HOME

BVB und Bayern siegen locker - nicht einmal Werder wackelt

Im DFB-Pokal haben die meisten Favoriten ihre Aufgaben in der ersten Runde ohne Probleme gemeistert. Zwei Bundesligisten hätten sich aber wohl einen souveräneren Auftritt gewünscht.

Werder Bremen ist in den letzten Jahren gern früh aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Doch gegen die Würzburger Kickers ließ das Team nichts anbrennen

Werder Bremen ist in den letzten Jahren gern früh aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Doch gegen die Würzburger Kickers ließ das Team nichts anbrennen

Rekordpokalsieger hat seine Erstrunden-Aufgabe beim Fußball-Drittligisten Chemnitzer FC problemlos gemeistert. Die Tore zum 5:0 (1:0) für den deutschen Titelträger erzielten am Samstag Robert Lewandowski (20./60.) sowie Kingsley Coman (51.), Franck Ribery (79.) und Mats Hummels (89.).

FC Rielasingen-Arlen - Borussia Dortmund 0:4

Borussia Dortmund ist souverän, aber glanzlos in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen, ließ sich allerdings immer wieder vom tapferen Sechstligisten 1. FC Rielasingen-Arlen ärgern.
Beim 4:0 (2:0) im nach Freiburg verlegten Duell des Titelverteidigers gegen den klassentiefsten DFB-Pokalteilnehmer spielte der BVB am Samstag im Energiesparmodus. Der erste Sieg im zweiten Pflichtspiel der Saison war dennoch nie gefährdet. Der erste Schritt auf dem Weg zum fünften Finale in Serie ist damit für Dortmund gemacht.

Würzburger Kickers SV Werder Bremen 0:3

hat eine weitere Pokal-Blamage ohne große Mühe verhindert. Nach vier Erstrunden-Niederlagen in den vergangenen sechs Jahren gewann der Fußball-Bundesligist diesmal gegen den Zweitliga-Absteiger Würzburger Kickers mit 3:0 (0:0). Die Tore erzielten Milos Veljkovic in der 50., Max Kruse in der 74. und Maximilian Eggestein in der 77. Minute.

Die Kickers mussten ihr Heimspiel am Samstagabend in das mehr als 100 Kilometer entfernte Offenbach verlegen, da im eigenen Stadion nach Anwohnerklagen kein Fußball-Spiel mehr am späten Abend angepfiffen werden darf. Einer zeitlichen Verlegung stimmte der Deutsche Fußball-Bund nicht zu, weshalb sich der Verband während des Spiels "Scheiß "-Rufe der Würzburger Fans anhören musste. Die Bremer Anhänger unter den 8090 Zuschauern brüllten dabei fleißig mit.

FC Rot-Weiß Erfurt - TSG 1899 Hoffenheim 0:1

hat ohne Glanz die zweite Runde erreicht. Dank des Treffers von Nadiem Amiri (55. Minute) setzte sich die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann beim Drittligisten FC Rot-Weiß Erfurt am Samstag vor 8144 Zuschauern mit 1:0 (0:0) durch. Zwar geht die TSG mit einem "Erfolgserlebnis" in das erste Playoff-Hinspiel zur Champions League am Dienstag gegen den FC Liverpool. Doch beim bislang bedeutendsten Spiel ihrer Vereinsgeschichte müssen die Kraichgauer in drei Tagen zu Hause eine um Klassen bessere Leistung zeigen, wollen sie gegen das Team von Trainer Jürgen Klopp bestehen.

Jahn Regensburg  - SV Darmstadt 98 2:1

Mit zwei späten Toren von Jonas Nietfeld und Kapitän Marco Grüttner hat Bundesliga-Absteiger Darmstadt 98 den frühen K.o. im DFB-Pokal versetzt. Der Aufsteiger gewann das Duell der Fußball-Zweitligisten mit 3:1 (1:1). Erst traf Joker Nietfeld (86. Minute), dann legte Kapitän Grüttner in der Nachspielzeit nach (90.+4). Darmstadt war vor 8919 Zuschauern durch Artur Sobiech in Führung gegangen (40.). Marc Lais konnte für die Gastgeber per Foulelfmeter ausgleichen (45.+3).

DSC Arminia Bielefeld - Fortuna Düsseldorf 1:3

Fortuna Düsseldorf ist dank Joker Rouwen Hennings in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Beim 3:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung gegen den Liga-Konkurrenten Arminia Bielefeld markierte der Stürmer des Fußball-Zweitligisten zwei Tore. Zunächst hatte Kapitän Fabian Klos (55. Minute) die Gastgeber in Führung gebracht, doch der erst nach dem Gegentreffer eingewechselte Hennings (68./96.) drehte mit seinem Doppelpack das Spiel. Das dritte Tor erzielte Oliver Fink (120.). Im Vorjahr waren die Bielefelder noch bis ins Viertelfinale vorgestoßen.

