5. Mai 2010, 18:43 Uhr

UEFA bleibt hart - FC Bayern ohne Ribéry

Die UEFA hat den Einspruch des FC Bayern gegen die Sperre von Franck Ribéry abgewiesen. Damit wird das Champions-League-Finale wohl ohne den Franzosen stattfinden. Die Münchner wollen nun den Internationalen Sportgerichtshof einschalten.

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Keine Gnade von der Uefa: Franck Ribéry darf am 22. Mai in Madrid nicht mitspielen©

Der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern München muss das Finale in der Champions League gegen Inter Mailand ohne Franck Ribéry bestreiten. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) wies am Mittwoch im schweizerischen Nyon den Einspruch der Münchner gegen die Sperre von drei Spielen ab. "Das Urteil ist viel zu hart", sagte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge dem TV-Sender "Sport1" enttäuscht. Damit muss Bayern-Coach Louis van Gaal am 22. Mai in Madrid auf seinen französischen Mittelfeld-Antreiber verzichten. Allerdings will der FC Bayern weiter um Ribérys Einsatz kämpfen und den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) einschalten.

Auch der persönliche Einsatz von Rummenigge nutzte im Kampf um die erhoffte Finalteilnahme Ribérys nichts. Damit kann der Franzose erst in der kommenden Saison wieder in der europäischen Königsklasse auflaufen. Ob er dann noch beim FC Bayern weilt, soll sich in den nächsten Wochen entscheiden.

"Der Vorwurf der Tätlichkeit trifft hier nicht zu"

Damit fand Ribérys ganz persönliche Saison beim FC Bayern nicht wie erhofft ein versöhnliches Ende. "Der schlimmste Moment meiner Karriere waren die ersten sechs Monate in dieser Saison, als ich mich am Knie verletzt habe", hatte der Franzose am Montag bereits eine bittere Bilanz im WM-Jahr gezogen. Nun fehlt er auch beim Höhepunkt in der europäischen Königsklasse.

Beim Halbfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Lyon hatte Ribéry vor zwei Wochen nach einem Foul gegen Olympique-Stürmer Lisandro Lopez Rot gesehen. Die UEFA wertete die Aktion als Tätlichkeit und verhängte eine Sperre von drei Spielen gegen den Franzosen. Vor allem die Einstufung des Fouls stieß beim FC Bayern auf Unverständnis. "Wir können diese Entscheidung in keiner Weise nachvollziehen und halten sie für absolut falsch. Der Vorwurf der Tätlichkeit trifft hier nicht zu", argumentierte der deutsche Rekordmeister.

Unterstützung erhielt Ribéry auch vom gefoulten Gegenspieler Lopez: "Ribéry hatte keine böse Absicht. Wir sind beide auf den Ball gegangen. Ich war nur vor ihm da", sagte der Olympique-Angreifer. "Jeder, der schon einmal Fußball gespielt hat, hat akzeptiert, dass das alles war, nur keine Tätlichkeit", sagte Bayern-Chef Rummenigge. "Wir werden kämpfen. Das sind wir uns und speziell Franck schuldig."

SID
 
 
KOMMENTARE (10 von 21)
 
silver-quattro3.0 (08.05.2010, 09:14 Uhr)
@germinal........Feine Analyse
Und so richtig interpretiert. Allerdings habe ich meine Zweifel ,ob unserer euphorisierten Jungs den Titel heimbringen können.Ich bin ja überzeugt davon daß der Schiedsrichter - welcher Nationalität er auch immer sein mag- einen kleinen Knopf auf seiner Pfeife hat, mit jenem er eine besonders ausgeklügelte Electronik - im Spielball untergebracht -auslösen kann, die dafür sorgt, daß der - von Robben auf´s Tor gezielte Ball, noch einen Drall erhält, um Zentimeterweit abgefälscht zu werden. Eine Deutsche Mannschaft als Sieger? Was nicht sein darf - kann nicht sein. :-))
germinal (08.05.2010, 01:29 Uhr)
Nicht daß es wichtig wäre,
aber die Entscheidung der UEFA im Berufungsverfahren bezüglich des Fouls von Franck Ribery im Spiel gegen Lyon ist mehr als nur fragwürdig.
Damit jedem auch klar ist, worum es ging, hier noch einmal die Szene:

http://www.youtube.com/watch?v=VuFC55WmFyw

Roberto Rosetti war die Pfeife, scusi, der Schiedsrichter, der in dieser Situation eine Tätlichkeit erkannt haben wollte und dem Franzosen dafür Rot gab.

Nun erkennt eigentlich jeder, der mal einen Ball getreten hat, daß es sich hier um einen normalen Zweikampf handelt, in dem Ribery etwas zu spät kommt und foult.

Das wäre dann Gelb.

Halten wir es dem Herrn Rosetti mal zugute, daß auch ein sehr guter Schiedsrichter nicht immer Alles sehen kann. War ja vielleicht nur ein Aussetzer, den er da hatte.

Daß er, als Italiener vielleicht lieber Lyon gegen die Nerazzurri sehen wollte, soll ihm hier nicht unterstellt werden. Doch die Herren von der UEFA haben den armen Mann mit ihrer etwas unüberlegten Schiedsrichter- Ansetzung erst diesem Verdacht ausgeliefert. Wie kann man denn einen Landsmann so ein Halbfinalte verpfeifen lassen, wenn nebenan Inter spielt.

