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Anleitung für schwule Fußballer

Der beste Zeitpunkt für ein Coming-out? Wie reagieren, wenn der Spruch mit der Seife unter der Dusche kommt? Der DFB bringt eine Broschüre für homosexuelle Fußballer heraus - mit teils kuriosen Tipps.

  Die Mainzer Fans setzten bei einem Spiel gegen Wolfsburg im Jahr 2012 ein Zeichen gegen Homophobie.

Die Mainzer Fans setzten bei einem Spiel gegen Wolfsburg im Jahr 2012 ein Zeichen gegen Homophobie.

Louis van Gaal hat es getan. Er hat seine Teilnahme an der Schwulenparade in Amsterdam zugesagt. Mit mehreren Spielern und Trainern wird er am 3. August durch die Grachten schippern und ein Zeichen für Toleranz setzen. Auch der DFB will ein Zeichen setzen. Prominente Vertreter des deutschen Fußballs haben am Mittwoch eine Erklärung gegen Homophobie, die sogenannte "Berliner Erklärung", unterzeichnet. Zusätzlich hat der DFB eine Broschüre zum Thema "Fußball und Homosexualität" herausgebracht. Sie soll homosexuellen Fußballspielern und Fußballspielerinnen bei ihrem Coming-out Hilfestellung geben.

Die Broschüre verfolgt einen richtigen Ansatz, auch wenn sie sich stellenweise liest wie ein Lehrbuch aus dem Sexualkundeunterricht, etwa wenn im Anhang Begriffe zum Thema erklärt werden ("Lesbisch: Bezeichnung für die homosexuelle Orientierung von Frauen". "Schwul: Bezeichnung für die homosexuelle Orientierung von Männern"). Auch mancher "praktische Tipp" dürfte homosexuellen Kickern und Vereinen nur bedingt weiterhelfen. Etwa der Ratschlag, dass Gespräche vor dem Coming-out in einer "für alle beteiligten Personen angenehmen Atmosphäre" stattfinden sollten.

Dennoch bietet die Broschüre Vereinen viele Anregungen, wie sie Sportlern zur Seite stehen können. In dem Kapitel "Taktik" geht es um die Vorbereitung des öffentlichen Coming-outs. Neben naheliegenden Punkten (Experten-Beratungen, Strategie-Fahrplan) weist der DFB jedoch auch darauf hin, Sponsoren der Spieler vor dem Schritt an die Öffentlichkeit zu informieren.

Antwortenkatalog für kritische Fragen

Das Kapitel "Offensive" widmet sich der medialen Begleitung eines Profi-Coming-outs - Zeitpunkt, TV-Auftritte, Medienstrategie. Als besten Zeitpunkt für das Coming-out hat der DFB etwa den Saisonabschluss ausgemacht. "Aufgrund der Schnelllebigkeit der Gesellschaft und der 'medialen Halbwertszeit' einer solchen Neuigkeit hätte sich die mediale Lage bis zum Beginn der neuen Spielzeit beruhigt."

Besonders ausgiebig widmet sich die Broschüre dem Umgang mit den Medien. Auf einen "Hype" müssen Spieler, die sich outen, demnach gut vorbereitet sein. Ein Tipp von dem Herausgeber: Interviews sollten proaktiv an Zeitungen und Magazine angeboten werden, um Aussagen und Inhalte durch eine Autorisierung durch den Spieler und seine Berater "kontrollieren" zu können. Sogar einen Fragenkatalog mit kritischen Fragen und möglichen Antworten hat der DFB zusammengestellt. Da geht es dann zum Beispiel darum, was ein Spieler antworten sollte, wenn er gefragt wird, ob "Homosexuelle nicht alle nur hinter den Kindern im Sportverein her sind". Oder wie man reagiert, wenn man auf Situationen unter der Dusche angesprochen wird (Antwort-Möglichkeit: "Das geflügelte Wort von der Seife, die man nicht fallen lassen sollte, ist daher polemischer Unsinn. In der Sauna fällt ja auch nicht jede(r) über jede(n) her").

"Es ist die klare Haltung des DFB, dass jede Person, die sich offen zu ihrer Homosexualität bekennen will, auf die Unterstützung durch unseren Verband zählen kann", sagt DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. "Es war uns wichtig, im engen Austausch mit Experten eine Broschüre zu entwickeln, die einen Beitrag zu einem vorurteilsfreien Umgang mit dem Thema leisten kann. Sie soll darüber hinaus Vereinen, Aktiven, Trainern und Betreuern praxisorientierte Informationen an die Hand geben."

Alle 26.000 Vereine sowie die Regional- und Landesverbände des DFB sollen in den nächsten Tagen die 28-seitige Broschüre zugeschickt bekommen.

kmi

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