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Was für eine Startbilanz: BVB berauscht sich gegen Gladbach an sich selbst

Mit 16 Punkten und 19:1 Toren führt der BVB nach sechs Spieltagen die Tabelle an. Beim 6:1 gegen Mönchengladbach spielte der Revierclub meisterlich auf. Das macht Mut für das Duell mit Real Madrid am Dienstag.

Julian Weigl (l.) erzielte bei seiner Rückkehr nach Verletzungspause in die BVB-Startelf gleich ein Tor

Julian Weigl (l.) erzielte bei seiner Rückkehr nach Verletzungspause in die BVB-Startelf gleich ein Tor - Pierre Emerick Aubameyang (traf dreimal) feiert mit.

Bester Angriff, beste Abwehr - wird immer mehr zu einem echten Titelaspiranten. Mit dem 6:1 (3:0) gegen Borussia Mönchengladbach festigte das Team von Trainer Peter Bosz die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga und feierte eine berauschende Generalprobe für das Champions-League-Duell am Dienstag gegen Real Madrid.

Dank der Treffer des kongenialen Duos (28./38.) und Pierre-Emerick Aubameyang (45./49./62.) sowie Julian Weigl (79.) vor 81.360 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park baute der Pokalsieger am Samstag den Abstand zum drittplatzierten Topfavoriten FC Bayern auf drei Punkte aus und blieb auch im 41. Heimspiel in Serie ungeschlagen. Philipp stand nach der Partie vor den Sky-Kameras und jubelte: "Das war schon eine gute Leistung."

BVB-Trainer Peter Bosz trat der Euphorie über die starke Leistung mit Ruhe entgegen und sagte: "Wir haben das heute sehr gut gemacht. Es ist wichtig zu spielen wie heute: Wir wollen hoch stehen und den Gegnern keine Räume geben. Die Spieler sind sehr frisch, zeigen guten Fußball. Aber gegen Real Madrid wird es ein anderes Spiel."

BVB furios - Schönheitsfehler: erstes Gegentor nach 515 Minuten

Dagegen verloren die Gladbacher nach der zweiten Saisonniederlage vorerst den Anschluss an die internationalen Plätze. Im 91. Ligaduell mit der anderen Borussia blieben sie den Nachweis einer Spitzenmannschaft schuldig. Immerhin gelang es (66.) mit seinem Treffer zum 1:5, die Dortmunder Abwehr erstmals in dieser Saison nach 515 Minuten zu überwinden.    

Im fünften Spiel in den vergangenen 15 Tagen setzte BVB-Coach Bosz auf Rotation. Im Vergleich zum Duell mit Hamburg (3:0) baute der Niederländer die Startelf auf fünf Positionen um. So feierten die zuletzt verletzten Mario Götze und Jeremy Toljan ihr Comeback. Dagegen nahmen die Gladbacher im Vergleich zum Spiel gegen Stuttgart (2:0) nur einen Wechsel vor. Selbst der angeschlagene Weltmeister Christoph Kramer war dabei; er lief wegen eines Nasenbeinbruchs mit einer Gesichtsmaske auf.

Maximilian Philipp: "In der zweiten Halbzeit habe ich nachgelassen"

Trotz der vielen personellen Änderungen und der zurückliegenden Terminhatz übernahm der BVB von Beginn an die Regie. Dennoch kamen die defensiven Gäste zur ersten Chance, als Thorgan Hazard am Ende eines sehenswerten Konters mit einem Schuss aus 15 Metern an BVB-Keeper Roman Bürki scheiterte.

Doch mit zunehmender Spielzeit spielte Dortmund geradezu meisterlich auf. Bei zwei guten Chancen von binnen zwei Minuten (25./26.) deuteten sie erstmals Torgefahr an. Im dritten Anlauf wurde das dominante Spiel dann doch belohnt. Ein sehenswerter Pass in die Tiefe von Julian Weigl, der erstmals in dieser Saison in der Startelf stand, ebnete den Weg zur Führung. Nach Flanke von Aubameyang erzielte Neuzugang Philipp mit einem Volleyschuss seinen bereits dritten Saisontreffer. Philipp war einer der Matchwinner für den BVB, nach dem Spiel blieb er in Bezug auf seine eigene Leistung allerdings zurückhaltend. "Ich muss mir eingestehen: Ich habe in der zweiten Halbzeit nachgelassen", sagte er.


Das Führungstor hob den Unterhaltungswert der Partie beträchtlich. Der BVB kombinierte von nun an nach Herzenslust. Allein das Duo Philipp/ Aubameyang brachte die Gladbacher Deckung gehörig ins Wanken. Das 2:0 durch Philipp nach Zuspiel von Toljan und das 3:0 durch Aubameyang nach Vorarbeit von Philipp sorgten schon vor der Pause für die Entscheidung. Zumal bei den Gästen zwei Chancen von Stindl (41.) und Hazard (43.) ungenutzt blieben.

Doch der Torhunger des BVB war damit noch lange nicht gestillt. Ähnlich überzeugend wie in der 1. Halbzeit wurden dem zuvor hochgehandelten Gast die Grenzen aufgezeigt. Zwei weitere Treffer von Aubameyang, der damit um ein Tor am bisher in der Torjägerliste führenden Robert Lewandowski (7) vorbeizog, und Weigls erster Bundesliga-Treffer rundeten die Gala ab.

feh/Heinz Büse/DPA

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