger SV mit 3:0 (2:0), verkürzten den Rückstand auf die Bayern auf neun Punkte und hielten den Dritten Eintracht Frankfurt auf Distanz. Die Überraschungs-Elf aus Hessen feierte einen 2:0 (2:0)-Sieg beim VfL Wolfsburg.

Auch der FSV Mainz 05 überwintert nach dem 3:1 (0:0) gegen den VfB Stuttgart auf einem internationalen Startplatz. Das Kellerduell zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem FC Augsburg endete 1:1 (0:1). Aufsteiger Fortuna Düsseldorf bezwang Hannover 96 mit 2:1 (1:0). Die Bayern waren am Freitag nicht über ein 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach hinausgekommen.

Adlers Rückkehr nach Leverkusen endet im Debakel

Der FC Schalke 04 kassierte am Abend eine bittere Heimniederlage. Die Mannschaft von Trainer Huub Stevens verlor mit 1:3 (1:2) gegen einen stark aufspielenden SC Freiburg. Jefferson Farfan hatte die Königsblauen vor 60.620 Zuschauern in der 20. Minute zwar in Führung gebracht. Doch die Badener machten durch den überragenden Jan Rosenthal (26./61.) und Jonathan Schmid (32.) ihren ersten Sieg "auf Schalke" seit Ende August 2009 perfekt. Freiburg zog in der Tabelle mit 26 Punkten an Schalke (25) vorbei.

Nach dem Pokal-Achtelfinale am kommenden Dienstag und Mittwoch verabschieden sich die Clubs bis Mitte Januar 2013 in den Winterurlaub. Am 18. Januar startet die Rückrunde mit dem Freitagspiel zwischen Schalke und Hannover 96.

Für HSV-Torwart René Adler endete die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte mit einer herben Enttäuschung. Stefan Kießling (27.) und André Schürrle (36.) sorgten schon vor der Pause für die Vorentscheidung zugunsten der Gastgeber. Nach dem Wechsel erhöhte Kießling (66.) mit seinem zwölften Saisontor auf 3:0. Mit 33 Punkten bleibt Bayer so etwas wie der Bayern-Jäger Nummer eins. Die Hamburger verharren nach ihrem chaotischen Brasilien-Trip im Mittelfeld (24).

Kaum noch Hoffnung für Fürth

Drei Zähler hinter Leverkusen folgt Aufsteiger Frankfurt (30). Die Elf von Trainer Armin Veh startete furios in die Partie beim VfL Wolfsburg. Alexander Meier schoss die Gäste mit seinem elften Treffer in dieser Spielzeit früh in Führung (12.). Nach der Roten Karte wegen eines groben Foulspiels gegen VfL-Profi Josué (16.) legten die Frankfurter in Überzahl nach, Takashi Inui erhöhte auf 2:0 (18.).

Schweren Zeiten gehen dagegen Mit-Aufsteiger Greuther Fürth und Vorjahres-Neuling Augsburg entgegen. Das 1:1 hilft beiden Teams nicht wirklich weiter. Fürth bleibt mit neun Zählern Tabellenletzter hinter den punktgleichen Augsburgern. Sascha Mölders (9.) hatte für das 1:0 der Augsburger gesorgt, Lasse Sobiech gelang das 1:1 (69.). Nach Gelb-Rot gegen den Fürther Mergim Mavraj wegen wiederholten Foulspiels (76.) und Rot gegen Giovanni Sio wegen groben Foulspiels (85.) beendeten beide Mannschaften die hitzige Partie zu zehnt.

Ein erfolgreicher Vorrunden-Abschluss gelang Fortuna Düsseldorf mit dem Erfolg gegen den Europa-League-Starter Hannover. Im ersten Bundesliga-Spiel zwischen beiden Teams seit mehr als 26 Jahren baute der zuletzt verbesserte Neuling seine starke Heimserie auf vier Spiele in Serie ohne Niederlage aus. Dani Schahin (39.) und Ken Ilsø (83.) schossen die Düsseldorfer zum Sieg. Mame Diouf (69.) war der zwischenzeitliche Ausgleich zum 1:1 für die Niedersachsen gelungen.

In Mainz lagen zunächst die Schwaben nach dem Kopfballtreffer von Martin Harnik vorn (48.), doch Doppel-Torschütze Nicolai Müller (55./71.) und Elkin Soto (90.+2) drehten das Spiel noch für Mainz. Der letzte Hinrunden-Spieltag vor der Winterpause wird an diesem Sonntag abgeschlossen mit den Partien 1899 Hoffenheim - Borussia Dortmund (15.30 Uhr) und Werder Bremen - 1. FC Nürnberg (17.30 Uhr).

tis/DPA/DPA

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