HOME

Paderborn und Freiburg mit Siegen im Abstiegskampf

Der spektakuläre 21. Spieltag wird der torreichste der Saison. Alleine in zwei Samstagsspielen fallen 17 Tore. Freiburg und Paderborn holen am Sonntag gegen Berlin und Hannover wichtige Dreier.

Der SC Freiburg agierte extrem effizient gegen Berlin und machte aus zwei Großchancen zwei Tore

Der SC Freiburg agierte extrem effizient gegen Berlin und machte aus zwei Großchancen zwei Tore

Hannover 96 - SC Paderborn 1:2

Dank eines Doppelschlages von Srdjan Lakic und Alban Meha hat der SC Paderborn ein schon verloren geglaubtes Spiel gedreht und seine Negativserie in der Fußball-Bundesliga beendet. Mit dem 2:1 (0:0)-Sieg bei Hannover 96 gelang dem zuletzt schwächelnden Aufsteiger nach zehn Spielen ohne Sieg wieder ein Dreier und der Sprung auf den zwölften Tabellenplatz.

Lakic (72.) per Kopfball und Meha (79.) per Flatter-Freistoß erzielten am Sonntag die ersten Tore für die Ostwestfalen in diesem Jahr und verhinderten damit am 21. Spieltag auch den drohenden erstmaligen Absturz des Aufsteigers auf einen Abstiegsplatz. Die Hannoveraner, die durch Marcelo (66.) vor 38.300 Zuschauern in Führung gegangen waren, warten hingegen weiter auf den ersten Sieg in der Rückrunde und nähern sich langsam den Abstiegsrängen - statt wie erhofft den Europapokalplätzen.

Hannover 96:

Zieler - João Pereira, Marcelo, Schulz (46. Sobiech), Albornoz - Sané, Schmiedebach - Briand (65. Bittencourt), Stindl, Kiyotake - Joselu

SC Paderborn:

Kruse - Heinloth, Rafa, Hünemeier, Hartherz - Bakalorz (67. Rupp), Ziegler (69. Lakic) - Koc, Vrancic, Meha - Kachunga (83. Stoppelkamp)

Schiedsrichter: Drees (Münster-Sarmsheim) Zuschauer: 38.300 Tore: 1:0 Marcelo (66.), 1:1 Lakic (72.), 1:2 Meha (79.) Gelbe Karten: João Pereira (1), Sané (2), Schulz (5) / Heinloth (2) Beste Spieler: João Pereira, Stindl / Kruse, Hünemeier

Hertha BSC Berlin - SC Freiburg 0:2

Der SC Freiburg ist ein wichtiger Sieg im Abstiegskampf gelungen. Die Breisgauer schlugen Konkurrent Hertha BSC Berlin dank einer sehr effektiven Chancenverwertung mit 2:0. Felix Klaus hatte den SCF nach starker Vorarbeit von Karim Guede bereits in der 14. Minute in Front geschossen. Kurz nach der Pause erhöhte dann Maximilian Philipp per Kopf nach einer Ecke auf 2:0. Die beim Heimdebüt des neuen Coaches Pal Dardai insgesamt zu harmlos agierenden Berliner erspielten sich kaum Torchancen, während Freiburg aus zwei Torschüssen aufs Tor zwei Treffer machte. Mit dem Dreier verlässt Freiburg vorerst wieder die Abstiegszone und schließt zum BVB auf Rang 14 auf. Berlin rutscht punktgleich mit Freiburg auf den Relegationsplatz ab.

Hertha BSC:

Kraft - Pekarik, Hegeler, Brooks, Plattenhardt - Ronny (64. Hosogai), Skjelbred - Kalou (75. Wagner), Stocker, Schulz (46. Beerens) - Schieber

SC Freiburg:

Bürki - Riether, Höhn, Torrejón, Günter - Klaus (90.+4 Mujdza), Sorg (86. Schuster), Darida, Schmid - Guédé, Philipp (82. Kath)

Schiedsrichter: Kinhöfer (Herne) Zuschauer: 37.617 Tore: 0:1 Klaus (14.), 0:2 Philipp (52.) Gelbe Karten: Plattenhardt (1), Skjelbred (4) / Günter (4), Schmid (1) Beste Spieler: - / Klaus, Schmid

