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Nürnberger Profi beleidigt Trainer Hecking

Nach der Pleite gegen Freiburg war der Frust wohl groß: Der Nürnberger Profi Robert Mak soll in einem Twitter-Eintrag Trainer Dieter Hecking beleidigt haben. Konsequenzen sind noch offen.

  Es ließ seinen Frust über die Auswechslung bei Twitter freien Lauf: Nürnbergs Robert Mak.

Es ließ seinen Frust über die Auswechslung bei Twitter freien Lauf: Nürnbergs Robert Mak.

Es war nur eine kurze Nachricht, aber die könnte Robert Mak noch etwas länger beschäftigen. Nach der 0:3-Niederlage des 1. FC Nürnberg beim SC Freiburg meldete sich der fränkische Fußball-Profi via Twitter zu Wort. Und soll auf einem mittlerweile gelöschten Account seinen Trainer Dieter Hecking beleidigt haben.

Der Coach, der Mak zur Pause gegen Alexander Esswein ausgetauscht hatte, gab sich am Sonntag zurückhaltend in der Causa. "Er ist ein junger Bursche, der auch mal einen Fehler macht. Man sollte das nicht zu hoch hängen", sagte Hecking. "Er hatte mir heute Morgen schon eine SMS geschrieben und sich dafür entschuldigt." Ob die Angelegenheit damit für den 21-jährigen Mak komplett ausgestanden ist, bleibt abzuwarten.

Während es zunächst auch geheißen hatte, der Account sei gehackt worden, dürften die Worte Heckings als Schuldeingeständnis von Mak gewertet werden. "So etwas gehört zum Fußball dazu, dass ein Spieler über den Trainer schimpft. Er sollte nur aufpassen, wo er sich dazu äußert. So geht es nicht", mahnte Hecking. Nun will der Trainer erst einmal mit dem Spieler direkt sprechen: In Zeiten von Facebook, Twitter & Co. sicher nicht das schlechteste. Als ob Hecking nach zuletzt vier Niederlagen in Serie nicht genug andere Sorgen hätte.

In England hat dagegen ein Twitter-Eintrag schon zu Konsequenzen geführt. Englands Nationalspieler Ashley Cole muss nach seiner Tirade gegen den englischen Fußballverband mit Strafen rechnen. "Wir haben eine Social-Media-Politik im Club, und es wird eine disziplinarische Maßnahme gegen den Twitter-Eintrag geben", kündigte Chelsea-Trainer Roberto Di Matteo an, ohne Details zu nennen. Medien wie der "Independent on Sunday", spekulierten über ein Bußgeld in Höhe von zwei Wochengehältern (umgerechnet rund 250 000 Euro). Seine Entgleisung soll Cole auch einen Anruf des Nationaltrainers Roy Hodgson noch am Freitagabend eingebracht haben. Der Verband FA hat sich noch nicht geäußert.

Am Freitag hatte der Linksverteidiger die FA-Verantwortlichen via Twitter als einen "Haufen von Deppen" bezeichnet - als Reaktion auf die Bestrafung von Chelsea-Kapitän John Terry. Cole hatte im Verfahren um Terrys angebliche rassistische Beleidigung des Queens-Park-Rangers-Profis Anton Ferdinand als Zeuge ausgesagt - und fühlte sich nun von der FA als Lügner hingestellt. Er entschuldigte sich noch am Freitag für seine Kritik und löschte den Eintrag.

tis/DPA/DPA

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