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4. August 2007, 18:06 Uhr

St. Pauli schaltet Leverkusen aus

Der Zweitliga-Aufsteiger schickt den Bundesligisten nach Hause: Mit 1:0 gewann der FC St. Pauli gegen Bayer Leverkusen. Werder Bremen rettete sich gegen Eintracht Braunschweig in die nächste Runde, auch die Bundesligisten Borussia Dortmund, Hertha BSC und Hannover 96 sind weiter.

Nahkampf am Millerntor: Die Hamburger Charles Takyi (vorn) und Fabian Boll gegen Simon Rolfes aus Leverkusen© Maurizio Gambarini/DPA

Der FC St. Pauli hat sich mit einem Paukenschlag im Profi-Fußball zurückgemeldet und Bayer Leverkusen in der ersten Runde aus dem DFB-Pokal geworfen. Der Zweitliga-Aufsteiger setzte sich am Samstag im heimischen Millerntor-Stadion mit 1:0 (0:0) gegen den Bundesligisten durch und erinnerte damit an seine Pokalerfolge in der Saison 2005/06, als der Kiez-Club bis ins Halbfinale einzog. Fabian Boll erzielte in der 87. Minute den umjubelten Siegtreffer. Werder Bremen entging durch ein Tor von Neuzugang Boubacar Sanogo in der Schlussminute des Spiels bei Eintracht Braunschweig einer möglichen Pokal-Blamage. Beim 1:0 (0:0)-Erfolg der ersatzgeschwächten Hanseaten sah Nationalspieler Per Mertesacker wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte.

Neben den Bremern schafften auch die Bundesligisten Borussia Dortmund, Hertha BSC und Hannover 96 den Einzug in die nächste Runde. Dortmund siegte beim 1. FC Magdeburg mit 4:1 (2:1). Die Berliner Hertha behielt bei der SpVgg Unterhaching mit 3:0 (1:0) die Oberhand. Hannover setzte sich mit 3:1 (3:0) bei Rot-Weiss Ahlen durch. Im Duell zweier Zweitligisten schaffte Borussia Mönchengladbach einen 1:0 (0:0)-Erfolg bei Aufsteiger VfL Osnabrück. Ligakonkurrent 1860 München setzte sich mit 3:0 (1:0) beim SC Verl durch. Antonio di Salvo (4. Minute/75./81.) erzielte dabei alle drei Treffer. Kickers Offenbach ließ sich beim 4:0 (1:0) von dem als Pokalschreck bekannten SV Sandhausen nicht überrumpeln.

Leverkusen geht verdient nach Hause

UEFA-Cup-Teilnehmer Leverkusen tat sich im mit 14.908 Zuschauern nicht ganz ausverkauften Millerntor-Stadion über die gesamte Spielzeit schwer und schied völlig verdient aus. Ohne den chilenischen Neuzugang Arturo Vidal (Trainingsrückstand) und die angeschlagenen Paul Freier, Lukas Sinkiewicz, Sergej Barbarez sowie Carsten Ramelow trat die Werkself auf der Baustelle Millerntor an. St. Pauli zeigte vor allem in der ersten Halbzeit den Kampfgeist der legendären Pokalspiele von vor zwei Jahren.

Borussia Dortmund erledigte mit Routine und Cleverness seine Pflichtaufgabe. In Magdeburg erzielten Ebi Smolarek (4.) sowie die Neuzugänge Diego Klimowicz (30., 90.+1) und Mladen Petric (75.) die BVB-Tore. Für den engagierten Gastgeber traf Stürmer Eric Agyemang zum zwischenzeitlichen 1:2 (43.). Malik Fathi (44.), Patrick Ebert (65.) und Marko Pantelic (82.) bescherten mit ihren Toren beim Sieg in Unterhaching ihrem neuen Trainer Lucien Favre den ersten Pflichtspielsieg für Hertha BSC. Hannover 96 hatte gegen Ahlen keine Mühe. Vor 4 667 Zuschauern sorgten Thomas Kleine (5.), Arnold Bruggink (11.) und Mike Hanke (44.) für die frühen Tore und den verdienten Sieg. Den Ehrentreffer der Ahlener erzielte Sebastian Schoof (62.).

DPA
 
 
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