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Bayer vor dem Aus, BVB mit einem Bein im Viertelfinale

Borussia Dortmund ist nach einem starken 3:0 gegen ein Tottenham, das mehrere Stammspieler für die Liga schonte, in der Europa League auf Kurs. Bayer Leverkusen hingegen steht nach einer 0:2-Niederlage gegen Villarreal deutlich schlechter da.

Marco Reus (r.) vom BVB und Stefan Kießling von Bayer 04 Leverkusen

Während Marco Reus (r.) mit seinem BVB fast schon im Viertelfinale ist, wird es für Stefan Kießlings Bayer 04 Leverkusen sehr schwer

Der erste Spieltag des Achtelfinals in der Europa League war aus deutscher Sicht sehr durchwachsen. Der BVB nahm den Premier-League-Zweiten Tottenham Hotspur nach allen Regeln der Kunst auseinander und hat nach einem 3:0-Sieg beste Karten für das Viertelfinale. Bayer 04 Leverkusen hingegen ging bei Villarreal mit 0:2 unter und hat eine Mammut-Aufgabe am kommenden Dienstag in Leverkusen vor der Brust. Der deutsche Trainer Jürgen Klopp feierte derweil einen 2:0-Heimsieg mit seinem FC Liverpool gegen Manchester United.

Bayer Leverkusen vor dem Aus

Auch die Rückkehr von Roger Schmidt auf die Trainerbank hat Bayer Leverkusen beim Europacup-Jubiläum nicht aus der Krise geholfen. Nach dem Drei-Spiele-Bann in der Fußball-Bundesliga stand der Coach wieder an der Seitenlinie und musste von dort das 0:2 (0:1) der Werkself am Donnerstag im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League beim spanischen Tabellenvierten FC Villarreal mitansehen. Damit stehen die Leverkusener, die nur einen Punkt aus den letzten vier Liga-Spielen holten, vor dem Rückspiel in einer Woche gehörig unter Druck.

Im 200. Europacup-Spiel der Vereinsgeschichte schoss Cedric Bakambu vor 17 000 Zuschauern im Estadio El Madrigal den Sieg mit zwei Treffern für Villarreal heraus (4. und 56.). Dazu sah Tin Jedvaj in der Nachspielzeit wegen Handspiels die Gelb-Rote Karte (90.+4). Bayer droht wie schon beim letzten Duell mit den Spaniern vor fünf Jahren das Aus im Achtelfinale. Und für Schmidt, der im schwarzen Jackett den nächsten sportlichen Tiefschlag in der Coaching-Zone vernahm, wird es allmählich ungemütlich.

BVB zerlegt Tottenham

Reife Leistung, spektakuläre Tore, klarer Sieg - Borussia Dortmund hat seinen Status als Mitfavorit des Wettbewerbs eindrucksvoll untermauert und einen weiteren Schritt in Richtung Titel gemacht. Nach dem überlegenen 3:0 (1:0) im Achtelfinal-Hinspiel gegen Tottenham Hotspur ist dem wie entfesselt auftretenden Tabellenzweiten der Fußball-Bundesliga der Einzug in die Runde der besten acht Clubs schon fast nicht mehr zu nehmen. Pierre-Emerick Aubameyang (30. Minute) und Nationalspieler Marco Reus per Doppelpack (61./70.) münzten die große Überlegenheit des BVB am Donnerstagabend in die verdienten Treffer um. Das offensiv enorm variable Team von Trainer Thomas Tuchel erteilte dem zuvor hochgelobten Premier-League-Zweiten eine bittere Lehrstunde.

Eine Woche vor dem Rückspiel in der englischen Hauptstadt haben die Londoner kam noch Erfolgssaussichten, auch wenn bisher noch nie ein deutsches Team an der White Hart Lane gewann. Vor 65.848 Zuschauern in der ausverkauften Dortmunder Arena spielten sich die Gastgeber zeitweise in einen Rausch, eilten von Torchance zu Torchance und vergaßen nur in der ersten Hälfte ein wenig das Toreschießen. Die vergleichsweise knappe 1:0-Führung zur Pause spiegelte nicht ansatzweise die Kräfteverhältnisse auf dem Platz wieder, doch gegen Ende legten die Dortmunder noch die ersehnten weiteren Treffer nach.

BVB-Dauerdruck zu viel für Spurs

Die Engländer, die Stürmerstar Harry Kane anfangs überraschend auf der Ersatzbank gelassen hatten, liefen ausschließlich hinterher und präsentierten sich gänzlich blamabel. Dem BVB-Dauerdruck hatten Mauricio Pochettinos Profis um den früheren Kölner Kevin Wimmer kein bisschen entgegenzusetzen, vom in der Premier League gefürchteten Forecheckingspiel der Londoner war rein gar nichts zu sehen.

Für das 1:0 brauchten die Westfalen bis zur 30. Minute. Reus, Castro und Marcel Schmelzer passten sich auf der rechten Seite quasi mühelos das Bällchen zu, die Flanke landete wie bestellt auf dem Kopf des freistehenden Aubameyang, dessen Jubel diesmal länger anhielt als zuvor. Für den Gabuner war es bereits der 33. Pflichtspieltreffer in dieser Saison. Von einer Medienmeldung über eine angebliche Offerte von Real Madrid in Höhe von fast 100 Millionen Euro, die tags zuvor für Wirbel gesorgt hatte, ließ sich der stark aufspielende Torjäger keineswegs beirren.

Mkhitaryan (41.) hätte in der Folge ebenso nachlegen können wie Castro (51.), der aus spitzem Winkel auf Aubameyang-Vorlage den Pfosten traf. Die Treffer Nummer zwei und drei blieben stattdessen Reus vorbehalten: Eine Kopfballvorlage von Neven Subotic hämmerte der Nationalspieler aus kurzer Entfernung volley unter die Torlatte, dem 3:0 ging ein herrlicher Dropkick des Mittelfeldprofis voraus.     

fin/DPA
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