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14. Dezember 2007, 12:33 Uhr

Lahm hält Outing für nicht ratsam

Philipp Lahm hat sich als erster Nationalspieler öffentlich zum Thema Homosexualität geäußert. Er kenne niemanden in der Bundesliga, der schwul sei. Der Außenverteidiger des FC Bayern München äußerte Zweifel, "ob es unbedingt gut wäre, wenn sich ein einzelner Fußballspieler outen würde".

Hat sich als erster deutscher Nationalspieler zum Thema Homosexualität geäußert: Philipp Lahm vom FC Bayern© Oliver Berg/DPA

Lahm erklärte in der neuen Schwulen-Zeitschrift "Front" weiter: "Der Punkt ist: In der Bundesliga wäre er der Erste. Er würde sich exponieren, das mediale Interesse wäre groß, und wie ginge die Geschichte weiter?"

Die Situation im Fußball ist nach Einschätzung von Philipp Lahm "viel archaischer" als in der Politik: "Bei Auswärtsspielen unterstützen die Fans ihre Mannschaft extrem, und da geht es nicht immer politisch korrekt zu.

Es wird nach den Schwächen der einzelnen Spieler gesucht, und damit muss sich dann die ganze Mannschaft auseinandersetzen." Für Lahm selbst ist das unverständlich: "Wenn ein Spieler schwul ist, ist er trotzdem mein Mannschaftskollege, und für mich würde sich im Umgang mit ihm nichts ändern".

Auch im privaten Umfeld ist für den Nationalspieler Homosexualität "kein Thema": "Ich registriere das nicht, für mich geht es darum, welche Ansichten jemand hat und ob er sich vernünftig verhält. Ich lebe gerne in einer liberalen, offenen Gesellschaft, in der ein tolerantes Miteinander ohne diskriminierende Vorurteile möglich ist."

AP/kbe

 
 
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