Mainz hebt ab - Schalke bleibt in der Krise

2. Oktober 2010, 17:41 Uhr

Mainz ist nicht zu stoppen: Gegen Hoffenheim gelang der siebte Sieg in Folge. Freiburg gewann gegen Köln und bleibt an der Tabellenspitze dran. Der Hamburger SV mühte sich zu einem Sieg gegen Kaiserslautern. Schalke verlor gegen Nürnberg und Mönchengladbach erkämpfte ein Remis gegen Wolfsburg.

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Lewis Holtby (l.) war der Manns des Spiels und erntete ein dickes Lob von Bundestrainer Joachim Löw©

Das Sensationsteam FSV Mainz 05 hat seinen Triumphzug fortgesetzt und den Bundesliga-Startrekord von Meister Bayern München (1995/96) und dem 1. FC Kaiserslautern2001/02) eingestellt. Die Mainzer gewannen am Samstag 4:2 gegen 1899 Hoffenheim und entschieden damit auch das siebte Spiel für sich. Durch seinen 50. Erfolg in der Bundesliga erhöhte der FSV seinen Punktestand auf die Maximalausbeute von 21 Punkten und wird weiter Tabellenführer bleiben. Hoffenheim blieb dagegen zum vierten Mal in Folge ohne Sieg.

Auch mit dem SC Freiburg geht es in der Tabelle weiter nach oben: Mit dem 3:2-Sieg gegen den 1. FC Köln kletterten die Breisgauer auf Platz vier. Dagegen wurde der Vormarsch des VfL Wolfsburg mit dem 1:1 bei Borussia Mönchengladbach gebremst. Der Hamburger SV stoppte seinen Abwärtstrend mit dem 2:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern. Der FC Schalke 04 musste dagegen mit dem 1:2 im Duell der Altmeister beim 1. FC Nürnberg einen weiteren schweren Rückschlag hinnehmen.

Löw lobt für Holtby
Sami Allagui (2.) und Adam Szalai (47.) brachten Mainz mit Blitztoren kurz nach dem Anpfiff und der Pause jeweils in Führung. Der Lewis Holtby (59.), der an allen Mainzer Treffern beteiligt war, und Andre Schürrle per Foulelfmeter (74.) sorgten für die weiteren Tore. Demba Ba (41.) und der kurz zuvor eingewechselte Gylfi Sigurdsson per Freistoß (64.) trafen für die Gäste, bei denen Josip Simunic nach einer Notbremse gegen Schürrle die Rote Karte (72.) sah.

Bundestrainer Joachim Löw sprach Holtby als Beobachter auf der Tribüne ein Sonderlob aus. "Allein sein Pass vor dem 1:0 war das Eintrittsgeld wert", sagte Löw in der Halbzeitpause: "Beide Mannschaften zeigen unglaublich viel Leidenschaft. Es fehlt manchmal nur etwas an der Präzision."

Mainz wirkt gehemmt
Nach dem Traumstart durch den dritten Saisontreffer von Allagui wirkte der FSV vor 20.300 Zuschauern im ausverkauften Bruchwegstadion zunächst etwas gehemmt. Stattdessen sorgte auf der Gegenseite vor allem Sejad Salihovic für Gefahr. Zunächst scheiterte er (17.) mit einem Distanzschuss an FSV-Torhüter Christian Wetklo, zehn Minuten später schoss er knapp über das Tor. Pech hatte Mainz, als Hoffenheims Schlussmann Tom Starke nach einem Freistoß von Christian Fuchs den Ball an den Pfosten lenkte (36.).

Thomas Tuchel hatte diesmal nicht groß rotiert. Im Vergleich zum 2:1-Sieg am vergangenen Samstag in München nahm der FSV-Trainer zwei Änderungen vor. Andre Schürrle und Radoslav Zabavnik rückten in die Anfangsformation. Mittelfeldregisseur Holtby, der in München zur Halbzeit wegen einer Wadenverhärtung hatte ausgewechselt werden müssen, spielte von Beginn an.

Tuchel lässt kaum rotieren
Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick änderte seine Startelf auf einer Position. Peniel Mlapa spielte für den verletzten Sebastian Rudy. Simunic, der beim 1:1 in Köln nach schwacher Leistung ausgewechselt worden war, bekam wieder das Vertrauen von Rangnick geschenkt.

In einer turbulenten zweiten Halbzeit sorgten Szalai und Holtby für die vermeintliche Entscheidung. Doch Hoffenheim kam durch Sigurdsson noch einmal in die Partie und gab sich in einem offenen Schlagabtausch nie geschlagen.

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