Eintracht Frankfurt - FC Schalke 04 1:0

Joker Lucas Piazon hat Frankfurts Trainer Thomas Schaaf in dessen 500. Bundesligaspiel als Chefcoach einen Sieg beschert und dem FC Schalke 04 zugleich die Generalprobe für den Champions-League-Knaller gegen Real Madrid verdorben. Der 21-Jährige traf vor 50.400 Zuschauern in der 65. Minute per Kopf und sorgte damit für den ersten Bundesliga-Sieg der Eintracht im neuen Jahr. Die Schalker kassierten 2015 mit dem 0:1 (0:0) dagegen die erste Niederlage nach bislang sieben Punkten aus drei Spielen. Am Mittwoch empfangen die Knappen den Titelverteidiger der Fußball-Königsklasse.

Eintracht Frankfurt

: Trapp - Chandler, Russ, Madlung, Oczipka - Stendera (88. Medojevic), Hasebe - Aigner, Kittel (46. Piazón) - Meier, Seferovic (90. Flum)

FC Schalke 04

: Wellenreuther - Höwedes, Matip, Nastasic - Uchida, Höger, Kirchhoff, Barnetta (68. Meyer), Fuchs (82. Sam) - Boateng (79. Platte), Choupo-Moting

Schiedsrichter: Fritz (Korb) - Zuschauer: 50.400 Tor: 1:0 Piazón (64.) Gelbe Karten: Hasebe (5), Kittel (1), Piazón (1), Russ (4), Seferovic (4) / Höger (7) Beste Spieler: Aigner, Trapp / Höger, Uchida

Bayer Leverkusen - VfL Wolfsburg 4:5

Fußball verrückt im Duell der Bundesliga-Werksclubs: Durch einen Treffer des Vierfach-Torschützen Bas Dost in der Nachspielzeit gewann der VfL Wolfsburg bei Bayer Leverkusen mit 5:4 (3:0). Die 29.227 Zuschauer sahen ein kurioses Spiel, in dem der Tabellenzweite aus Niedersachsen nach einer 3:0-Führung durch Tore von Dost (6./29. Minute) und Naldo wie der sichere Sieger aussah. Doch durch einen Dreierpack von Heung-Min Son (57./62./67.) sowie Karim Bellarabi (72.) bei einem Gegentor von Dost (63.) schien die erste Heimniederlage der Leverkusener abgewendet - bis der überragende Dost mit seinem vierten Tor noch den ersten Sieg für die Wolfsburger in der 18. Partie am Rhein sicherte.

Bayer Leverkusen

: Leno - Hilbert, Papadopoulos, Spahic, Boenisch - Castro, Bender (46. Rolfes) - Bellarabi, Calhanoglu (46. Brandt), Son - Kießling (46. Drmic)

VfL Wolfsburg

: Benaglio - Vieirinha, Naldo, Knoche, Rodriguez - Luiz Gustavo, Arnold (78. Guilavogui) - Caligiuri (90.+1 Jung), De Bruyne, Schürrle (71. Hunt) - Dost

Schiedsrichter: Dankert (Rostock) - Zuschauer: 29.227 Tore: 0:1 Dost (6.), 0:2 Naldo (17.), 0:3 Dost (29.), 1:3 Son (57.), 2:3 Son (62.), 2:4 Dost (64.), 3:4 Son (67.), 4:4 Bellarabi (72.), 4:5 Dost (90.+4) Gelbe Karten: Boenisch (2), Castro (4), Papadopoulos (2), Rolfes (2) / Naldo (4) Gelb-Rote Karten: Spahic (82./wiederholtes Foulspiel) / - Beste Spieler: Bellarabi, Son / Dost, Naldo

Bayern München - Hamburger SV 8:0

Ein spielfreudiger FC Bayern hat gegen seinen Lieblingsgegner Hamburger SV zurück zur Meisterform gefunden. Der Tabellenführer fertigte die wehrlosen Hanseaten beim 100. Aufeinandertreffen in der Fußball-Bundesliga mit 8:0 (3:0) ab. Thomas Müller eröffnete nach 21 Minuten mit einem Foulelfmeter den Torreigen. Der Weltmeister traf ebenso doppelt wie Arjen Robben (36./47.), der seine Saisontore 13 und 14 erzielen konnte, und Mario Götze (23./88.). Robert Lewandowski (56.) und Franck Ribéry (69.) bei seinem Kurz-Comeback rundeten mit ihren Treffern die furiose Münchner Champions-League-Generalprobe ab.

