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31. Oktober 2009, 10:35 Uhr

Audi steigt bei Bayern München ein

Spekuliert wurde über die Verbindung schon länger, nun ist es beschlossene Sache: Audi steigt beim FC Bayern München ein. Der Ingolstädter Autohersteller übernimmt nach stern.de-Informationen einen Anteil von 9,5 Prozent. Der Preis fällt nicht so hoch aus wie vor Wochen spekuliert wurde. Von Rolf-Herbert Peters und Dirk Benninghoff

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Audi, FC Bayern Mü,nchen, Adidas, Telekom, Winterkorn

Grund zum Jubeln: Die Spieler des FC Bayern freuen sich über den Gewinn des "Audi"-Cups, der Verein selbst über den Einstieg des Autobauers© Oliver Lang/DDP

Der Einstieg von Audi bei Bayern München ist beschlossene Sache: Der Ingolstädter Autohersteller wird sich mit 9,5 Prozent an der FC Bayern München AG beteiligen, erfuhr stern.de aus Verhandlungskreisen. Der Kaufpreis betrage rund 80 Millionen Euro, hieß es. Die Beteiligung ist bereits von beiden Aufsichtsräten genehmigt worden, der Vertrag bis auf Details unterschriftsreif. In den kommenden Tagen wollen ihn Verein und Unternehmen unterzeichnen. Beide wollten den Deal nicht kommentieren.

Während sich der deutsche Fußballrekordmeister damit einen weiteren finanzkräftigen Aktionär und einen üppigen Geldsegen sichert, will die VW-Tochter den Rekordmeister bei Marketing und Vertrieb fester an sich binden und hier Wettbewerber heraushalten. In der Vergangenheit konnten die Ingolstädter den Fahrzeugverkauf im Geschäftsumfeld des Vereins bereits verdoppeln. Außerdem fielen lukrative Autogeschäfte mit anderen Bayern-Partnern wie Ausrüster Adidas oder Trikotsponsor Telekom an.

Einen hohen Gewinn darf Neuaktionär Audi vom FC Bayern dagegen derzeit nicht erwarten. Im Geschäftsjahr 2007/2008 verblieben nach Steuern gerade einmal 2,1 Millionen Euro bei einem Umsatz von knapp 287 Millionen Euro. In den Jahren zuvor hatte der Verein allerdings deutlich höhere Überschüsse erwirtschaftet. Die Bayern kassieren jetzt nicht ganz so viel Geld durch den Audi-Deal wie noch vor Wochen spekuliert wurde. Summen von um die 100 Millionen Euro waren im September in den Medien kolportiert worden.

Auch Audi-Chef Stadler für Aufsichtsrat im Gespräch

An der Bayern München AG hält der Verein bislang einen Anteil von 90 Prozent, zehn Prozent besitzt der Sportartikelhersteller Adidas. Der hatte dafür 2002 rund 77 Millionen Euro gezahlt. Audi ist schon länger Partner von Deutschlands größtem Fußballclub. So wurde vor Beginn der Saison im Juli in der Münchener Allianz-Arena zum 100. Geburtstag des Autobauers der "Audi-Cup", ein prominent besetztes Vorbereitungsturnier, ausgetragen. Der VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn, früher Chef bei Audi, sitzt im Aufsichtsrat des FC Bayern. Womöglich zieht jetzt auch Audi-Chef Rupert Stadler in das Kontrollgremium ein. Auf die Kooperation mit den Hauptsponsoren der Bayern hat der Deal zunächst keine Auswirkungen: Die Allianz-Arena behält ihren Namen, und auf den Trikots der Bayern wirbt die Telekom. Zumindest bis die Verträge mit den beiden Unternehmen auslaufen.

Von Rolf-Herbert Peters und Dirk Benninghoff
KOMMENTARE (7 von 7)
 
fubafan (02.11.2009, 07:25 Uhr)
Audi-Engagement beim Zum-Halse-Raushängeschild des deutschen Fußballs: nur Verlierer!
Man scheint beim FC Bayern gar keine Skrupel mehr zu haben sich selbst noch mehr zu verkaufen. Nirgendwo sonst in Deutschland hat sich der Fußball von seinen Ursprüngen so weit entfernt wie beim FC Bayern. Es geht nur noch um Profitmaximierung. Traditionelle Anhänger und mündige Fans haben beim FC Bayern schon lange überhaupt keinen Platz mehr.

