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Der Trainer des Jahres heißt Julian Nagelsmann

1899 Hoffenheim belegt aktuell den vierten Platz der Bundesliga. Das spricht für Julian Nagelsmann und seine Trainingsmethoden. Jetzt hat ihn der DFB geehrt. 

Julian Nagelsmann ist bereits als jüngster hauptamtlicher Cheftrainer in die Geschichte der Bundesliga eingegangen

Julian Nagelsmann ist bereits als jüngster hauptamtlicher Cheftrainer in die Geschichte der Bundesliga eingegangen

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat am Montagabend in Neu-Isenburg den "Trainerpreis des deutschen Fußballs 2016" vergeben. Die Auszeichnung ging an Julian Nagelsmann, den Coach von Bundesligist 1899 Hoffmann. Er ist der achte Trainer, der die Auszeichnung erhält.

Mit nur 28 Jahren wurde Nagelsmann im Feburar 2016 Cheftrainer der Hoffenheimer Mannschaft und damit der jüngste hauptamtliche Cheftrainer der Bundesligageschichte. Bisherige Preisträger waren Horst Hrubesch, Thomas Tuchel, Hermann Gerland, Christian Streich, Norbert Elgert, Maren Meinert und Markus Kauczinski. Die Auszeichnung würdigt insbesondere herausragende Leistungen eines Trainers in der Nachwuchsarbeit.

Bernd Schröder für sein Lebenswerk ausgezeichnet

Mit dem Preis für das Lebenswerk zeichnete der DFB als ersten Frauenfußball-Trainer Bernd Schröder aus, der mit Turbine Potsdam in mehr als vier Jahrzehnten große Erfolge feierte. 2016 hatte Ottmar Hitzfeld den Ehrenpreis verliehen bekommen.

"Diese Auszeichnung kommt für mich sehr überraschend und ist eine große Ehre für mich", sagte Nagelsmann. Es gebe so viele Kollegen, die seit Jahren auf höchstem Niveau einen grandiosen Job machten und die eine solche Wertschätzung ebenso verdient hätten. "Dass mir als Rookie nun eine solche Ehre zuteil wird, macht mich fast sprachlos, und das bin ich selten."

Glückwünsche für Nagelsmann

In einer Videobotschaft beglückwünschte Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp seinen jungen Trainer zur Auszeichnung und wünschte sich eine Fortsetzung der Zusammenarbeit auf unbestimmte Zeit. "Ich würde gern, wenn er lebenslang in Hoffenheim bleiben würde", sagte Hopp. Zugleich relativierte er diesen Wunsch: "Ich kann mit aber auch vorstellen, dass er eines Tages ein großer Trainer eines großen Vereins wird."

Der 74-Jährige Schröder hatte mit dem Bundesligisten 1. FFC Turbine Potsdam Geschichte im Frauenfußball geschrieben. Sechsmal wurde er mit dem Club deutscher Meister. Höhepunkt seines rund 45 Jahre langen Schaffens bei Turbine war 2010 der Triumph in der Champions League sowie die Gewinne des UEFA-Cups 2005 und 2010. "Ich habe 23 Auszeichnungen für mein ehrenamtliche Tätigkeit bekommen, doch der Trainerpreis ist eine ganz besonderer", sagte Schröder.

fri/DPA
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