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Wie Flüchtlinge den FC Eschwege retten

Der FC Eschwege stand in der Kreisklasse vor dem Aus. Es kamen kaum Spieler zum Training, das Team verlor nur noch. Dann kickten Flüchtlinge mit - seitdem geht es steil bergauf.

Beim FC Eschwege sorgen Flüchtlinge aus Eritrea und Somalia für einen Aufschwung

Beim FC Eschwege sorgen Flüchtlinge aus Eritrea und Somalia für Aufschwung

Der Trainer des FC Eschwege hatte die Hoffnung fast aufgegeben. Am Anfang der Saison stand sein Team auf dem letzten Platz in der Kreisklasse, es kamen nur noch wenige Spieler zum Training. "Der Verein stand auf der Kippe", sagt Michael Schütz. Fast wäre ein Spielbetrieb unmöglich gewesen. Doch dann kam dieser Tag im September, als alles anders wurde. "Irgendwann waren da 17 Leute auf dem Trainingsplatz," berichtet der Coach lachend. Flüchtlinge aus Eritrea und Somalia verstärkten das Team. Coach Schütz sagt: "Seitdem ist Freude ins Team zurückgekehrt." Und auch der Erfolg: die Mannschaft kämpfte sich bis auf Platz zwei der Liga vor.

Die Sendung "Hessenschau" des Hessischen Rundfunks hat die Mannschaft aus der Fußball-Kreisklasse für einen Beitrag porträtiert. Die Reporter besuchten Spiele, interviewten Spieler und Trainer. Für die Flüchtlinge hat der Verein die Rolle einer Familie eingenommen. Abraham aus Eritrea, der seine Familie im Krieg verlor, berichtet gegenüber der "Hessenschau": "Thomas, Michael, Markus - das Team ist jetzt meine Familie." Ein Spieler sagt: "Bei uns gibt es keinen Ali und keinen Albert - wir sind ein Team und spielen als eine Einheit."

Gegner: "Sehr coole Mannschaft"

Sozialarbeiterin Tanja Wild hat dafür gesorgt, dass die Flüchtlinge den Weg zum FC Eschwege fanden. Sie hatte die Idee, den Tag für Abraham und Co. zu strukturieren. Über das Sozialamt nahm sie Kontakt mit dem FC Eschwege auf. Dort hätte man sich keine bessere Idee wünschen können. Beim FC Eschwege hat jeder wieder Spaß am Fußball.

Auch die Gegner zollen Respekt. "Sehr coole Mannschaft. Hatten das Vergnügen auf den Hallenmasters in Eschwege gegen die Truppe zu spielen. Der Erfolg und das Ergebnis stehen an zweiter Stelle, da will jeder einfach nur spielen und Spaß haben. Grüße von der SG Wickenrode/ Helsa", schreibt Basti Schulz unter dem Video der Hessenschau auf Facebook.

Der Beitrag der "Hessenschau" über die Flüchtlinge beim FC Eschwege:


Einen Verein retten und Leuten die Spielfreude wieder geben. Was man dafür braucht: Jungs, die kicken können und für die...

Posted by hessenschau on Sunday, June 14, 2015
feh
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