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Der FC Bayern verliert. Gegen Karlsruhe.

Der FC Bayern München ist vor dem Bundesliga-Start noch nicht so richtig in Form. Einen kleinen Trost spendet allerdings ein Blick auf die Konkurrenz.

Der FC Bayern München hat sein Testspiel vor dem Rückrundenauftakt verloren - gegen den Zweitligisten KSC

Der FC Bayern München hat sein Testspiel vor dem Rückrundenauftakt verloren - gegen den Zweitligisten KSC

Peinliche Schlappe für den FC Bayern, herber Dämpfer für Borussia Mönchengladbach - eine Woche vor dem Rückrundenstart präsentierten sich die beiden Topclubs der Fußball-Bundesliga in bedenklicher Form.

Zu Beginn der Abschiedstournee von Pep Guardiola unterlag der Spitzenreiter aus München am Samstag im einzigen Test der Vorbereitung beim Karlsruher SC mit 1:2 (1:1). Noch deutlicher fiel die Niederlage für den Tabellenvierten aus Mönchengladbach beim 2:5 (2:1) in Bochum aus. "Das war eine Lektion für uns", befand der am Saisonende scheidende Bayern-Coach Guardiola im ZDF.

Beim FC Bayern München lief wenig zusammen

Sechs Tage vor dem Rückrunden-Auftaktspiel am Freitag (20.30 Uhr) beim Hamburger SV lief bei den Bayern im Duell mit dem Zweitligisten wenig zusammen. Vor 28.373 Zuschauern im ausverkauften Wildpark-Stadion bescherten die KSC-Torschützen Boubacar Barry (16.) und Dimitrij Nazarov (73./Foulelfmeter) dem Favoriten eine missratene Generalprobe. Auch der zwischenzeitliche Ausgleich durch Arturo Vidal (21.) konnte die Niederlage nicht abwenden. "Jetzt sind wir auf jeden Fall wach und vorbereitet", kommentierte Torhüter Manuel Neuer den missratenen Auftritt seines Teams.

Für den Rekordmeister passte es ins Bild von einem gebrauchten Nachmittag, dass Weltmeister Jérôme Boateng nach einer Notbremse die Rote Karte sah. Trotz der Schlappe sieht Philipp Lahm der Partie in Hamburg optimistisch entgegen: "Das muss besser werden, aber es wird auch besser. Da bin ich mir ganz sicher", sagte der Bayern-Kapitän dem TV-Sender Sat.1.

"Testspiele in der Vorbereitung sind eine Sache für sich"

Auch den Gladbachern bleibt bis zum Rückrundenstart gegen den BVB noch viel Arbeit. Beim 2:5 in Bochum offenbarte vor allem die Deckung große Schwächen. Nach passablem Beginn ging die Kontrolle über die Partie vor 5677 Zuschauern zusehends verloren. So gelangen dem nach der Pause eingewechselten Simon Terodde drei Treffer (56./64./70.).
Allzu beunruhigt wirkte André Schubert dennoch nicht: "Testspiele in der Vorbereitung sind eine Sache für sich. Das Ergebnis ist eher uninteressant", befand der Trainer, "wichtig ist, welche Schlüsse man daraus zieht. Es ist deshalb nicht verkehrt, dass wir das Spiel verloren haben."

Viel zu tun für Teams vor Bundesliga-Start

Die Bayern und Gladbacher waren nicht die einzigen Bundesligisten, die der harten Vorbereitung Tribut zollen mussten. So unterlag der SV Darmstadt 98 dem Zweitligisten 1. FC Nürnberg vor heimischer Kulisse mit 0:1 (0:1). Nach nur 56 Sekunden sorgte der frühere Darmstädter Hanno Behrens für die Entscheidung vor 3000 Zuschauern.

Mitaufsteiger Ingolstadt musste sich im Test gegen Kaiserslautern mit einem 0:0 begnügen. Dagegen kam der FC Augsburg beim 2:0 (1:0) über den Schweizer Meister FC Basel einen Tag vor der Abreise aus dem Trainingslager in Estepona (Spanien) zu einem Erfolgserlebnis.
Jeong-Ho Hong (7. Minute) und Jan Moravek (78.) sorgten für den verdienten Sieg. Darüber hinaus feierte auch Hertha BSC eine erfolgreiche Generalprobe. Doch das dürftige 1:0 (1:0) des Tabellendritten in Belek gegen den FC Vaduz aus Liechtenstein durch den Treffer von Vedad Ibisevic (36.) taugte nur bedingt als Mutmacher für die anstehende Aufgabe gegen Augsburg.

Ohne Zuschauer fand das Duell der Bundesliga-Tabellennachbarn Mainz und Köln statt. Nach intensivem Austausch mit den Sicherheitskräften und der Polizei hatten sich beide Clubs auf diese Maßnahme geeinigt.
Demnach hätten der wirtschaftliche und organisatorische Aufwand für die als notwendig erachteten Sicherheitsvorkehrungen "in keinem Verhältnis zu einem Testspiel im Bruchwegstadion" gestanden. Den 1:0-Sieg der Mainzer durch den Treffer von Danny Latza (12.) bekam deshalb kein Fan zu sehen. 

feh/DPA
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