26. Mai 2012, 14:31 Uhr

Hertha schickt Spieler in Urlaub

Nach dem Urteil des DFB-Bundesgerichts hat Hertha BSC seine Spieler in den Urlaub geschickt - vorerst aber nur über Pfingsten.

Hertha BSC Berlin, Relegation, Fortuna Düsseldorf

Hertha-Trainer Otto Rehhagel (l.) und Manager Michael Preetz schicken die Mannschaft über die Pfingstfeiertage in den Urlaub©

Hertha BSC will erst nach der Mitgliederversammlung am Dienstag über einen möglichen Einspruch gegen das Urteil des DFB-Bundesgerichts zum Relegationsspiel bei Fortuna Düsseldorf entscheiden. "Über Pfingsten wird in der Richtung nichts passieren", sagte Clubsprecher Peter Bohmbach am Samstag auf Anfrage. Zunächst müsse "in Ruhe" die schriftliche Urteilsbegründung abgewartet und darüber beraten werden. Der mögliche Einspruch werde ein Thema bei der Versammlung sein, es gehe darum, ein "Stimmungsbild" der Mitglieder zu gewinnen.

Der Club habe unterdessen die Spieler informiert, dass sie zunächst in Urlaub gehen könnten. "Das ist aber kein Hinweis in die eine oder andere Richtung", betonte Bohmbach. Die Profis sollten "zur Ruhe kommen".

Pfingsfrei - aber Urlaubssperre in Düsseldorf

Auch bei Herthas Konkurrent Fortuna Düsseldorf haben die Profis ein paar Tage Pfingstfrei. "Bis Mittwoch sind unsere Spieler aber vom Training befreit, dann werden wir neu entscheiden, wie es weitergeht", sagte Club-Sprecher Tom Koster.

Dennoch bestehe weiter eine interne Urlaubssperre für die Spieler. "Es gibt vorerst keinen Urlaub, das wurde der Mannschaft am Samstagmorgen bei einem Treffen mitgeteilt", sagte Club-Sprecher Tom Koster. Bis zur neuerlichen Entscheidung von Hertha BSC wolle man noch abwarten.

Düsseldorfs Abwehrspieler Jens Langeneke sagte beim TV-Sender Sky Sport News HD: "Nach der Entscheidung des Sportgerichts sind wir zunächst erleichtert, auch wenn wir nicht genau wissen, wie es jetzt weitergeht."

Aufstiegsfeier verschoben

Bereits vor den Sportgerichts-Verhandlungen hatte die Fortuna die Aufstiegsfeier in den August verschoben sowie die geplante Abschlusstour des Teams nach Mallorca abgesagt und stattdessen trainiert.

Das DFB-Bundesgericht hatte am Freitagabend nach mehr als zehnstündiger Beratung die Berufung der Berliner gegen das Urteil des DFB-Sportgerichts zurückgewiesen. Dieses hatte in erster Instanz den Einspruch von Hertha gegen die Wertung der Relegationspartie (2:2) am 15. Mai in Düsseldorf abgewiesen. Dort waren in der Nachspielzeit Anhänger des rheinischen Zweitliga-Dritten schon vor dem Abpfiff auf das Spielfeld gestürmt.

Zur Anrufung des Ständigen Schiedsgerichts als nächster Instanz hat Hertha BSC laut Lizenzierungsordnung des Ligaverbands mindestens eine Woche Zeit.

feh/DPA
 
 
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