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Samir Nasri flippt gegenüber Journalisten aus

Ärger über das EM-Aus ist ja verständlich, doch Samir Nasri überspannte mit seinen Reaktionen nach dem Spiel den Bogen. Seine Pöbeleien gegen einen Journalisten zeigen, dass die französische Nationalmannschaft auf den Vorfällen bei der WM 2010 wenig gelernt hat.

Ärger über das EM-Aus ist ja verständlich, doch Frankreichs Samir Nasri überspannte mit seinen Reaktionen nach dem Spiel den Bogen doch deutlich und zeigte, dass die Franzosen offenbar auf den Vorfällen vor zwei Jahren bei der WM 2010 wenig gelernt haben.

"Wissen Sie, in Frankreich ist das Bild der Nationalmannschaft ziemlich schlecht", hatte Samir Nasri dem Guardian noch vor wenigen Tagen erklärt. Die Vorfälle im Quartier der Equipe Tricolore in Knysna wirken schließlich immer noch nach. Doch daraus hatte man eigentlich die nötigen Schlüsse gezogen. "Daher haben wir in den letzten zwei Jahren versucht, etwas zu verbessern", so Nasri weiter.

Die Franzosen waren eigentlich auch auf einem guten Weg, hatten zuletzt eine starke Serie von 23 Spielen ohne Niederlage hingelegt, die Stars schienen sich auch vom Vorwurf unverbesserliche "Egomanen und Dickköpfe" zu sein, langsam frei machen zu können. Doch die so mühsam aufgebaute gute Stimmung ist mittlerweile zumindest in Teilen wieder dahin. Gar nicht mal wegen der zwei Niederlagen im bedeutungslosen letzten Gruppenspiel gegen Schweden oder dem EM-Aus gegen Spanien, sondern ausgerechnet wegen des Auftretens von Nasri nach dem Spiel.

Nasri beleidigt Journalisten

War der Jubel nach seinem Torerfolg, als er mit einem auf die Lippen gelegten Zeigefinger einen kritischen Journalisten zum Schweigen auffordern wollte, noch harmlos gewesen, in der Mixed-Zone von Donetsk nach der Niederlage gegen Spanien überspannte Nasri den Bogen dann deutlich. Enttäuscht über das EM-Aus und seine späte Einwechslung wollte er wortlos an den wartenden Journalisten vorbeimarschieren. Doch ein Reporter bat um ein Statement.

"Ihr sucht doch eh nur nach Scheiße und Ärger", herrschte Nasri laut dailymail.co.uk den Journalisten an, der darauf hin nur trocken konterte: "Dann hau doch ab." Der Spieler machte im Weggehen noch einmal kehrt und deckte den Fragesteller mit einer wahren Schimpfkanonade ein. "F*** dich", schnauzte er ihn an, ließ laut tf1.fr ein freundliches "Hurensohn" und die Aufforderung an den Reporter, doch sexuelle Handlungen an seiner Mutter zu vollziehen, folgen.

Frankreich: Aus Knysna nichts gelernt?

Zur Verbesserung des Images der französischen Nationalmannschaft wird dieser verbale Ausfall nicht unbedingt führen. Schon im Vorfeld der Partie hatten erneute Vorfälle im Lager der Franzosen Zweifel am neuen Frieden in der Equipe Tricolore genährt. Nationaltrainer Laurent Blanc und Hatem Ben Arfa waren nach der 0:2-Pleite gegen Schweden aneinander geraten.

Der unzufriedene Mittelfeldspieler hatte laut der Sporttageszeitung L'Équipe sogar seine sofortige Heimreise angedroht. Auch zwischen Samir Nasri und Alou Diarra krachte es. "Es wurden schwere Geschütze aufgefahren", erzählte Florent Malouda zu den verbalen Streitigkeiten in der Kabine, "in der Hitze des Gefechts hat das, was ich gesehen habe, alte Dämonen geweckt."

sportal.de/sportal
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