Bayern München

: Neuer - Rafinha, Benatia (59. Ribéry), Badstuber, Bernat - Schweinsteiger, Alaba - Robben (71. Pizarro), Müller (66. Gaudino), Götze, Lewandowski

Hamburger SV

: Drobny - Götz, Djourou, Westermann, Marcos (57. Ostrzolek) - Stieber, Díaz, van der Vaart (57. Jiracek), Jansen - Rudnevs, Olic (23. Nicolai Müller)

Schiedsrichter: Weiner (Ottenstein) - Zuschauer: 75.000 (ausverkauft) Tore: 1:0 Müller (21./Handelfmeter), 2:0 Götze (23.), 3:0 Robben (36.), 4:0 Robben (47.), 5:0 Müller (55.), 6:0 Lewandowski (56.), 7:0 Ribéry (69.), 8:0 Götze (88.) Gelbe Karten: - / van der Vaart (7) Beste Spieler: Robben, Müller, Götze / -

Bor. Mönchengladbach - 1. FC Köln 1:0

Fußball-Karnevalstage am Rhein - aber nur für Borussia Mönchengladbach. Mit dem 1:0 (0:0) gegen den alten Rivalen und Lieblings-Konkurrenten 1. FC Köln machten die Profis vom Niederrhein ihrem Trainer Lucien Favre zur exakt vierjährigen Amtszeit ein perfektes Geschenk. Mit den späten Treffer in der Nachspielzeit durch Granit Xhaka (90.+1 Minute) untermauerte die Borussia ihre Champions-League-Ambitionen. Es war zugleich der erste Gegentreffer für die Kölner in der Rückrunde - und es war zugleich die Fortsetzung einer Negativserie: Köln ist nun schon seit neun Begegnungen gegen Gladbach ohne Erfolg.

Bor. Mönchengladbach

: Sommer - Korb, Brouwers, Jantschke, Dominguez - Kramer, Xhaka - Traoré (73. Hazard), Herrmann - Raffael (82. Hrgota) - Kruse (90.+4 Stranzl)

1. FC Köln

: Horn - Olkowski, Mavraj, Wimmer, Hector - Lehmann, Vogt - Risse (86. Nagasawa), Halfar - Ujah (63. Peszko), Osako (77. Deyverson)

Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach) - Zuschauer: 54.010 (ausverkauft) Tor: 1:0 Xhaka (90.+1) Gelbe Karten: Hazard (1), Xhaka (5) / Osako (1), Peszko (3), Risse (3), Wimmer (3) Beste Spieler: Xhaka, Herrmann / Mavraj, Risse

Werder Bremen - FC Augsburg 3:2

Werder Bremen ist in der Fußball-Bundesliga weiter die Mannschaft der Stunde. Die Norddeutschen feierten mit dem 3:2 (3:1) gegen den FC Augsburg ihren fünften Sieg in Serie und bleiben durch den erneuten Dreier das erfolgreichste Team der Rückrunde. Dank der Tore von Assani Lukimya (16.), Franco di Santo (23./Foulelfmeter) und Theo Gebre Selassie (45.) haben sich die Bremer aus dem Abstiegskampf verabschiedet und Anschluss an die Europapokalplätze gefunden. Die Augsburger, für die Ragnar Klavan (21.) und Tobias Werner (79.) trafen, kassierten die erste Niederlage im neuen Jahr und die insgesamt 50. seit dem Aufstieg.

