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Darmstadt und Köln spielen trostlos und torlos

Weder der 1. FC Köln, noch der SV Darmstadt konnten überzeugen: Das Freitagabendspiel der Bundesliga war kein Leckerbissen. Die verteilte eher ein Tennisstar an der Wurstbude.

Sandro Wagner

Da half auch kein Flehen: Sandro Wagner (r.) vom SV Darmstadt wollte einfach kein Tor gegen Köln gelingen - aber auch sonst niemandem

Trotz Glücksbringerin Andrea Petkovic hat der SV Darmstadt 98 seine Mini-Krise in der Fußball-Bundesliga nicht beenden können. Der Aufsteiger kam am Freitagabend in einem ganz schwachen Bundesligaspiel gegen den 1. FC Köln nicht über ein trostloses 0:0 hinaus und wartet nun schon seit fünf Spielen auf einen Sieg.

Die Rheinländer bleiben somit einer der Angstgegner der "Lilien", die noch nie ein Pflichtspiel gegen Köln gewinnen konnten. Das Team von FC-Trainer Peter Stöger kletterte nach dem vierten ungeschlagenen Spiel in Serie (1 Sieg, 3 Remis) mit nunmehr 20 Punkten zumindest über Nacht auf Rang acht. "Es wäre vielleicht mehr drin gewesen. Wir nehmen den Punkt trotzdem gerne mit, denn es ist schwer, in Darmstadt zu bestehen", sagte Stöger.

Darmstadt mit Punkt zufrieden

Der Neuling hat als Zwölfter 15 Zähler auf dem Konto - mehr holten die Südhessen in einer Bundesliga-Hinrunde noch nie. Trainer Dirk Schuster hatte daher nicht viel zu mäkeln: "Wir wollten unsere Tugenden in die Waagschale werfen, das haben wir getan. Mit dem Punkt können wir ganz gut leben, damit sind wir zufrieden."

Vor dem Anpfiff hatte Tennisstar Petkovic eine Wettschuld eingelöst und in einer Grillbude Würstchen verkauft. Auf spielerische Leckerbissen warteten die Zuschauer dann vergebens. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt boten beide Teams kaum Erwärmendes.

Kaum Konstruktives

In einer weitgehend langweiligen Partie mit einer Vielzahl von Fehlern auf beiden Seiten verzeichnete Darmstadt durch Jan Rosenthal (8.) die erste Chance. Ansonsten hatten die Hausherren aber kaum Konstruktives zu bieten. Erst kurz vor der Pause tauchte Sandro Wagner noch einmal gefährlich vor dem Kölner Tor auf.

Kaum zur Geltung kam dieses Mal Flügelflitzer Marcel Heller, der erstmals auf der linken Seite agierte. Tobias Kempe spielte dafür rechts. Der Schachzug von Trainer Dirk Schuster, der in seiner Karriere von 1997 bis 1999 für den FC spielte, verfehlte seine Wirkung.

"Mit Sicherheit kein schönes Spiel"

Doch auch die Gäste blieben in einem kampfbetonten und zerfahrenen Spiel blass. Nur Marcel Risse (15.), der das Ziel knapp verfehlte, und Kapitän Matthias Lehmann (23.) beschworen im ersten Durchgang Gefahr herauf. Beim 20-Meter-Schuss des defensiven Mittelfeldspielers tauchte "Lilien"-Keeper Christian Mathenia ins bedrohte Eck und lenkte den Ball um den Pfosten. "Es war mit Sicherheit kein schönes Spiel", stellte Lehmann nach der Partie fest.

Für den größten Aufreger sorgte Schiedsrichter Deniz Aytekin, der sich in seinem 107. Erstligaeinsatz einen Muskelfaserriss zuzog. Für den Pechvogel des Tages übernahm in der zweiten Halbzeit Assistent Christian Dietz. Der 31 Jahre alte Münchener kam somit völlig überraschend zu seinem Bundesligadebüt. "Er hat einen guten Job gemacht", lobte Schuster den Referee.

Auch nach dem Wechsel ging es im Kick-and-Rush-Stil weiter. Darmstadt kam offensiv fast gar nicht mehr zum Zuge, die Gäste bemühten sich zumindest hin und wieder. Doch entweder warf sich im letzten Moment ein Darmstädter dazwischen oder es fehlte an der nötigen Präzision.

tkr/Lars Re/DPA
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