Özils Abschiedsbrief an den Lehrmeister

4. Juni 2013, 12:16 Uhr

Es gibt nicht wenige, die halten José Mourinho für einen Kotzbrocken. Nicht so Mesut Özil. Der Nationalspieler hat dem scheidenden Real-Trainer einen rührenden Abschiedsbrief geschrieben.

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Mesut Özil, José Mourinho, Facebook, Abschiedsbrief

Meister José Mourinho und Musterschüler Mesut Özil im April in Dortmund©

Als Trainer von Real Madrid hat sich José Mourinho - vorsichtig ausgedrückt - nicht nur Freunde gemacht. Dass er den Erzrivalen aus Barcelona ebenso wie die Schiedsrichterzunft regelmäßig mit Schimpftiraden und Verschwörungstheorien bedachte, mag in den Augen der Madrilenen noch okay gewesen sein. Das Ausbooten von Nationaltorhüter und Publikumsliebling Iker Casillas sowie das Ausbleiben des geforderten Champions-League-Triumphs sorgen aber dafür, dass viele Hauptstadtbewohner dem ehrgeizigen Exzentriker keine Träne nachweinen.

Zumindest einen Bewunderer lässt der zum FC Chelsea wechselnde Startrainer allerdings zurück: Mesut Özil, den Mourinho vor drei Jahren zu Real holte und zum Weltstar aufbaute, hat immer noch allergrößten Respekt vor seinem Mentor. In einem sentimentalen Abschiedsbrief dankt er Mourinho auf seiner Facebookseite für das, was er ihm beigebracht hat und für das Vertrauen. Und zwar auf Deutsch, Englisch, Türkisch und Spanisch.

Der Post liest sich wie der eines Musterschülers, der seinem Mentor dankt, dass er ihm einen so guten Abschluss ermöglicht hat. Unter Mourinho absolvierte Özil mehr als 150 Pflichtspiele für Real Madrid, 2012 wurden sie gemeinsam spanischer Meister, 2011 Pokalsieger. Der Satz "es ist so im Profifußball, dass man sich findet und dass man sich wieder trennt", hat schon fast etwas Romantisches. Mehr als 45.000 Likes beweisen: Mourinho hinterlässt nicht nur verbrannte Erde, sondern auch ein bisschen Liebe.

Mesut Özil, José Mourinho, Facebook, Abschiedsbrief

Daniel Bakir
 
 
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