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Fünf Gründe, warum man Pep Guardiola nicht vermissen muss

Pep Guardiola verlässt die Bundesliga Richtung England. Manche werden dem Bayern-Coach womöglich nachtrauern, unser Autor sicher nicht. Ein gehässiger Abgesang.

Noch-Bayern-Coach Pep Guardiola

Pep Guardiola: Im Sommer verlässt der Fußball-Trainer den FC Bayern in Richtung Manchester City

Pep Guardiola wird ab Sommer Manchester City trainieren. Bereits seit Dezember ist bekannt, dass der Spanier den FC Bayern München nach drei Jahren verlassen wird. Es ist das Ende einer Zusammenarbeit, die von Anfang an überschätzt wurde. Guardiola übernahm einen FC Bayern auf dem Zenit. Jupp Heynckes hatte gerade das Triple geholt. Die Vereinsführung aber sah in dem Spanier einen Mann, der die damals beste Mannschaft der Welt noch besser machen könnte.

Doch titeltechnisch arbeitete sich Pep konsequent nach unten. Im ersten Jahr holte er das Double aus Pokal und Schale, im vergangenen lediglich die Meisterschaft. Was diese Saison am Ende herausspringen wird, ist noch offen. Ein titelloses Jahr wäre zumindest konsequent. Doch bei aktuell acht Zählern Vorsprung rechnen die meisten mit dem Bundesliga-Titel. Ob es für Pokal und/oder Champions League reicht, wird man sehen.

Natürlich sind auch Meisterschaft und Pokal feine Titel. Natürlich haben die Bayern unter Guardiola die Bundesliga dominiert, sind mit 19 respektive zehn Punkten Vorsprung erster geworden. Auch zuvor bei Barcelona hat er mit 14 Titeln in vier Jahren Geschichte geschrieben, wenngleich sich hartnäckige Gerüchte halten, mit dem damaligen Barca-Kader hätte auch Thorsten Legat die Champions League gewonnen. Doch ungeachtet seines sportlichen Erfolges nervt Guardiola einfach. Deshalb hier fünf Gründe, warum die Bundesliga ihn nicht vermissen muss:

Das unsägliche Überlob für seine Spieler

"Eine Top-Top-Spieler" scheint bei Pep eigentlich jeder zu sein. Bei vielen im Bayern-Kader hat er damit vermutlich auch recht. Aber einen Fußballer öffentlich mit Lobeshymnen zu überschütten, ihn dann kaum bis gar nicht einzusetzen, ist nicht die feine spanische Art. So geschehen etwa bei Shaquiri, Rode oder Dante. Bei letztgenanntem gipfelte die Scheinheiligkeit in der öffentlichen Liebeserklärung: "Ich hätte am liebsten 1000 Dantes." Zwei Monate später wurde der Brasilianer nach Wolfsburg verkauft.

Der Umgang mit Vereinsikonen

Für drei Jahre unterschrieb Guardiola bei den Bayern - und doch reichte die Zeit, um einiges umzukrempeln. Im vergangenen Sommer verließ Klublegende Bastian Schweinsteiger den Verein gen England. Offenbar spürte er nicht mehr das Vertrauen des Trainers. Unfein auch Gaurdiolas ständige Mäkelei an Teamarzt Müller-Wohlfart, der über 38 Jahre als Mediziner für den Klub im Einsatz war. Der Zwist gipfelte im Rückzug von "Mull" vor gut einem Jahr.

Das peinliche Tiefstapeln

Der FC Bayern ist aktuell mit Abstand der beste Fußballklub in Deutschland. Natürlich muss man deswegen nicht bei jeder Gelegenheit den Großkotz raushängen lassen. Doch krampfhaft jeden Gegner hochzureden und vor "Top-Top-Mannschaften" zu warnen - selbst wenn es gegen Oberligisten im Pokal geht - ist dann doch ein bisschen zu dick aufgetragen.

Das Hochgejazze in den Medien

Okay, dafür kann Guardiola streng genommen nichts, nervig ist es trotzdem. Ihn zum Intellektuellen, gar Philosophen zu ernennen, nur weil er Bücher liest, wirkt schlicht lächerlich. Auch die ständige Unterstellung, jeder noch so belanglose Kurzpass sei von "Taktik-Genie" Guardiola genau so geplant gewesen - und zwar aus einem ganz bestimmten Grund. Als würde sein hektisches Herumgefuchtel am Seitenrand das Geschehen auf dem Rasen tatsächlich spielentscheidend beeinflussen. Er ist ein sehr guter und erfolgreicher Fußball-Trainer, aber auch nicht der Übermensch, zu dem er gerne gemacht wird.

Die aalglatte Art

Guardiola gibt sich gern unnahbar. Jedes Wort auf Pressekonferenzen wirkt gänzlich emotionsbefreit. Kritische Nachfragen werden stets abgebügelt. Verhältnis zur medizinischen Abteilung? Besser als nie. Unzufriedene Spieler? Top-Top-Verhältnis. Dazu noch die im Subtext mitschwingende Überheblichkeit - und fertig ist der Unsympath. Bei aller sportlichen Kompetenz: Einen Guardiola braucht die Bundesliga nicht.

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