Nun könnte man einen Schlußstrich unter diese unappetitliche Geschichte ziehen, indem man den "Übeltäter" für ein weiters Spiel sperrt. Niemand hätte sich vermutlich weiter an die spektakuläre Fehlentscheidung des Herrn Rosetti erinnert.

Ribery wurde jedoch für drei Spiele gesperrt, die Situation abermals als Tätlichkeit interpretiert. Denn: Was Schwachsinn ist, muß auch Schwachsinn bleiben!

Am 5. Mai gab es dann erneut einen Termin mit dem Versuch einer Einigung, zur Güte.
Die Chance wurde abermals verspielt, das Urteil bestätigt.

Sensible Nasen sollten sich jetzt zurückziehen, denn von hier an stinkt es, vom Kopfe her.

Denn in den Gremien der UEFA, insbesondere in den hier wichtigen, sitzen einige Italiener.

Der gefoulte Gegenspieler Lisandro López, sprach in der Verhandlung auch nur von einem Foul, keiner Tätlichkeit!

Nichts gegen Italiener, als kleiner Junge habe ich da drei Jahre gelebt. Mein erstes Live- Erlebnis war Inter, da war ich kaum vier oder fünf Jahre alt. Opa hat mich mitgenommen. Außerdem habe ich die Mentalität geliebt. So nett, wie die Italiener zu Kindern sind, sind sonst nur noch die Polen in Europa. Außerdem sind sie sehr katholisch und lassen gerne mal Fünfe gerade sein.

Hier genau liegt vielleicht das Problem. Denn wenn ein Gremium, bestehend aus vielen Leuten, einigen davon Italiener, über eine Entscheidung eines Italieners ein Urteil fällen sollen, wirkt das schon etwas schwierig. Wenn genau diese Entscheidung dann auch noch eine Mannschaft benachteiligt, die im Finale der Champions League gegen eine Italienische Mannschaft steht, dann kann man schon behaupten, daß so etwas stinkt Fragen aufwirft.

Der Gang vor das Internationalen Sportgerichtshof in Lausanne (CAS) liegt also nahe.

Was aber eigentlich gar nicht so wichtig ist....

Wer sich an die letzte Saison erinnert, der denkt sicher automatisch an das Spiel London gegen Barcelona.


Damals habe ich die Zeichen der Zeit wohl richtig gedeutet und auf Barcelona gewettet. Mit Sportwetten kann man ja bekanntlich nicht wenig Geld gewinnen.


Und das ist auch heute wichtig!

Trotzdem sollte sich kein Zocker wirklich sicher sein, daß er heute schon weiß, was morgen geschieht.
Selbst wenn Ribery nicht spielen darf, wird der FCB im Duell Lehrer gegen Schüler nicht auszurechenen sein.

Und selbst wenn der CAS nun befindet, daß Ribery spielen darf, könnte Altintop doch noch etwas fitter sein.

Das Ding geht zu uns nach München, was irgendwo historisch ist. Aber in diesem Zusammenhang werden wir uns immer an das Schmierentheater erinnern, das veranstaltet wurde, damit es nicht so ist.

Dieser Titel wird noch etwas heller strahlen, in unserer Vitrine an der Säbener Strasse.

Ob Corleonesi oder UEFAlornesi, den FC Bayern schlägt dieses Jahr keiner mehr.

Nur das ist wichtig!
germinal (08.05.2010, 01:26 Uhr)
Klugscheißer!
Alles nur Hall und Rauch!
silver-quattro3.0 (06.05.2010, 16:49 Uhr)
@germinal..scheint so
daß unser vegetroll gleich zwei neue Pseudos hat. Das eine Kätzchen hält sich für einen Königstiger und der ander gibt anständigerweise bereits im Nick zu, daß er eine Macke hat............
germinal (06.05.2010, 14:01 Uhr)
Outsourcing
Diese Facebook- Aktion ist ja mal ein wirklich dämlicher Einfall. Aber vielleicht ökonomisch sinnvoll. Vielleicht kann man auch noch das Politik- Ressort ausgliedern zur Bild, gesellschaftliche Theman an die Bunte, und den Jörges geben wir der taz.

Schöner neuer stern!
germinal (06.05.2010, 13:58 Uhr)
@Hallmackenreuther
Was ist denn hier los? Hat sich der Forumstroll ein neues Pseudo zugelegt?
silver-quattro3.0 (06.05.2010, 11:37 Uhr)
@Hallmackenreuther.......lese ich da
ein gewisses Maß an Neid heraus?Es gibt eben Fraktionen - auch in Foren - die unterschiedlicher Meinungen sind. Diese verbal zu bekämpfen ist doch legitim. Und ein wenig Gift in den Post´s zu vernachlässigen wäre halt so, wie ein Espresso ohne heisse Tasse !
silver-quattro3.0 (06.05.2010, 11:30 Uhr)
@theobaldkätzchen
Meist sind die Typen, die sich selbst einen Tiger nennen, ganz brave Hauskatzerl mit eingezogenem Schwanzerl............
Hallmackenreuther (06.05.2010, 11:28 Uhr)
@dialogus
Nimm's leicht, der silver-quattro, das ist so einer, der hier ganz hart um die Meinungshoheit kämpft - da kommt man schlecht gegen an. Am besten ignorieren, wenn's nicht zu sehr in den Fingern juckt ....
theobaldtiger (06.05.2010, 11:25 Uhr)
Was hier an Blödsinn ....
.... und Stammtischparolen abgesondert wird, ist ja nicht zu fassen (aber lustig) - dich, dialogus, nehme ich ausdrücklich davon aus. Du hast es auf den Punkt getroffen.
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