Thomas Müller will was "in der Hand halten"

19. Oktober 2011, 17:12 Uhr

Thomas Müller will es wissen - und endlich einen internationalen Titel erringen. Im Interview mit dem stern geht der Bayern-Star in die Offensive, ist sich aber auch bewusst, dass sich das Blatt für einen Kicker schnell drehen kann.

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Fühlt sich manchmal behandelt wie eine Barbie-Puppe: Bayern-Star Thomas Müller©

Nach den jüngsten Erfolgen des FC Bayern München und der Nationalelf sieht Thomas Müller beide Mannschaften für den Kampf um die großen Titel im internationalen Fußball gerüstet. "Wir wissen, dass wir natürlich kein Außenseiter sind. Wir wollen die großen Spiele gewinnen – das Halbfinale, das Finale. Das ist der Anspruch", sagt der Mittelfeldspieler in einem Interview in der neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des stern – und hat dabei die EM in Polen und das Champions-League-Finale in München im Sommer 2012 im Blick. "Ich will nicht meine ganze Karriere lang hören, wie groß unser Potenzial ist, und am Ende nichts in der Hand halten", fügte der 22-jährige Nationalspieler an.

Die Bayern sind derzeit dominant wie seit Jahren nicht mehr. Am Dienstagabend haben sie zwar zum ersten Mal seit Wochen ein Tor kassiert, bleiben durch ein 1:1 in Neapel aber auf Platz 1 ihrer Champions-League-Gruppe. In der Bundesliga haben sie nach neun Spieltagen bereits einen Vorsprung von fünf Punkten. Die Nationalmannschaft wiederum hat sich mit neuem Rekord für die Europameisterschaft qualifiziert - zehn Siege in zehn Spielen gab es noch nie für das DFB-Team.

Kritisch äußerte sich Müller über die eigene Popularität. Zwar sei es ein "riesiges Privileg" beliebt zu sein, "allerdings behandeln einen manche Menschen wie eine Barbie-Puppe". Dass ihn die Sympathie der Menschen durch seine ganze Karriere begleiten wird, glaubt Müller eher nicht.

Als warnendes Beispiel dient ihm ein Kollege beim FC Bayern, Mario Gomez. Der Stürmer, mittlerweile als Torjäger erfolgreich in Verein und Nationalteam, war nach der Europameisterschaft 2008 wegen einer verpassten Torchance gegen Österreich von den eigenen Fans ausgepfiffen worden. "Da konnte ich miterleben, wie schnell sich das mit der Popularität drehen kann", sagte Müller, der sich selbst als "eher rational veranlagt" und "mental stabil" bezeichnet. "Das ist vielleicht meine größte Stärke."

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Lesen Sie das gesamte Interview... ...im neuen stern.

ben/ms
 
 
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