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Dortmund beschenkt sich mit drei Punkten

Ein Sieg zum Weihnachtsfest: Dortmund hat gegen Hoffenheim einen versöhnlichen Hinrunden-Abschluss gefeiert. Ein Abseitstor rettete Bremen einen Punkt gegen Nürnberg.

  Ein Klasse für sich: Mario Götze (m.) jubelt üben sein Tor gegen Hoffenheim mit Moritz Leitner und Jakub Blaszczykowski.

Ein Klasse für sich: Mario Götze (m.) jubelt üben sein Tor gegen Hoffenheim mit Moritz Leitner und Jakub Blaszczykowski.

Meister Borussia Dortmund hat eine durchwachsende Hinrunde mit einem 3:1-Sieg gegen die TSG Hoffenheim abgeschlossen und überwintert auf den dritten Tabellenplatz. Der Abstand auf Tabellenführer Bayern München beträgt jetzt zwölf Punkte. Hoffenheim steht weiter auf dem 16. Platz. Im zweiten Sonntagsspiel verpasste Werder Bremen einen versöhnlichen Hinrunden-Abschluss. Im Heimspiel gegen Nürnberg reichte es nur zu einem 1:1. Bremen geht als Tabellenzwölfter in die Winterpause, Nürnberg auf Rang 14.

Für Hoffenheim geht der Fußball-Albtraum weiter. Nach der Niederlage gegen Dortmund hat Interimscoach Frank Kramer schlechte Karten. Andreas Müller sagte nach der sechsten Niederlage der Kraichgauer hintereinander, dass er Gespräche mit Trainerkandidaten führe. Das sei völlig normal in dieser Situation. "Wir werden das nicht auf die lange Bank schieben", sagte Müller. "Ich kann nur sagen, dass wir das in zwei, drei Tagen entscheiden." Als möglicher Nachfolger Kramers gilt Marco Kurz, zuletzt beim 1. FC Kaiserslautern am Ball.

Klopp: Gute Basis für die Rückrunde

Der BVB durfte nach zuletzt drei sieglosen Spielen noch einmal jubeln. Als Tabellendritter liegt die Mannschaft zwölf Punkte hinter Spitzenreiter und Rekordmeister Bayern München. "Es war wichtig, mit drei Punkten aus der Hinrunde rauszugehen", sagte Nationalspieler Mats Hummels, der am Sonntag seinen 24. Geburtstag feierte.

"30 Punkte ist eine gute Basis für die Rückrunde. Im Vergleich dazu waren es im Vorjahr 34, das ist auch nicht so dramatisch viel mehr", sagte Trainer Jürgen Klopp. Für seine Mannschaft geht es im DFB-Pokal vor Weihnachten am Mittwoch noch gegen Hannover 96. "Wir werden anders dastehen müssen - und das werden wir auch", sagte Klopp, der mit der Leistung seiner Mannschaft vor allem vor der Pause überhaupt nicht zufrieden war. "Man hat richtig gemerkt, wie wir uns selber eingelullt haben. Aber wir haben uns am eigenen Schopf aus der Scheiße gezogen."

Mario Götze (26. Minute), Kevin Großkreutz (58.) und Robert Lewandowski (66.) trafen vor 30 150 Zuschauern in der ausverkauften Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena für die Gäste. Sven Schipplock (35.) erzielten den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Hoffenheimer, die erstmals in ihrer Vereinsgeschichte vier Heimniederlagen am Stück kassierten. Nach der schlechtesten Halbserie der viereinhalbjährigen Bundesliga-Geschichte überwintert die TSG auf dem Relegationsplatz.

Hoffenheim sucht neuen Trainer

"Heute darf man der Mannschaft keinen Vorwurf machen, denn heute hat sie alles gegeben", sagte Kramer. Der Interims-Coach brachte in seinem zweiten Spiel mit Tobias Weis, Schipplock und Stephan Schröck drei neue Spieler. Vor dem Anpfiff zeigten die TSG-Spieler den Fans ein Plakat: "Aufholjagd! Wir zählen auf euch!"

Man solle es ihm nachsehen, dass er auf das Thema nicht eingehen wolle, sagte Kramer zu seiner Situation. "Es geht darum, was ist das Beste für die Mannschaft, für den ganzen Verein, wie kommen wir aus dieser Situation raus." Es gehe es jetzt darum, einfach zu beraten. "Ob das ich bin oder jemand anders", das sei egal. "Wir haben ganz klar festgelegt, dass wir uns nach dem Dortmund-Spiel zusammensetzten und das Ganze besprechen. Sonntag danach ist nicht fünf Minuten nach dem Spiel."

Ein Abseitstor rettete Bremen einen Punkt gegen Nürnberg. Beim 1:1 in Bremen fälschte Werder-Stürmer Nils Petersen in der 88. Minute aus Abseitsposition einen Schuss von Kevin de Bruyne ins Netz ab. Erst sechs Minuten zuvor waren die Franken zum Hinrunden-Abschluss durch Timo Gebhart in Führung gegangen. Bis dahin bewahrte die Gäste gleich dreimal das Torgestänge vor einem Gegentor. Mit 20 Punkten hat der Altmeister nun acht Zähler Vorsprung auf Relegationsplatz 16. Werder steht mit jetzt 22 Punkten auf Rang zwölf und konnte nicht näher an die Europapokalplätze heranrücken.

tis/DPA/DPA

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