TuS Erndtebrück - SG Eintracht Frankfurt 0:3

In Unterzahl hat Cup-Finalist Eintracht Frankfurt eine Auftakt-Pleite im Pokal abgewendet. Der Fußball-Bundesligist mühte sich beim Regionalliga-Aufsteiger TuS Erndtebrück lange, ehe der 3:0 (1:0)-Erfolg feststand. Knapp drei Monate nach dem gegen Borussia Dortmund verlorenen Pokalfinale (1:2) in Berlin sorgten Timothy Chandler (35.), Mijat Gacinovic (72.) und Neuzugang Sebastian Haller (76.) für den letztlich ungefährdeten Einzug in die 2. Runde. Vor 13.106 Zuschauern im Siegener Leimbachstadion tat sich die Eintracht insbesondere nach dem frühen Platzverweis von Kapitän David Abraham (22.) schwer, Dominanz auszustrahlen und seine technische Überlegenheit in klare Chancen und Tore umzumünzen.

Leher TS - 1. FC Köln 0:5

Glanz- und mühelos ist der in die zweite Runde des Pokals eingezogen. Der Fußball-Bundesligist erfüllte die Pflichtaufgabe bei den Amateuren der Leher Turnerschaft in Bremerhaven mit einem 5:0 (2:0). Vor 8500 Zuschauern im ausverkauften Nordsee-Stadion trafen am Samstag Leonardo Bittencourt (28.), Frederik Sörensen (34.), Jhon Córdoba (50./Handelfmeter), Marcel Risse (69.) und Sehrou Guirassy (75.) für die Kölner.

Der fünftklassige Bremen-Ligist blieb fast ohne Chance und verlor zudem noch Arwin Hashemi (49.) nach einer Roten Karte wegen eines absichtlichen Handspiels. Pech hatten die Gastgeber kurz vor der Pause bei einem Lattentreffer von Egzon Sula.

Germania Halberstadt - SC Freiburg 1:2

Nils Petersen hat seinen Vater im Familienduell geärgert und steht mit dem SC Freiburg in der 2. DFB-Pokal-Runde. Der Torjäger führte den Bundesligisten zu einem 2:1 (2:0) beim von seinem Vater Andreas trainierten Regionalligisten VfB Germania Halberstadt. Dabei erzielte der SC-Stürmer, der in seiner Jugend für Halberstadt spielte, die Führung (34.). Nicolaus Höfler gelang vor der Pause die Vorentscheidung (42.). Vor 5037 Zuschauern im Halberstädter Friedensstadion war der Bundesligist die klar bessere Mannschaft und gewann verdient, auch wenn Kay Michel mit seinem Treffer in der 88. Minute noch einmal für Spannung sorgte.

Lüneburger SK - 1. FSV Mainz 05 1:3

Das Pflichtspieldebüt von Sandro Schwarz als neuer Trainer des FSV Mainz 05 ist geglückt. Im Erstrundenspiel des DFB-Pokals gewann der Fußball-Bundesligist beim Viertligisten Lüneburger SK Hansa mit 3:1 (2:1). Die Tore für die Rheinhessen schossen Yoshinoro Muto (13. Minute/60.) und Daniel Brosinski (45./Foulelfmeter). Für den niedersächsischen Regionalligisten traf Felix Vobejda (31.) vor 4000 Zuschauern.

Auch wegen des Glücksschusses der Gastgeber zum überraschenden 1:1 tat sich der Favorit lange schwer auf dem durch den Dauerregen rutschigen Rasen. Der Japaner Muto brachte die Gäste zwar verdient in Führung, doch in der Folge vergab Mainz gute Chancen zu leichtfertig und spielte im Angriff mitunter zu umständlich. Neben Muto fiel besonders Neuzugang Alexandru Maxim vom VfB Stuttgart auf.

SV Eichede - 1. FC Kaiserlautern 0:4

Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern ist souverän in die zweite Runde eingezogen. Die Mannschaft von Trainer Norbert Meier gewann am Samstag beim fünftklassigen SV Eichede 4:0 (2:0). Die Tore erzielten vor 4039 Zuschauern Osayamen Osawe (17., 69.), Baris Atik (40.) und Christoph Moritz (85.).

SpVgg Unterhaching - 1. FC Heidenheim 0:4

Angeführt von Kapitän und Standardspezialist Marc Schnatterer hat der Fußball-Zweitligist 1. FC Heidenheim seine Pokalaufgabe bei der SpVgg Unterhaching locker gemeistert. Das Team von Trainer Frank Schmidt siegte beim Drittliga-Aufsteiger 4:0 (1:0).

Die ersten beiden Tore im Hachinger Sportpark erzielte Abwehrspieler Timo Beermann jeweils mit dem Kopf nach präzisen Eckbällen von Schnatterer (44./74. Minute). Die eingewechselten Robert Gratzel (80.) und Kolja Pusch (86.) erhöhten.


tkr/DPA

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Wissenscommunity