"Inter Mailand ist ein extrem schweres Los"

17. Dezember 2010, 15:41 Uhr

Bayern Münchens Gegner im Achtelfinale der Champions League heißt Inter Mailand. Der Titelverteidiger steckt in der Krise, bleibt aber trotzdem einer der schwersten Gegner. Schalke hat es ein wenig leichter. Auch Stuttgart und Leverkusen stehen in der Europa League vor lösbaren Aufgaben. Die Gegner der deutschen Clubs im Porträt.

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Inter Mailand, FC Valencia, Bayern München, Schalke 04

Inters Paradestürmer Samuel Eto'o fordert die Bayern-Defensive heraus©

Inter Mailand
Auch ohne den zu Real Madrid abgewanderten Erfolgstrainer José Mourinho ist Inter Mailand eine hohe Hürde für die Bayern. Der Triple-Gewinner des Vorjahres schwächelt allerdings unter dem neuen Trainer Rafael Benítez in der italienischen Liga als Tabellensiebter ähnlich wie die Münchner in der Bundesliga. Aktuell steht Inter im Finale des Weltpokals in Abu Dhabi. Die Mannschaft um den Ex-Münchner Lucio, Spielmacher Wesley Sneijder und Starstürmer Samuel Eto'o ist immer noch so stark besetzt wie im Vorjahr. Im Endspiel 2010, das Inter 2:0 gewann, wurde der Argentinier Diego Milito als zweifacher Torschütze zum Alptraum für den FC Bayern. Bayern-Vostandsvorsitzender kommentierte das Los so: "Inter Mailand ist ein extrem schweres Los, wahrscheinlich das schwierigste, das für uns im Topf lag."

FC Valencia
Den FC Schalke hätte es härter treffen können. Im Vergleich zu anderen Hochkarätern wie Inter Mailand und FC Arsenal gilt Valencia als lösbare Aufgabe. Der Tabellenfünfte der Primera Division beendete die Gruppe C drei Punkte hinter Manchester United als Zweiter. Der vom Basken Unai Emery trainierte sechsmalige Landesmeister klagt über finanzielle Probleme. Nicht zuletzt deshalb trennte man sich vor der Saison von Stars wie Villa und Silva. Aktuelle Stützen sind Mata, Joaquin und Hernandez. Schon auf dem Weg zum Triumph im Uefa-Cup 1997 bekam es der Revierclub mit Valencia zu tun. Zudem duellierten sich beide Teams in der Gruppenphase der Champions League 2007/2008.

Metalist Charkow
Wie schon in der Qualifikation für die Europa League gegen Tawrija Simferopol bekommt es Bayer Leverkusen auch im Sechzehntel-Finale des Wettbewerbs mit einem Team aus der Ukraine zu tun. Die Mannschaft von Trainer Miron Markjewitsch ließ in der Gruppenphase sogar den Tabellen-Achten der Serie A, Sampdoria Genua, hinter sich. Das Hinspiel entschied der Tabellen-Dritte der ukrainischen Liga mit 2:1 für sich, in Genua erkämpfte er sich ein 0:0. Wie schwer es ist, im EM-Stadion von 2012 zu bestehen, bekam Hertha BSC im November 2008 zu spüren. Der Bundesligist kam in der Uefa-Cup-Gruppenphase nicht über ein 0:0 hinaus.

Benfica Lissabon
Der VfB Stuttgart steht in der Zwischenrunde der Europa League in Benfica Lissabon einem der klangvollsten Namen auf dem Kontinent gegenüber. Allerdings hat der portugiesische Meister seine besten Zeiten schon eine Weile hinter sich. Der 32-malige nationale Titelträger gewann 1961 und 1962 mit Weltstar Eusébio den Europapokal der Landesmeister. In dieser Champions-League-Saison schied Benfica als Dritter der vom FC Schalke 04 gewonnenen Gruppe B schon in der Vorrunde aus. Und in Portugal ist die Elf um WM-Teilnehmer Fabio Coentrao deutlich hinter den um acht Punkte enteilten Rivalen FC Porto zurückgefallen.

DPA
 
 
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