11. März 2009, 11:59 Uhr

Kahn erteilt Schalke eine Abfuhr

Die Absagen häufen sich: Nach Oliver Bierhoff hat auch Oliver Kahn den Schalkern eine Abfuhr erteilt. Damit geht die Suche nach einem Nachfolger für den gefeuerten Manager Andreas Müller weiter. Ein ehemaliger Spieler zeigt großes Interesse.

Kahn, Schalke, manager

Oliver Kahn will demnächst einige Zeit in Asien verbringen©

Nach der Absage des Wunschkandidaten Oliver Bierhoff als Nachfolger des beurlaubten Managers Andreas Müller hat nun auch Oliver Kahn Fußball-Bundesligist Schalke 04 eine Abfuhr erteilt. "Ich beschäftige mich nicht damit. Ich habe viele Dinge zu tun und werde bald eine Zeit lang in Asien sein. Darauf möchte ich mich konzentrieren. Damit ist alles beantwortet", sagte der 39 Jahre alte Kahn über seine Zukunftspläne der Münchner "tz".

Auch Bayern Münchens Präsident Franz Beckenbauer hat sich gegen den ehemaligen Nationaltorhüter als Schalke-Manager ausgesprochen. "Ich würde ihm davon abraten. Er ist noch in der Findungsphase, ich glaube nicht, dass er jetzt schon bereit wäre," sagte der Kaiser.

Beckenbauer verteidigt Müller

Außerdem verteidigte Beckenbauer den gefeuerten Müller: "Ich glaube nicht, dass Müller zu viele Fehler gemacht hat. Ich denke, er hat alles richtig gemacht. Lediglich die Ergebnisse haben nicht gestimmt", sagte der Bayern-Präsident und Premiere-Experte beim Champions-League-Spiel der Münchner gegen Sporting Lissabon (7:1) am Dienstagabend. Aus Beckenbauers Sicht hat Müller auch "die richtigen Spieler geholt", die am Anfang auch eingeschlagen hätten.

Formal gesehen hat Müller sogar die Chance, seinen Job zu behalten. Nach DPA-Informationen will der 46-Jährige der formellen Einladung des Aufsichtsrats folgen und bei der Sitzung an diesem Samstag von seinem Recht auf Anhörung Gebrauch machen. Laut Satzung ist bei der Abstimmung eine Zweidrittel-Mehrheit nötig, um ein Vorstandsmitglied vorzeitig abzuberufen. Sollten alle zehn Aufsichtsräte des Fußball-Bundesligisten anwesend sein, würden Müller vier Nein-Stimmen bzw. Enthaltungen genügen, um seine Abberufung zu verhindern. Das gilt allerdings als wenig wahrscheinlich.

Wilmots signalisiert Interesse

Schalke hatte Müller am Montag entlassen und sucht nun einen neuen Manager. Neben Bierhoff und Kahn war auch über Olaf Thon und Ebbe Sand spekuliert worden. Doch die beiden Ex-Schalker sollen wegen fehlender Erfahrung nicht in Frage kommen.

Dagagen hat der ehemalige Schalke Profi Marc Wilmots Interesse an einem Engagemant auf Schalke signalisiert. "Ich bin offen für alles, allerdings werde ich nur eine Aufgabe übernehmen, die mir richtig Spaß macht und hinter der ich hundertprozentig stehen kann", sagte der derzeit als Spielerberater tätige Belgier.

SID/DPA/tis
 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
fubafan (12.03.2009, 05:04 Uhr)
Kahn (als Manager-Lehrling) und Fußball-Yuppie Bierhoff völlig inakzeptabel für Schalke
Es ist doch immer das gleiche durchschaubare Spiel: Der Boulevard, also die Bildzeitung und Konsorten und leider nicht nur die jagen für Schalke völlig inakzeptable Personen durchs Dorf, wie Kahn, Bierhoff und wen sonst noch, und der Rest der Sportpresse übernimmt diese Namen alle als "Wunschkandidaten von Schalke". Wer dann schließlich das Rennen gewinnt kann dann als vierte oder fünfte Wahl vermittelt und Schalke 04 und seine Verantwortlichen weiter mit Dreck beworfen werden.
Welcher Schalkefan will denn so Unsympathen wie Manager-Neuling Kahn (der soll ruhig woanders seine Manager-Lehre absolvieren!) und Fußball-Yuppie Bierhoff (der kann ruhig weiter beim biederen und spießigen DFB schleimen und abzocken!)? Ich kenne keinen!
04schalker04 (11.03.2009, 20:21 Uhr)
Kahn soll Manager-Lehre woanders absolvieren
Kahn hat heute selbst eingesehen, dass seine Zukunft nicht auf Schalke liegt, sondern eher darin besteht weiterhin arg- und ahnungslosen Journalisten wie dem Vollsympath JB Kerner im ZDF den Fußball zu erklären. Damit ist er einsichtiger als manch ein Journalist, der ihn tatsächlich bei Schalke ins Gespräch bringen wollte. Kahn sollte seine Lehre und Erfahrungen als Manager nun wirklich nicht ausgerechnet auf Schalke machen.
Man darf gespannt sein wer noch so alles sich selbst oder halt von Journalisten bei Schalke ins Gespräch gebracht wird um den Marktwert zu steigern oder um Schalke in Misskredit zu bringen.
ashcroft_house (11.03.2009, 17:04 Uhr)
Kahn als Schalke-Manager...
...haette er gerne machen koennen, dann waeren die Knappen endgueltig vom Feld der ernsthaften BuLi-Konkurrenz verschwunden. Nur taete es mir um den Titan leid...
gsc777 (11.03.2009, 16:17 Uhr)
Urkomisch
Wer da so alles Manager werden kann oder will. Das zeigt doch, dass Schalke nichts begreift.
Das wird nie was mit dem Metzger an der Spitze.
bernie-abg (11.03.2009, 15:10 Uhr)
Wo bleibt denn...
...der Matthäus, der macht doch sonst alles für eine BILD-Schlagzeile.
gersta (11.03.2009, 14:44 Uhr)
Kahn gibt Abfuhr
Da hat Schalke wirklich mal Glück gehabt.
Necros (11.03.2009, 12:58 Uhr)
Lieber STERN,
Kahn kann nur eine Abfuhr erteilen, wenn er ein Angebot bekommen hat. Dies ist aber nicht der Fall, soweit bekannt. Also: Mumpitz-Artikel...
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