Werder Bremen

: Wolf - Gebre Selassie, Lukimya, Vestergaard, Garcia - Kroos - Fritz (46. Aycicek), Junuzovic - Bartels - Di Santo (86. Makiadi), Selke (75. Öztunali)

FC Augsburg

: Manninger - Feulner, Callsen-Bracker, Klavan, Baba - Baier - Bobadilla (58. Caiuby), Højbjerg (57. Kohr), Altintop (72. Parker), Werner - Ji

Schiedsrichter: Dingert (Lebecksmühle) - Zuschauer: 39.746 Tore: 1:0 Lukimya (16.), 1:1 Klavan (21.), 2:1 Di Santo (23./Foulelfmeter), 3:1 Gebre Selassie (45.), 3:2 Werner (79.) Gelbe Karten: Aycicek (1), Di Santo (4) / Bobadilla (3), Feulner (5) Beste Spieler: Garcia, Junuzovic / Manninger  

1899 Hoffenheim - VfB Stuttgart 2:1

Der VfB Stuttgart stolpert immer mehr dem Abstieg in der Fußball-Bundesliga entgegen. Die Mannschaft von Trainer Huub Stevens unterlag in einer ganz schwachen Partie bei 1899 Hoffenheim durch ein Gegentor in der Nachspielzeit mit 1:2 (1:1) und bleibt Tabellenletzer. Ausgerechnet der Ex-Stuttgarter Sebastian Rudy (90.+3 Minute) erzielte den Siegtreffer im baden-württembergischen Derby für Hoffenheim. Roberto Firmino hatte mit seinem sechsten Saisontor (30.) die TSG in Führung gebracht. Gotoku Sakai (39.) brach nach 448 torlosen Minuten den Bann bei den Schwaben. Vor 29.309 Zuschauern in der nicht ausverkauften Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena spielte der VfB wie ein potenzieller Zweitligist und kassierte die erste Auswärtsniederlage unter Stevens.

1899 Hoffenheim

: Baumann - Beck, Abraham (84. Toljan), Bicakcic, Kim - Schwegler, Rudy - Volland, Roberto Firmino, Amiri (57. Salihovic) - Schipplock (72. Modeste)

VfB Stuttgart

: Ulreich - Sakai, Baumgartl, Niedermeier, Hlousek - Romeu - Klein (78. Ibisevic), Leitner (70. Maxim), Gentner, Werner - Harnik (87. Serey Die)

Schiedsrichter: Welz (Wiesbaden) - Zuschauer: 29.309 Tore: 1:0 Roberto Firmino (30.), 1:1 Sakai (39.), 2:1 Rudy (90.+3) Gelbe Karten: Abraham (2), Schipplock (4), Schwegler (3) / Gentner (5), Niedermeier (4), Werner (1) Beste Spieler: Beck, Roberto Firmino / Sakai, Ulreich

Borussia Dortmund - FSV Mainz: 4:2

Marco Reus hat Borussia Dortmund aus der Abstiegszone der Fußball-Bundesliga geführt. Drei Tage nach seiner gefeierten Vertragsverlängerung trug der Nationalspieler am Freitagabend maßgeblich zum 4:2 (0:1)-Sieg des BVB gegen den FSV Mainz 05 bei. Reus sorgte für den Treffer zum 2:1 (55. Minute) und bereitete das vorentscheidende 3:2 durch Pierre-Emerick Aubameyang (71.) vor. Die weiteren Dortmunder Tore erzielten Neven Subotic (49.) und Nuri Sahin (78.). Damit wendeten die Borussen zum ersten Mal in dieser Saison einen Rückstand in einen Sieg, nachdem Elkin Soto die Gäste nach nur 53 Sekunden in Führung geschossen hatte. Für den zwischenzeitigen FSV-Ausgleich nach der Pause hatte Yunus Malli (57.) gesorgt.

Borussia Dortmund

: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Sokratis, Schmelzer - Gündogan, Sahin - Kampl (70. Mchitarjan), Kagawa (78. Ginter), Reus (84. Ramos) - Aubameyang

FSV Mainz 05

: Kapino - Brosinski, Bell, Bungert, Bengtsson - Geis, Baumgartlinger, Soto (78. Clemens) - Okazaki (82. De Blasis), Malli, Hofmann (55. Koo)

Schiedsrichter: Stieler (Hamburg) - Zuschauer: 80.200 Tore: 0:1 Soto (1.), 1:1 Subotic (49.), 2:1 Reus (55.), 2:2 Malli (57.), 3:2 Aubameyang (71.), 4:2 Sahin (78.) Gelbe Karten: - / Brosinski (3) Beste Spieler: Reus, Aubameyang / Soto, Kapino

fin/car/DPA/DPA

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Wissenscommunity