DFB-Team weiter ohne Kießling

14. März 2013, 11:52 Uhr

Für die WM-Quali-Spiele gegen Kasachstan verzichtet Bundestrainer Joachim Löw trotz personeller Engpässe auf Veränderungen. Einziger Stürmer im Kader ist der Münchner Mario Gomez.

Löw, Nationalelf, Kasachstan, Gomez, Schweinsteiger, Lahm, Özil

Keine Experimente: Bundestrainer Joachim Löw vertraut seinem Stammpersonal©

Trotz der Ausfälle von Miroslav Klose und Mats Hummels verzichtet Joachim Löw für die WM-Qualifikationsspiele gegen Kasachstan auf jegliche personelle Neuerung. Der Bundestrainer nominierte den Leverkusener Bundesliga-Topstürmer Stefan Kießling am Donnerstag erneut nicht als Klose-Ersatz für seinen 23-Mann-Kader. Auch für den am Knöchel verletzten Hummels holte Löw keinen neuen Innenverteidiger in sein Aufgebot, sondern setzt in der Defensive auf ein Sextett erfahrener Akteure. Die Fußball-Nationalmannschaft tritt am Freitag kommender Woche in Astana und vier Tage später in Nürnberg gegen Außenseiter Kasachstan an.

Zum Aufgebot gehört Lukas Podolski. Der frühere Kölner hatte das Champions-League-Spiel seines FC Arsenal beim FC Bayern München (2:0) am Mittwochabend wegen einer Sprunggelenksverletzung verpasst. Offenbar rechnet Löw mit einer rechtzeitigen Genesung des Offensivspielers. Per Twitter kündigte Podolski schon seine baldige Rückkehr an. Einzige nominelle Spitze im Kader ist durch das Fehlen von Klose (Bänderriss im Knie) wie schon zum Jahresauftakt in Frankreich (2:1) Mario Gomez. Beim Test in den Niederlanden (0:0) im November 2012 hatte Löw sogar ohne echten Stürmer gespielt und stattdessen Mario Götze in die vorderste Reihe beordert.

Schweinsteiger und Götze kehren zurück

Der Dortmunder Götze hatte wie seine Dortmunder Club-Kollegen Marco Reus und Marcel Schmelzer sowie der Münchner Bastian Schweinsteiger gegen Frankreich wegen Verletzung oder Erkrankung gefehlt. Das Trio ist nun wieder im Aufgebot dabei. Reus ist allerdings im Hinspiel gesperrt. Als dritten Torwart hinter Manuel Neuer und René Adler nominierte Löw Ron-Robert Zieler. Der Schlussmann von Hannover 96 bekam somit den Vorzug vor Marc-André ter Stegen von Borussia Mönchengladbach.

Löw setzt damit wie seit dem EM-Ausscheiden im Sommer 2012 im Halbfinale gegen Italien (1:2) weiter auf personelle Kontinuität. 19 der 23 Spieler im aktuellen Kader waren auch schon in Polen und der Ukraine dabei. Zudem gehören die EM-Fahrer Klose, Hummels und der langzeitverletzte Holger Badstuber nach ihren Blessuren sicher wieder zum Stammpersonal.

Mit den Partien gegen Kasachstan geht für die DFB-Auswahl die Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien weiter. Zuletzt hatte es im Oktober in Berlin das dramatische 4:4 gegen Schweden gegeben. In der Gruppe C liegt die noch ungeschlagene Löw-Elf mit zehn Punkten vor Schweden (7 Punkte) und Irland (6) auf Platz eins. Die beiden Verfolger haben allerdings jeweils eine Partie weniger bestritten.

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