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Torwart Ter Stegen lässt Bayern verzweifeln

Borussia Mönchengladbach hat Herbstmeister Bayern München den krönenden Abschluss einer grandiosen Bundesliga-Hinrunde vermiest. Trotz drückender Überlegenheit kam Bayern nicht über ein Remis hinaus.

  Bastian Schweinsteiger kämpft sich an Gladbachs Mike Hanke ab.

Bastian Schweinsteiger kämpft sich an Gladbachs Mike Hanke ab.

Dämpfer für Herbstmeister Bayern München: Mit einem herausragenden Marc-André ter Stegen im Tor erkämpften die Gladbacher am Freitagabend in München ein 1:1 (1:0). Beim Sturmlauf nach der Pause kamen die Bayern in der 59. Minute nur zum Ausgleich durch Xherdan Shaqiri.

Das erste Bundesligator des Schweizers ermöglichte vor 71 000 Zuschauern in der ausverkauften Münchner Fußball-Arena mit einem bösen Ballverlust Thorben Marx, der die Gladbacher mit einem Handelfmeter in Führung geschossen hatte (21.). Die Bayern werden trotzdem mit mindestens neun Punkten Vorsprung auf Bayer Leverkusen in die Winterpause gehen. Gladbach rückte mit 25 Punkten zunächst auf den sechsten Tabellenplatz vor.

Mit ihrem ersten und einzigen Torschuss in der ersten Hälfte gelang den Gladbachern ihr 2600. Bundesliga-Tor - vom Elfmeterpunkt traf Marx sicher. Zuvor war Jerome Boateng von Tolga Cigerci am Unterarm getroffen worden - es war eine weitere Ungeschicklichkeiten des Nationalspielers. Schiedsrichter Tobias Welz hatte sofort auf den Elfmeterpunkt gezeigt.

Mit ihrem 15. Torschuss waren dann die Bayern erfolgreich. Der für den angeschlagenen Xavier Martinez eingewechselte Schweizer Shaqiri nutzte einen schlimmen Fehlpass von Marx zu seinem ersten Bundesliga-Tor und ließ dem starken ter Stegen keine Chance. Weiter machte der Herbstmeister mit seinem Powerplay bei nasskaltem Wetter.

Neuer von allen guten Geistern verlassen

Nach dem Rückstand hatten die Bayern wütend reagiert, doch Souveränität strahlten sie nicht aus. Manuel Neuer, der schon bei den letzten beiden Niederlagen in der Bundesliga gegen die Gladbacher mit wilden Ausflügen gepatzt hatte, schien erneut von allen guten Geistern verlassen. Ohne Grund kam der Nationaltorhüter in der 28. Minute weit aus seinem Tor, doch Cigerci konnte daraus kein Kapital schlagen, denn Dante rettete vor der Linie.

Danach waren die Münchner am Drücker. Bastian Schweinsteiger scheiterte mit einem Freistoß aus 17 Metern auf der Torlinie an Stürmer Juan Arango, der für seinen geschlagenen Torhüter rettete. Dann war es der Ex-Gladbacher Dante, der nach einer Toni-Kroos-Ecke mit einem Kopfball beinahe erfolgreich gewesen wäre. 40-Millionen-Euro-Mann Javi Martinez bekam bei dieser Aktion eine Hand von Gladbachs Martin Stranzl ins Gesicht, musste wenig später benommen und mit Sehstörungen vom Platz. In der 38. Minute wurde er durch Shaqiri ersetzt.

Mit dem Schweizer stärkte Heynckes die Offensiven, doch die Gäste teilten den Raum sehr gut auf, es gab wenig Spielraum für die Münchner. "Bayern hatte mehr Spielanteile, aber wir stehen sehr gut", sagte Gladbachs Vize-Präsident Rainer Bonhoff in der Halbzeitpause in die Sky-Kameras.

Torhüter ter Stegen verhinderte kurz nach Wieder-Anpfiff den Ausgleich. Reaktionsschnell fischte er mit einer Glanzparade nach einem Schweinsteiger-Schuss den Ball aus der Ecke - und hatte nicht nur deshalb das Duell der Nationaltorhüter gewonnen. Danach war es Shaqiri, der den Münchner das Tor bescherte. Die Bayern machten weiter Druck. Franck Ribéry wurde noch besser, Roel Brouwers rettete im Strafraum mit vollem Risiko gegen den nach einer Stunde für Mario Mandzukic eingewechselten Mario Gomez und war im Glück, dass kein Elfmeter gepfiffen wurde. Auch Claudio Pizarro konnte nichts mehr bewirken.

kmi/DPA/DPA

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