Startseite

Stern Logo Bundesliga

Nach den jüngsten Erfolgen des FC Bayern München und der Nationalelf sieht Thomas Müller beide Mannschaften für den Kampf um die großen Titel im internationalen Fußball gerüstet. "Wir wissen, dass wir natürlich kein Außenseiter sind. Wir wollen die großen Spiele gewinnen – das Halbfinale, das Finale. Das ist der Anspruch", sagt der Mittelfeldspieler in einem Interview in der neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des stern – und hat dabei die EM in Polen und das Champions-League-Finale in München im Sommer 2012 im Blick. "Ich will nicht meine ganze Karriere lang hören, wie groß unser Potenzial ist, und am Ende nichts in der Hand halten", fügte der 22-jährige Nationalspieler an.

Die Bayern sind derzeit dominant wie seit Jahren nicht mehr. Am Dienstagabend haben sie zwar zum ersten Mal seit Wochen ein Tor kassiert, bleiben durch ein 1:1 in Neapel aber auf Platz 1 ihrer Champions-League-Gruppe. In der Bundesliga haben sie nach neun Spieltagen bereits einen Vorsprung von fünf Punkten. Die Nationalmannschaft wiederum hat sich mit neuem Rekord für die Europameisterschaft qualifiziert - zehn Siege in zehn Spielen gab es noch nie für das DFB-Team.

Kritisch äußerte sich Müller über die eigene Popularität. Zwar sei es ein "riesiges Privileg" beliebt zu sein, "allerdings behandeln einen manche Menschen wie eine Barbie-Puppe". Dass ihn die Sympathie der Menschen durch seine ganze Karriere begleiten wird, glaubt Müller eher nicht.

Als warnendes Beispiel dient ihm ein Kollege beim FC Bayern, Mario Gomez. Der Stürmer, mittlerweile als Torjäger erfolgreich in Verein und Nationalteam, war nach der Europameisterschaft 2008 wegen einer verpassten Torchance gegen Österreich von den eigenen Fans ausgepfiffen worden. "Da konnte ich miterleben, wie schnell sich das mit der Popularität drehen kann", sagte Müller, der sich selbst als "eher rational veranlagt" und "mental stabil" bezeichnet. "Das ist vielleicht meine größte Stärke."

ben/ms/print

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

Partner-Tools