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Fortuna Düsseldorf muss nach Abstiegsdrama runter

Dramatisches Abstiegsfinale: Hoffenheim rettet sich mit zwei späten Elfmetertoren in die Relegation, Fortuna Düsseldorf steigt nach nur einem Jahr in der Bundesliga wieder ab.

Die Fortuna blieb auch in Hannover glücklos - und muss wegen des dramatischen Hoffenheimer Sieges in Dortmund direkt runter.

Die Fortuna blieb auch in Hannover glücklos - und muss wegen des dramatischen Hoffenheimer Sieges in Dortmund direkt runter.

Fortuna Düsseldorf steigt nach nur einem Jahr wieder aus der Fußball-Bundesliga ab, 1899 Hoffenheim schaffte das Wunder von Dortmund und kann sich in zwei Relegationsspielen gegen den 1. FC Kaiserslautern doch noch den Verbleib im Oberhaus sichern. Der FC Augsburg brachte sich am letzten Spieltag der Jubiläumssaison durch den 3:1-Sieg über Absteiger SpVgg Greuther Fürth in Sicherheit. Die Fortuna verlor am Samstag bei Hannover 96 mit 0:3 und fiel zum Saisonfinale auf Platz 17 zurück. Hoffenheim gelang durch ein nicht für möglich gehaltenes 2:1 bei Champions League-Finalist Borussia Dortmund der Sprung auf Rang 16.

Für Hoffenheim sah es nach dem Rückstand durch ein Tor von Robert Lewandowski in Dortmund lange nicht gut aus. Erst in einer dramatischen Schlussphase wendete sich das Blatt zugunsten der TSG. Nach Foul von Mats Hummels an Kevin Volland entschied Schiedsrichter Jochen Drees auf Strafstoß, den Salihovic eiskalt verwandelte. Fünf Minuten später verursachte BVB-Keeper Weidenfeller mit einer Notbremse den zweiten Strafstoß. Im Duell mit dem ins Tor beorderten Großkreutz behielt Salihovic erneut die Nerven. Ein Abseitstor von Schmelzer zum vermeintlichen 2:2 sorgte in der Nachspielzeit für zusätzliche Aufregung.

Im Fernduell um den Klassenverbleib mit Düsseldorf bewies Augsburg Nervenstärke. Durch Treffer von Tobias Werner (30. Minute), Jan-Ingwer Callsen-Bracker (55.) und Dong-Won Ji (75.) bei einem Gegentor von Florian Trinks (62.) gewannen die Schwaben ihr Abstiegs-Endspiel gegen Fürth und krönten ihre starke Rückrunde mit dem Sprung auf Platz 15.

Dagegen setzte die Fortuna in Hannover ihre schwarze Serie fort und blieb nach Gegentoren von Mame Diouf (36.) und Didier Ya Konan (61./76.) zum zwölften Mal nacheinander sieglos. Die Hoffnung der Düsseldorfer auf die Relegation zerstörte in der Schlussphase Sejad Salihovic mit einem Elfmeter-Doppelschlag in Dortmund. Der Bosnier traf in der 77. und 82. Minute und machte aus einem 0:1-Rückstand für Hoffenheim das 2:1. Am Donnerstag erwarten die Kraichgauer den Zweitliga-Dritten Kaiserslautern zum ersten Relegationsspiel.

Bayern gewinnt trotz löchriger Abwehr

Zum Bundesliga-Abschied von Trainer Jupp Heynckes zeigte sich Bayern München spendabel. Aber trotz drei Gegentoren in den ersten zehn Minuten gewann der Meister die Generalprobe für das deutsche Final-Duell in der Champions League noch mit 4:3 bei Borussia Mönchengladbach.

Drei Gegentore in zehn Minuten hatten die Bayern in der Bundesliga noch nie kassiert. Doch die Treffer von Martin Stranzl (4.), Mike Hanke (5.) und Havard Nordtveit (10.) reichten Gladbach nicht, um den Münchnern die erste Auswärtsniederlage der Saison beizubringen. Javier Martinez (7.), Franck Ribéry (19./53.) und Arjen Robben (59.) stellten den 29. Saisonsieg des Meisters sicher.

Schalke schafft die Champions League-Quali

Durch den 2:1-Sieg beim direkten Konkurrenten SC Freiburg sicherte sich der FC Schalke 04 als Vierter die Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League. In der Europa League gehen in der kommenden Saison die unterlegenen Breisgauer und Eintracht Frankfurt an den Start. Die Hessen behaupteten mit dem 2:2 gegen den VfL Wolfsburg Rang sechs.

Rückkehrer Julian Draxler (20.) und Julian Schuster (57.) per Eigentor sicherten den Schalkern drei Punkte in Freiburg. Jonathan Schmid (54.) traf für die Breisgauer, die die Saison auf Rang fünf abschlossen. Alexander Meier (36./Foulelfmeter) und Eigentorschütze Ricardo Rodriguez (90.) bescherten Frankfurt einen Punkt gegen die "Wölfe", die durch Jan Polak (8.) und Diego (19.) geführt hatten.

Im ersten Spiel ohne Thomas Schaaf auf der Bank verlor Werder Bremen 2:3 beim 1. FC Nürnberg und blieb damit zum 13. Mal nacheinander sieglos. Die Werder-Führung durch Kevin De Bruyne (37.) wandelten Per Nilsson (61.), Sebastian Polter (81.) und Tomas Pekhart (88.) in ein 3:1 für den "Club" um. De Bruyne (89.) markierte den Endstand. Der VfB Stuttgart kam zwei Wochen vor dem Pokalfinale gegen den FC Bayern zu einem 2:2 gegen den FSV Mainz 05. Gäste-Schlussmann Christian Wetklo mit einem Eigentor (22.) und Arthur Boka (33.) trafen für die Schwaben, Chinedu Ede (16.) und Nicolai Müller (42.) waren für die 05er erfolgreich.

bak/DPA/DPA

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