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23. Mai 2009, 14:58 Uhr
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Nerlinger beerbt Hoeneß

Der FC Bayern hat einen Nachfolger für Manager Uli Hoeneß gefunden, der beim Rekordmeister in die Aufsichtsratsspitze wechselt. Der bisherige Teammanager Christian Nerlinger wird ab Juli als Sportdirektor fungieren. Für den wirtschaftlichen Bereich soll ihm aber noch ein Experte zur Seite gestellt werden.

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Christian Nerlinger (l.) soll in die Fußstapfen von Uli Hoeneß treten© Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty

Christian Nerlinger wird Nachfolger von Manager Uli Hoeneß bei Fußball-Rekordmeister Bayern München. Das bestätigte Hoeneß am Rande einer Talkrunde mit mittelständischen Unternehmern in München. "Nerlinger wird am 1. Juli Sportdirektor", sagte Hoeneß über den aktuellen Teammanager der Bayern. Hoeneß selbst wird seinen Job nach 30 Jahren Ende 2009 aufgeben und an die Aufsichtsratsspitze wechseln. Dann wird Nerlinger wohl zusätzlich noch ein Fachmann für den nicht-sportlichen Bereich zur Seite gestellt.

Mit seinem Manager-Posten will Hoeneß auch seinen angestammten Platz auf der Bayern-Bank räumen. "Ich werde in der neuen Saison mit Sicherheit nicht mehr auf der Bank sitzen. Jetzt muss endlich mal der Wechsel auf die Tribüne sein. Ich mache das lieber, bevor die Fans rufen: der alte Dackel soll endlich mal einem Jungen auf der Bank Platz machen. Das sollte man im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte tun - und die besitze ich jetzt noch", sagte Hoeneß.

Hoeneß betonte, dass er den Job des Aufsichtsratsvorsitzenden anders ausüben wolle als der bisherige Chef des Gremiums, Präsident Franz Beckenbauer. "Franz hat vielfache Verpflichtungen, diese habe ich nicht. Ich habe nur noch meine Wurstfabrik. Deshalb könnte ich mich als Aufsichtsratsvorsitzender mehr um die Belange der Bayern AG kümmern. Ich werde sicherlich weniger beaufsichtigen, sondern mehr raten", sagte er.

Der 57-Jährige will, "wenn ich nicht mehr jeden Tag dem Diego oder dem Spieler XY nachhecheln muss", auch seine "Zeit ganz anders einteilen. Dann kann ich mal mit dem Siemens-Chef Mittag essen oder mit Telekom-Chef Obermann auf eine dreitägige Fernostreise gehen, wo man Kontakte knüpft, oder mit dem Dr. Winterkorn von VW zu der Vorstellung eines neuen Autos mal nach Atlanta fliegen. Auf solchen Reisen lernt man neue, interessante Leute richtig kennen und kann neue Kontakte knüpfen. Das kann dem FC Bayern ja nur gut tun".

DPA
KOMMENTARE (6 von 6)
 
Viper2024 (24.05.2009, 09:25 Uhr)
@you_me_2
Hoeness wurde als Spieler Welt- und Europameister und hat mit dem FC Bayern zahlreiche Titel geholt, wo er neben Gerd Müller maßgeblich zum Erfolg beigetragen hat. Das ist kein Vergleich zu einem 6-maligen Nationalspiler Nerlinger. Es geht auch nicht um akademische Würden, aber wenn jemand kein "Leader" ist, keine relevante Berufserfahung hat, keinen Abschluss besitzt, kann man ihn bestenfalls als Lehrling bezeichnen. Und nach Trainerlehrling Klinsmann nun der zweite Lehrling in verantwortunsgvoller Position zeigt entweder das Hoeness der Liebling der Gewerkschaften ist und auch schwer vermittelbare Lehrlinge einstellt oder das es hier um Kungelei geht und man einen "schwachen" Manager wollte um selbst die Kontrolle bei FCB als Präsident zu besitzen.
you_me_2 (24.05.2009, 08:41 Uhr)
Uli Hoeneß
..hat als einzige Qualifikation auch nur ein abgebrochenes Anglistikstudium vorzuweisen, keine Lehre, nix.
Aber damit hat er es immerhin zum erfolgreichsten Fußballmanager in diesem Land gebracht, deswegen ist es eigentlich müßig, irgendwelche akademischen Weihen zu diskutieren, letztendlich endscheidet der Erfolg, da werden wir ja sehen, was der Nerlinger drauf hat.
Viper2024 (23.05.2009, 21:42 Uhr)
Studienabbrecher?
Wenn er noch nicht einmal seinen Bachelor abgeschlossen hat wird dadurch der Witz ja nur noch größer. Da ist ja jeder Einzelhandelskaufmann höher qualifiziert ;-))
huanying (23.05.2009, 20:45 Uhr)
@sedanon
Bevor man hier irgendwelche Schmalspur-Aussagen verbreitet, sollte man sich wenigstens richtig informieren.
Die von Ihnen verlinkten Studieninhalte beziehen sich auf den wählbaren Studienschwerpunkt Marketing Management und stellen lediglich einen Bruchteil des gesamten sechsemestrigen Bachelorstudiums dar. Ich habe selbst an der MBS studiert und kann durch Vergleiche (mit Freunden und aufgrund eigener Erfahrungen, habe selbst auch im Ausland BWL studiert) sagen, dass es kaum ein umfassenderes BWL-Bachelorstudium in Deutschland gibt. Übrigens sind für die Bewertung von Studiengängen zum einen der Staat, zum anderen internationale Akkreditierungsinstitute zuständig und nicht irgendwelche gelangweilten Internetjunkies, die meinen, überall ihren Senf abgeben zu müssen.
Zu allerletzt, Christian hat seinen Bachelorabschluss an der MBS nie erlangt, weil er schon nach dem 4. Semester zum FCB gegangen ist. Er ist eine intelligente und besonnene Person mit Fußballsachverstand. Ob er Uli Hoeneß beerben kann, wird sich zeigen. Besonders viel hat der zumindest in der letzten Zeit ja auch nicht richtig gemacht...
sedanon (23.05.2009, 18:04 Uhr)
@ Viper2024
Ich muß ihnen zustimmen.
Die Bezeichnung "Bachelor" ist, angesichts der sog. Lehrinhalte, geradezu ein Witz.
Wen es interessiert (z.B.):
http://www.munich-business-school.de/programme/bachelor-international-business/studienprogramme/marketing-management.html
Ich behaupte mal, dass in jedem Wirtschaftsgymnasium seriöser gearbeitet wird.
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In jeden Unternehmen würde man für eine solche "Schnellbleiche" ausgelacht. Aber für den FCB scheint es ja zu reichen.
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Ein blasser Typ ohne belastbaren Background. Na, das wird was werden.
Viper2024 (23.05.2009, 16:10 Uhr)
Nerlingers Qualifikation
er war ein mittelmäßiger Spieler ohne jegliche Führungsqualitäten, der lediglich einen Bachelor Abschluss an der Münchener Business School gemacht hat (kein Master und schon gar keinen MBA). Jedes noch so kleine mittelständische Unternehmen hätte wohl einen erfahreren Manager gesucht (Kahn ist wenigstens ein Leader), aber bei Bayern wird halt nur etwas der vor Präsidium und Vostand kuscht und keine eigene Meinung hat.
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