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Flick entschuldigt sich

Jogi Löws Assistent Hansi Flick hat sich umgehend für seinen verbalen Fehltritt enschuldigt. Flick hatte kurz vor dem ersten EM-Spiel gegen Portugal den deutschen Spielern empfohlen, gegen Cristiano Ronaldos Freistöße helfe nur "Stahlhelm aufsetzen und groß machen".

  "Stahlhelm aufsetzen": Hansi Flick hat sich verbal ein wenig verhaspelt

"Stahlhelm aufsetzen": Hansi Flick hat sich verbal ein wenig verhaspelt

Der Assistenztrainer der deutschen Nationalelf, Hansi Flick, hat sich für seinen verbalen Fauxpas entschuldigt: "Es tut mir leid, wenn Irritationen durch eine unglückliche Bemerkung von mir entstanden sind. Es war ein Versprecher, der keine falschen Eindrücke aufkommen lassen sollte. Es ist sonst nicht meine Art, mich mit militärischem Vokabular zu sportlichen Sachverhalten zu äußern." Und weiter: "Ich entschuldige mich für meine Ausdrucksweise bei der Pressekonferenz und ärgere mich selbst am meisten darüber, weil ich weiß, wie sensibel wir mit dieser Thematik umgehen", ließ Flick auf der Homepage des DFB zititieren.

Auf der Pressekonferenz vor der Abreise der Mannschaft vom polnischen Danzig in das ukrainische Lwiw zum Auftaktspiel gegen Portugal hatte Flick auf die Frage, wie die deutsche Mannschaft die gefürchteten Freistöße von Superstar Cristiano Ronaldo abwehren will: "Stahlhelm aufsetzen und groß machen." Und das ausgerechnet in Danzig, wo im September 1939 Hitler-Deutschland den Krieg gegen Polen begann.

Doch mehr als eine Ungeschicklichkeit war es wohl nicht. Flick ist sonst nicht als Freund markiger Wort bekannt. So konnte er neben dieser unpassenden Wortwahl sonst nur Gutes von der Nationalmannschaft vermelden. Bundestrainer Joachim Löw kann am Samstag gegen Portugal personell aus dem Vollen schöpfen. Flick meldete auch den angeschlagenen Abwehrchef Per Mertesacker startklar.

Alle Spieler sind einsatzfähig

Nach einem Zusammenprall des Innenverteidigers mit Jérome Boateng beim Eckball-Training am Vortag habe man zunächst um den Einsatz von Mertesacker gefürchtet. "Per war kurz unklar. Aber es ist nichts Schlimmeres passiert. Es ist nicht so dramatisch, wie wir erstmal vermutet hatten. Alle Spieler sind einsatzfähig", erklärte Flick.

Im Angriff soll Miroslav Klose an seinem 34. Geburtstag den Vorzug vor Bayern-Torjäger Mario Gomez erhalten: "Miro hatte nicht die Spielpraxis in den letzten Monaten, aber er hat im Training gezeigt, dass er bereit für das Turnier ist", bemerkte Flick.

Startformation im Kopf

Auch wenn Löw die letzten Eindrücke des Abschlusstrainings in Lwiw noch abwarten wolle, habe man die Startformation im Kopf, berichtete sein Assistent: "Die Stunden, die uns bleiben, nutzen wir noch." Das erste Turnierspiel sei "immer eine Unbekannte", sagte Flick, aber sehr wichtig: "Wir müssen mit der ersten Sekunde im Turnier sein. Wenn das erste Spiel erfolgreich bestritten wird, ist ein kleiner Rückenwind da." Die Ansprüche sind hoch: "Wir sind mit der Titelfavorit", sagte Löws Assistent.

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tis/DPA/DPA
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