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Jerome Boateng: Wird es eng für die EM? Droht gar das Saison-Aus?

Die Sorgenfalten beim FC Bayern und der Nationalelf werden tiefer: Die Verletzung, die sich Jerome Boateng am Freitag zugezogen hat, ist offenbar schwerer als angenommen. Wird es für den Weltmeister gar eng für die EM?

Jerome Boateng sitzt im blauen Trikot mit dem Rücken zur Kamera auf dem Spielfeld, Betreuer sind bei ihm

Boateng und Betreuer auf dem Hamburger Rasen: Wie schlimm ist seine Verletzung wirklich? Es könnte eng für die EM werden

Das wird Pep Guardiola und Jogi Löw gleichermaßen die Sorgenfalten ins Gesicht treiben: Die Verletzung von Fußball-Weltmeister Jérôme Boateng ist offenbar schwerer als bislang bekannt. Der Abwehrspieler des FC Bayern hat sich laut "Sport Bild online" und "Bild am Sonntag" einen Muskelbündelriss im linken Adduktorenbereich zugezogen. Er könnte damit im schlimmsten Fall mehrere Monate ausfallen. Wie lange genau, scheint derzeit unklar. Beobachter halten aber sogar einen Ausfall bis Saison-Ende für möglich.

Die Münchner hatten bislang eine Muskelverletzung bestätigt und von einer längeren Pause gesprochen. Ansonsten hielten sie sich bisher über das Ausmaß der Blessur bedeckt. Sollte Boateng tatsächlich einen Muskelbündelriss erlitten haben, würde er auch im Champions-League-Achtelfinale gegen Juventus Turin fehlen. Selbst für ein mögliches Viertelfinale der Bayern im April würde es knapp.

Gute Wünsche von den Teamkollegen

Für die anstehenden EM-Vorbereitungstermine der Nationalelf gegen Italien und England im März wäre Boateng demzufolge auch nicht bereit. Bundestrainer Löw darf sich mit Blick auf die EM-Vorbereitung um seinen Abwehrchef bereits ernsthafte Sorgen machen. Boatengs Team-Kollegen aus der Weltmeister-Elf, Mario Götze und Shkodran Mustafi, schickten schon mal Genesungswünsche nach München.


Boateng selbst ließ bisher nichts zu seiner Verletzung verlauten. Er will wohl die vom FC Bayern für das laufende Wochenende angekündigte Untersuchungen abwarten. Den Abwehrchef erwischte es im ersten Pflichtspiel nach fünf Wochen Pause und einer knapp dreiwöchigen Wintervorbereitung. War's einfach Pech? Auch die Bayern-Spieler rätseln. "Ich habe keine Erklärung dafür, dass wir so häufig Muskelverletzungen haben. Ich bin kein Fachmann", sagte Weltmeister Philipp Lahm. Und Thomas Müller konstatierte: "Kurz vor Weihnachten haben wir noch mit 14 Spielern gespielt. Wir haben irgendwie die Seuche am Stiefel." Coach Pep Guardiola würgte am Freitag in Hamburg kritische Nachfragen ab. Der Katalane und die Bayern-Ärzte liegen immer wieder im Clinch. Guardiola dürfte aber auch auf Fragen nach der Trainingsbelastung keine Lust gehabt haben.


dho/mit Agentur
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