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Bayern lässt Fürth keine Chance - HSV enttäuscht bitter

Bayern München hat den überforderten Aufsteiger Fürth souverän geschlagen. Für Überraschungen sorgten die zwei Aufsteiger - ganz düster sieht es dagegen beim HSV aus.

  Thomas Müller (vorn) erzielt das erste Bundesliga-Tor für die Bayern, und Holger Badstuber schreit kollegial seine Freude heraus.

Thomas Müller (vorn) erzielt das erste Bundesliga-Tor für die Bayern, und Holger Badstuber schreit kollegial seine Freude heraus.

Der FC Bayern München ist mit einem ungefährdeten Auftaktsieg in die 50. Saison der Fußball-Bundesliga gestartet. Den geplanten Angriff auf Double-Gewinner Borussia Dortmund leitete der deutsche Rekordmeister am Samstag mit einem 3:0 (1:0) über die SpVgg Greuther Fürth ein. Nach dem Pokalaus machte der Hamburger SV beim 0:1 (0:0) vor eigenem Publikum gegen den 1. FC Nürnberg den alptraumhaften Beginn der neuen Spielzeit perfekt.

Auch Bayer Leverkusen kassierte mit dem 1:2 (1:0) bei Eintracht Frankfurt am ersten Spieltag eine überraschende Niederlage. Borussia Mönchengladbach bezwang 1899 Hoffenheim 2:1 (1:0), Aufsteiger Fortuna Düsseldorf feierte mit dem 2:0 (0:0) beim FC Augsburg eine gelungene Rückkehr. Der SC Freiburg und der FSV Mainz 05 trennten sich 1:1 (0:0). Am Samstagabend kam der VfL Wolfsburg in letzter Minute zu einem 1:0 (0:0) gegen den VfB Stuttgart. Meister Dortmund hatte am Freitagabend die Jubiläumsspielzeit mit einem glücklichen 2:1-Heimsieg gegen Werder Bremen eröffnet.

Ribéry und Schweinsteiger bleiben draußen

Bayern-Trainer Jupp Heynckes musste im Duell mit dem 52. Bundesliga-Neuling Fürth auf Franck Ribéry (Grippe) verzichten und ließ zunächst den später eingewechselten Bastian Schweinsteiger auf der Bank. Stattdessen standen in Xherdan Shaqiri, Mario Mandzukic und Dante drei Neuzugänge in der Startelf. Von frischem Schwung war aber zunächst nichts zu sehen. Gegen ein gut verteidigendes Heimteam fiel dem Rekordmeister wenig ein - erst in der 43. Minute drückte Thomas Müller den Ball in Abstaubermanier zum 1:0 über die Linie (43.).

Nach der Pause erhöhte Mandzukic (59.) als Vertreter des verletzten Nationalstürmers Mario Gomez mit seinem vierten Treffer im dritten Pflichtspiel. Der Fürther Thomas Kleine (79.) sorgte mit einem Eigentor für den Endstand. Vor der Partie hatte Heynckes betont, dass er noch nicht über einen möglichen Rückzug beim FCB zum Ende dieser Saison entschieden habe und nahm damit Bezug auf Reaktionen auf ein Interview mit ihm in der "Süddeutschen Zeitung".

Gladbach bezwingt Hoffenheim

Sein Team habe "einiges gutzumachen", meinte Hoffenheims Trainer Markus Babbel wegen des 0:4-Pokaldebakels beim Berliner AK mit Blick auf den Ligaauftakt. Auch die Gladbacher wollten ihr jüngstes 1:3 im Hinspiel der Champions-League-Qualifikation gegen Dynamo Kiew vergessen machen. Und die Borussia setzte ihr Vorhaben zunächst besser um: Per Kopf erzielte Mike Hanke (33.) die Führung. Trotz einer lange Zeit ernüchternden Hoffenheimer Vorstellung traf Roberto Firmino (66.) zum Ausgleich, bevor Juan Arango (79.) einen Freistoß in die Torwartecke von Tim Wiese verwandelte.

Nach einem skurrilen Fehlschuss von Vedad Ibisevic bescherte Stürmer Bas Dost den Wolfsburgern einen glücklichen Erfolg in Stuttgart. Ibisevic vergab erst in der 88. Minute einen Foulelfmeter und verpasste dann nochmals aus kurzer Distanz, ehe der Niederländer Dost (90.) mit einem Kopfball den Auswärtserfolg für die Niedersachsen herstellte.

Düsseldorf feiert Doppeltorschützen Schahin

Im Duell der Pokal-Verlierer war zunächst sowohl Hamburg als auch Nürnberg die Verunsicherung durch den verpatzten Pflichtspielstart anzumerken. In einer chancenarmen Partie erzielte Hanno Balitsch (68.) den Siegtreffer aus kurzer Distanz und sorgte beim HSV für Ernüchterung.

Nach mehr als 15 Jahren Bundesliga-Abstinenz meldete sich Düsseldorf mit einem Start nach Wunsch zurück. Dani Schahin (68./79.) vermasselte mit seinem Doppelpack Markus Weinzierl das Erstliga-Debüt als Trainer der Augsburger.

Auch Frankfurt gewinnt

Wie die Fortuna sorgte auch Frankfurt gleich beim Bundesliga-Comeback für Aufsehen. Leverkusens Stefan Kießling (29.) bewies in der ersten Halbzeit seinen Torinstinkt - zudem zog Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer mit einem verwehrten Strafstoß für die Eintracht den Unmut der Heimfans auf sich. Doch Stefan Aigner (57.) und Martin Lanig (82.) bescherten den Frankfurtern den verdienten Erfolg.

Nach einer zähen ersten Halbzeit verpasste Freiburg trotz einer Leistungssteigerung nach der Pause den ersten Sieg zum Bundesliga-Auftakt seit elf Jahren. Bei einem Konter im eigenen Stadion nutzte Max Kruse (49.) einen überlegten Steilpass von Karim Guedé zur Führung, per Foulelfmeter glich der Mainzer Andreas Ivanschitz (65.) aus.

tis/DPA/DPA

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