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Der 1.FC Köln ist zurück in Europa - Arsenal schont seine Stars

Zwischen Europacup-Euphorie und grauem Bundesliga-Alltag: Der 1.FC Köln möchte mit dem größten Spiel der jüngeren Vereinsgeschichte gegen den FC Arsenal den misslungenen Saisonstart wieder gut machen. In London dagegen nimmt man die Europa-League nicht ernst und verzichtet auf Özil und Co..

Peter Stöger, Trainer des 1. FC Köln beim Auswärtsspiel in Augsburg

Den Blick auf Arsenal gerichtet. Nach dem schwachen Saisonstart des 1. FC Köln, freuen sich nun alle auf das größte Spiel der jüngeren Vereinsgeschichte. 

Die erste Europa-Legaue Teilnahme des 1.FC seit 25 Jahren beginnt am Donnerstag mit dem Auswärtsspiel beim FC Arsenal. Im Vorfeld der Partie rechnet man den Kölnern wenige Chancen aus, ist Arsenal doch schließlich die stärkste Mannschaft in der diesjährigen Euro-Legaue-Saison und legitimer Anwärter auf den Titel. Der "Effzeh" dagegen genießt den Europapokal in vollen Zügen und entflieht zumindest für anderthalb Stunden dem tristen Bundesliga-Alltag, nachdem man den Start mit drei Niederlagen verpatzt hatte.

Der 1.FC Köln in Bestbesetzung

Der Bundesligist kann fast aus den Vollen schöpfen. Außer dem kranken Stürmer Artjoms Rudnevs, der ohnehin selten zur Startelf gehört, fehlt niemand. Trainer Peter Stöger hatte einige Härtefälle zu lösen, ließ zum Beispiel den langjährigen Abwehrchef Dominic Maroh oder den gebürtigen Kölner Christian Clemens zu Hause. Arsenal muss derweil zwangsweise auf Laurent Koscielny (gesperrt) sowie Francis Coquelin und Santi Cazorla (verletzt) verzichten. Zudem wird Teammanager Arsene Wenger gleich sechs Spieler schonen: Neben Weltmeister Mesut Özil auch den früheren Gladbacher Granit Xhaka sowie Petr Cech, Aaron Ramsey, Alexandre Lacazette und Danny Welbeck.

Euro-League: Für Köln Hauptgewinn, für Arsenal Trostpreis

Bei beiden eigentlich nicht die beste. Arsenal startete nach der mit Platz fünf schwächsten Saison in der 21-jährigen Amtszeit Wengers mit zwei Siegen und zwei Niederlagen durchwachsen, legte mit drei Niederlagen den schlechtesten Saisonstart der Vereinsgeschichte hin. Die Vorfreude auf das Europacup-Comeback überlagert die Katerstimmung derzeit aber, wogegen Arsenal eher auf das Londoner Stadtderby gegen Meister FC Chelsea am Sonntag hinfiebert.

Mertesacker will den Titel

Drei Weltmeister hat der FC  in seinen Reihen. Während Özil geschont wird, werden Per Mertesacker und Shkodran Mustafi wohl in der Startelf der Gunners stehen. Mertesacker absolviert seine letzte Profi-Saison und würde sich gerne mit dem Titel verabschieden.

Da der FC 25 Jahre nicht am Europacup teilnahm, fehlen Vergleichswerte aus der jüngeren Vergangenheit. Doch ein positives Zahlenspiel hat der Verein gefunden: Von 25 Auftaktspielen im Europacup verloren die Kölner nur drei, in den Europa-League-Vorgängerwettbewerben Messepokal und UEFA-Cup gar keines.

Ihre alljährliche Saison-Abschlussfahrt absolvierten das Trainerteam und die sportliche Leitung im Mai nach London zum FA-Cup-Finale zwischen Chelsea und Arsenal. "Da haben wir schon - wenn auch im Scherz - gesagt: "Wir kommen wieder", berichtete Sportchef Jörg Schmadtke.

fk/DPA

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