Zweifelsohne, der FC Bayern ist ein professionell geführtes Unternehmen, aber eben eines ohne Charme. Das zeigt nicht nur der aktuelle Wille sich selbst noch mehr an Wirtschaftsunternehmen zu verkaufen. Man muss sich nur einmal an der Säbener Straße umsehen. Die hohen Zäune dort um die Trainingsplätze verhindern, dass die Anhänger den Fußball-Millionarios zu nahe kommen und die Klub-Zentrale sieht aus wie geleckt und erinnert an den Stammsitz einer Immobiliengesellschaft.

Die Handvoll leidenschaftlicher Fans, die der FC Bayern neben den unzähligen Kunden noch hat, werden von der Vereinsführung behandelt wie Dreck am Ärmel. Wer dieser sich selbst an Wirtschaftsunternehmen verkaufenden Aktiengesellschaft wirklich emotional noch anhängt, wird - trotz all der sportlichen Erfolge - von mir nicht beneidet, sondern verdient mein Mitleid.

Zu Audi: Nur weil der FC Bayern derzeit (selbsternannter?!) Marktführer zu sein scheint, bringt eine solche Kooperation noch lange keine Pluspunkte, erst recht nicht bei Fans anderer Vereine. Audi braucht sich nicht wundern, wenn es bei einem weiteren Engagement von Audi beim FC Bayern womöglich Boykottaufrufe von Fans anderer Vereine gibt; ich jedenfalls würde mir in Zukunft bei einem Pkw-Neukauf zweimal überlegen, ob es unbedingt ein Audi sein muss. Ein schlechterer Werbeträger als der Kotzbrocken-Klub aus München ist kaum vorstellbar. Außer einer Handvoll Bayern-Anhänger verbinden nämlich die meisten Menschen in Deutschland (auch die, die mit Fußball nichts am Hut haben!) Arroganz, Übermacht und erduselte Erfolge mit dem Zum-Halse-Raushängeschild des deutschen Fußballs.
skytrader (31.10.2009, 14:21 Uhr)
wow. die bayern verlieren den sachverstand...
das schlechte management bzgl. der lebendigen assets (zu viel spieler, zu viele durchschnittliche spieler geholt, wichtige spieler gehen lassen), die unglaubliche absage an den real madrid transfer bzgl. ribery, der mehr geld als die audi beteiligung eingebracht hätte und dessen verbleib bei bayern bislang nur probleme bereitet hat, setzt sich nur auch im aufsichtsrat fort.

80 mio für 10% einer der top 10 marken im internationalen fussball?

wenn das mal kein schnäppchen für audi ist. evtl., werden noch sämtliche vorstände, betreuer, spieler, einfache mitarbeiter bishin zu festangestellten reinigungskräften lebenslang mit kostenlosen audis versorgt?

falls nicht, kann man diesen deal in die kategorie schnäppchen des jahres einordnen.

respekt an die audimanager.

pfui an die bayern verantwortlichen.

ich wette, dass typen, wie der mancity scheich für diese 10% 200 millionen bezahlt hätten.

erst dachte ich, der hoeness schwächelt auf seine alten tage hin...aber das problem scheint sich eine etage höher fortzusetzen.
jeanclaude (31.10.2009, 13:05 Uhr)
wofür?
schickimicki,champagner,kaviar futtern mit den herren hoeness/beckenbauer parkplätze direkt unter der buissnessloge.

das ist der grund für die "strategische partnerschaft"
die 80 millionen,für sonst nichts..
zahlen halt nicht die nutzniesser,sondern jeder der so bekloppt ist einen überteuerten fahrbaren untersatz dieser firma zu kaufen..

ob 9.5,20,30,40 prozent von "nichts" wenn interessierts?

mauschelei,wettbewerbsverzerrung,auschaltung vom fairen wettkampf...
all das kennen wir doch mittlerweile zuhauf von diesem verein.

weltverbesserrer (31.10.2009, 12:54 Uhr)
das Geld wäre in die Entwicklung verbrauchsärmeren Autos sinnvoller angelegt , als in einem Verein der das Siegen
verlernt hat!
tk69 (31.10.2009, 12:51 Uhr)
Oh Mann...
Ich liebe Audi und hasse Bayern. Wie kann ich das verarbeiten?
rheinfalke (31.10.2009, 12:27 Uhr)
Hilfe
na dann werd ich wohl mein Auto verkaufen müssen..
theobaldtiger (31.10.2009, 10:44 Uhr)
Was sagt man dazu ?
Bisher hatte ich von Audi eine ganz gute Meinung .....
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